Güssing feiert 20 Jahre Klimabündnis-Gemeinde

Güssing, 22. 6. 2017 –

Eisenkopf: „Beim Klimaschutz müssen alle an einem Strang ziehen“

Die Stadtgemeinde Güssing wurde am 23. Juni 1997 die erste Klimabündnis-Gemeinde des Burgenlandes. Heute, zum 20-jährigen Jubiläum, ist Klimaschutz in aller Munde. Mittlerweile leben bereits mehr als die Hälfte der österreichischen Bevölkerung in einer Klimabündnis-Gemeinde. Landesrätin Astrid Eisenkopf gratuliert der Stadtgemeinde Güssing zu diesem besonderen Jubiläum: „Güssing ist absoluter Vorreiter in Sachen Klimaschutz und Klimawandelanpassung.“

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Landesrätin Astrid Eisenkopf und Martina Nagl vom Klimabündnis gratulieren Bürgermeister Vinzenz Knor zum Jubiläum

Viele kennen das Schild mit der Aufschrift „Klimabündnis-Gemeinde“ unter der Ortstafel. Seit Beginn der Initiative 1991 ist das Netzwerk ständig gewachsen, mittlerweile sind 960 Gemeinden, 1080 Betriebe und 520 Schulen und Kindergärten Teil des Klimabündnis in Österreich. Die Grundidee blieb unverändert, wie die Regionalstellenleitern des Klimabündnis im Burgenland, Martina Nagl, betont: „Im Klimaschutz sitzen wir alle in einem Boot. Deshalb haben wir eine Partnerschaft zwischen Gemeinden in Europa und indigenen Völkern in Amazonasgebiet initiiert. Die beiden gemeinsamen Ziele sind der Erhalt des für das globale Klima so wichtigen Regenwaldes und andererseits die Verringerung der Treibhausgase.“

Im Burgenland gibt es 38 Klimabündnis-Gemeinden sowie 4 Betriebe und 11 Schulen und Kindergärten. Die Mitglieder werden vom Klimabündnis beraten und erhalten Unterstützung bei der Durchführung und Kommunikation von Klimaschutzmaßnahmen. Klimaschutzlandesrätin Astrid Eisenkopf freut sich über das Engagement der burgenländischen Gemeinden: „Klimaschutz kann nur funktionieren, wenn alle an einem Strang ziehen. Die Gemeinden haben das erkannt und leisten dementsprechend einen großen Beitrag zum Klimaschutz. Natürlich geht immer noch mehr – nach der Stromautarkie ist unser nächstes Ziel die Energieautarkie. Güssing als Modellregion für erneuerbare Energie wird hier eine große Rolle spielen.“

Klimabündnis-Gemeinden blicken einerseits über den Tellerrand und setzen andererseits lokale Maßnahmen. Güssing zeigt, wie das funktioniert. Frühzeitig wurde das Thema „Erneuerbare Energie“ aufgegriffen und zum zentralen Thema gemacht. Klimarelevant ist auch der Bereich Mobilität. Mit der Förderung des Jugendtaxis und der günstigen Seniorenkarte werden Alternativen zum eigenen Auto angeboten. Wichtig ist auch ein belebtes Stadtzentrum, das zum zu Fuß gehen und Verweilen einlädt. Bürgermeister Vinzenz Knor: „Wir waren damals Vorreiter und wollen es auch bleiben. Klimaschutzmaßnahmen wie die Stadterkernbelebung haben einen ganz großen Vorteil, sie heben gleichzeitig auch die Lebensqualität in unserer Gemeinde.“

 

 

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