Neue Wege in der burgenländischen Landwirtschaft mit zukunftsorientierter Strategie

Donnerskirchen, 22. 6. 2017 –

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Agrarlandesrätin Verena Dunst setzt mit Unterstützung von ExpertInnen auf eine gemeinsame Produktions- bzw. Vermarktungsschiene und will Vernetzung mit kulinarischen und touristischen Angeboten forcieren

Die kleinstrukturierte burgenländische Landwirtschaft sieht sich seit Jahren mit enormen Herausforderungen konfrontiert. Gleichzeitig haben sich damit die Einkommens- und (Über-) Lebensbedingungen für die meisten in der Landwirtschaft Tätigen verschlechtert. Agrarlandesrätin Verena Dunst hat es sich deshalb zum Ziel gesetzt, gemeinsam mit den burgenländischen LandwirtInnen und ExpertInnen unter wissenschaftlicher Begleitung der Universität für Bodenkultur in Wien und dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FIBL) neue, tragfähige Lösungen zu entwickeln und damit den burgenländischen Bäuerinnen und Bauern sowie den landwirtschaftlichen ProduzentInnen neue Perspektiven aufzuzeigen. Im Rahmen dieser Initiative „Zukunft Landwirtschaft“ konnte nunmehr am 22. Juni 2017 unter dem Titel „Von Landwirtschaft leben. Strategien jenseits von Wachsen oder Weichen“ in den Räumlichkeiten der Genussakademie Burgenland in Donnerskirchen nach nunmehr insgesamt 7 Workshops, 6 regionalen und einem speziell für Frauen in der burgenländischen Landwirtschaft, bei einer Abschlusskonferenz ein erstes Resümee gezogen und der weitere Fahrplan präsentiert werden.

„Im Zuge dieses neuen Projektes war es mein erklärtes Ziel, zukunftsträchtige Optionen für die burgenländische Landwirtschaft zu entwickeln. Dies erfordert eine Landwirtschaft, die im Angesicht von Globalisierung und starker internationaler Verflechtungen bestehen kann. Das Hauptgewicht der burgenländischen Agrarpolitik wird dabei in der Forcierung der Qualität der heimischen Produkte, in der gezielten Besetzung von Marktnischen und in der Entwicklung neuer Vertriebswege liegen, denn die burgenländische Antwort auf Überproduktion kann nicht dauerhaft in Stützungszahlungen liegen, sondern ausschließlich in der Steigerung der Qualität und in der Entwicklung veredelter neuer Produkte. Der aktuelle Trend zu gesunder Ernährung bietet hier zahlreiche Möglichkeiten. Die Kleinstrukturiertheit ist in diesem Zusammenhang keine Schwäche, sondern eröffnet – im Gegenteil – zahlreiche Chancen. Einen Preiswettkampf werden die burgenländischen LandwirtInnen – auch bei noch so hohen Förderungen – verlieren. Eine Qualitätsstrategie aber ermöglicht reelle Chancen für kostendeckende Preise. Hierfür haben wir in den vergangenen Monaten den Hebel angesetzt, insgesamt 60 neue Projektideen entwickelt und 35 davon einer intensiveren Diskussion unterzogen.“

So konnten die Stärken der saisonalen und regionalen Produktion, d.h. die Frische, die kurzen Transportwege, die Regionalität, die durchgängige Kontrolle von Anbau und Produktion, stärker herausgearbeitet und auf dieser Basis gemeinsame Produktions- bzw. Vermarktungsschienen sowie die Vernetzung mit kulinarischen und touristischen Angeboten angedacht werden. Eine derartige Strategie hat auch Anknüpfungspunkte bei urbanen KonsumentInnen in den Großräumen Wien und Graz – Stichwort gesunde Lebensmittel von heimischen ProduzentInnen aus dem Bio-Bundesland Burgenland – zum Inhalt. Agrarlandesrätin Dunst dazu: „Wir haben mit der Entwicklung des burgenländischen Weins eine beispiellosen Erfolgsgeschichte, die uns mit Österreichweiter und internationaler Präsenz, mit Ab Hof Vermarktung, mit Orts- und Gebietsvinotheken jeden Tag vor Augen führt, dass eine Qualitätsstrategie trotz scheinbar überragender internationaler Konkurrenz große Chancen bietet.“ Um auch die burgenländischen Bäuerinnen und Bauern sowie die landwirtschaftlichen ProduzentInnen diesem Ziel näher zu bringen, will Dunst für innovative Projektideen vorhandene finanzielle Mittel aus dem ELER-Programm der Europäischen Union vermehrt zum Einsatz bringen, eine entsprechende Dachmarke forcieren und strategisch in Kooperation mit der Landwirtschaftskammer Burgenland verstärkt auf Vermarktung, statt vordergründiger Beratung, setzten.

 

 

 

 

 

 

 

 

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