Wo BIO draufsteht wird künftig auch wirklich BIO drin sein

Eisenstadt, 30. 6. 2017 –

Agrarlandesrätin Verena Dunst: „Neue BIO-Verordnung ist ein Schritt in die richtige Richtung“

Nach jahrelangem Ringen um neue Regelungen für den Biolandbau in der EU gab es nun einen Vorstoß auf europäischer Ebene. Es soll in Zukunft so wohl zu einem Bürokratieabbau sowie auch zu einer Eindämmung und Verhinderung von potentiellem „Etikettenschwindel“ kommen. „Das Burgenland ist am BIO-Sektor ein Vorzeigebundesland in Österreich. Für unsere kleinstrukturierte Landwirtschaft ist die nunmehrige Einigung auf europäischer Ebene ein wichtiger Schritt“, so Agrarlandesrätin Verena Dunst. Ab Mitte 2020 sollen für BIO-Produkte im europäischen Raum neue Regelungen gelten.

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LR Verena Dunst, SPÖ

Neben einer Vereinheitlichung und Vereinfachung auf Produktionsseite, sollen künftig viele Ausnahme- und Sondertatbestände sukzessive abgebaut werden. Als wesentliche Neuerung ist auch ein verschärftes Kontrollsystem geplant. „Die BIO-Produktion im Burgenland ist aktuell bereits einer der am genauesten kontrollierte Bereich im Lebensmittelsektor. Das ist auch wichtig, da unsere Konsumentinnen und Konsumenten darauf vertrauen können müssen, dass in als BIO ausgezeichneten Lebensmitteln auch tatsächlich BIO-Qualität enthalten ist“, so Dunst.

Ein weitere wesentliche Neuerung soll der Bereich des Imports betreffen. Künftig würden die hohen EU- Standards auch für Importwaren gelten – so Dunst. Das Thema der Verunreinigung von BIO-Lebensmitteln wurde ebenso heftig diskutiert. Hier gibt es nun einen Vorstoß dahingehend, dass künftig bei der Feststellung von für BIO nicht zugelassene Pflanzenschutz- oder Düngemittel die BIO-Zertifizierung für drei Jahre entzogen werden soll. Bei vorsätzlichen Verstoßen gegen diese Regelung sei sogar ein dauerhafter Entzug des BIO-Siegels vorgesehen – so Dunst.

Das Burgenland zählt 943 Biobetriebe (Quelle: GB 2015). Laut aktuellen Angaben sind mittlerweile mehr als 1000 Betriebe im Burgenland BIO-zertifiziert. Davon sind 626 Betriebe im Jahr 2016 bei BIO AUSTRIA Burgenland gemeldet, das sind 68% aller Biobetriebe. Rund 23 % der landwirtschaftlichen Flächen im Burgenland werden biologisch bewirtschaftet. Damit liegt das Bundesland im Spitzenfeld im europäischen Vergleich. Als viertgrößtes Agrarland in Österreich kommt dem biologischen Landbau ein besonderer Stellenwert im Burgenland und auch in Österreich zu. Bei rund 85% der Österreicher landen zumindest hin und wieder Bioprodukte im Einkaufswagen. „Bio-Produkte werden von Konsumentinnen und Konsumenten als gesundheitsfördernd, naturbelassen und schmackhaft wahrgenommen. Es werden mehr Nahrungsmittel aus biologischer Landwirtschaft gekauft als vor fünf Jahren, auch aufgrund des größeren Angebots“, zeigt sich LRin Dunst erfreut über die Entwicklungen im Burgenland, aber es gebe natürlich noch immer Luft nach oben – so Dunst.

Agrarlandesrätin Verena Dunst begrüßt die geplante neue EU-Regelung. „Ich fühle mich auf meinem Weg bestätigt. Bio ist ein ausgezeichneter Weg nicht nur für gesunderes Essen und gesündere Landwirtschaft, sondern auch um mehr Einkommen zu erzielen, wie ich erst letzte Woche bei der Präsentation des projektes „Leben am Land hat Zukunft“ betont habe. Wir werden gemeinsam mit BIO Austria Burgenland natürlich genau im Auge behalten, wie das Regelwerk am Ende des Tages lauten wird. Die ersten Meldungen aus Brüssel sind allerdings für das BIO-Land Burgenland als sehr positiv und zukunftsorientiert zu bewerten“, so Dunst abschließend.

 

 

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