Primärversorgungsgesetz im Nationalrat beschlossen

Eisenstadt, 28. 6. 2017 –

PHC Gesetz bringt Verbesserungen für die burgenländischen PatientInnen

Nach jahrelangen Verhandlungen wurde das Primärversorgungsgesetz heute im Nationalrat beschlossen. Burgenlands Gesundheitslandesrat Mag Norbert Darabos, zeigt sich erfreut, dass das Gesetz nun beschlossen wurde. Es sei ein richtiger Schritt in Richtung Modernisierung der Versorgung im niedergelassenen Bereich und gewährleiste die Öffnungszeiten von Ärzten auch zu Tagesrandzeiten, stellt Darabos fest.

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„Jede Familie, jeder Mensch soll nahe an seinem Wohnort eine professionelle, moderne Gesundheitsversorgung vorfinden. Dabei geht es nicht nur um die reine Behandlung von Krankheiten, sondern die Gesundheitsversorgung wird mit den neuen regionalen Gesundheitszentren viel breiter gedacht: Der/die Hausarzt/ärztin begleitet gemeinsam mit seinem Team z.B. die Behandlung nach einem Krankenhausaufenthalt, arbeitet mit mobilen Pflegediensten zusammen oder unterstützt bei chronischen Krankheiten. Dadurch werden längere Öffnungszeiten möglich und ein Mehr an Leistungen, nahe am Wohnort“, erklärt Gesundheitslandesrat Norbert Darabos.

Darabos werde nun gemeinsam mit der BGKK an der Schaffung von weiteren Gesundheitszentren arbeiten. Aufgrund der Topografie des Burgenlandes wird die BGKK hauptsächlich Netzwerkvarianten umsetzen. Ziel ist es bis 2021 drei Primärversorgungseinrichtungen zu etablieren. Eine Einrichtung mit der Akutordination Oberwart läuft bereits seit beinahe einem Jahr als Pilotprojekt und findet großen Anklang bei PatientInnen und ÄrztInnen.

Bundesministerin Pamela Rendi–Wagner: „Die regionalen Gesundheitszentren sind eine wichtige Weichenstellung für die Zukunft, schließlich wissen wir, dass in den nächsten Jahren bis zu 60 Prozent der AllgemeinmedizinerInnen in Pension gehen. Ich freue mich, dass wir mit der heutigen Einigung das Gesundheitssystem von morgen absichern. Wir stellen damit die bestmögliche Gesundheitsversorgung für die Menschen sicher. Dazu gehören eine gute Erreichbarkeit, längere Öffnungszeiten und umfassende Leistungen für die PatientInnen. Gleichzeitig bekommen unsere HausärztInnen und die Gesundheitsberufe modernere Arbeitsbedingungen, sie profitieren von der Teamarbeit, können sich besser spezialisieren und leichter vernetzen und austauschen.“

 

 

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