Burgenländische Vereinsfeste auf neuem Niveau

Eisenstadt, 14. 6. 2017 –

Umweltschutzlandesrätin Mag.a Astrid Eisenkopf will mit neuer Initiative und Förderschiene Abfall vermeiden, Ressourcen schonen, Regionalität leben und ökologisch feiern

Zahlreiche Lebensmittelabfälle, vollgestopfte Müllsäcke, Zigarettenstummel in der Wiese – ein Fest bedeutet meist nicht nur viel Arbeit für die freiwilligen Helfer, sondern auch eine hohe Belastung für unsere Umwelt, den jeder, der schon einmal bei einem Fest mitgeholfen hat, weiß, dass so ein Fest viel Verschmutzung mit sich bringt. Unter dem Motto „a sauberes Festl“ möchte Umweltschutzlandesrätin Mag.a Astrid Eisenkopf diesem Umstand entgegenwirken und mit ihrer neuen Initiative für nachhaltig ausgerichtete burgenländische Vereinsfeste sorgen. Diese umfasst eine Auszeichnung und Förderschiene für ökologisch ausgerichtete Feste sowie eine Förderung zur Miete von Mehrwegbechern. „Mit ‚a sauberes Festl‘ wollen wir es den Vereinen ermöglichen, ihre Feste umweltfreundlicher und ressourcenschonender zu gestalten. Die Initiative trägt den Namen ‚a sauberes Festl‘ – weil wir die Feste sauberer gestalten bzw. unsere Umwelt sauber halten wollen. ‚A sauberes Festl‘ ist die Auszeichnung, die das Fest erhält, wenn es bestimmte Kriterien erfüllt. Der Veranstalter darf sein Fest dann als ‚a sauberes Festl‘ bezeichnen, ein dementsprechendes Banner aufhängen bzw. das Logo auf die Drucksorten bringen“, so Natur- und Umweltschutzlandesrätin Mag.a Astrid Eisenkopf.

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Die Kriterien sind mit einer Checkliste vorgegeben und umfassen Punkte zu den Bereichen Ressourcenschonung und Abfall, Energie und Wasser, Mobilität, Kulinarik und soziale Verantwortung. Beispiele dafür sind die Verwendung von Mehrweggeschirr, die Erstellung eines Abfallkonzepts, die Erreichbarkeit per Fahrrad und öffentlichen Verkehrsmitteln, die Versorgung mit regionalen Anbietern, der Verzicht auf Kapselautomaten bei Tee und Kaffee, der Verzicht auf Getränkedosen sowie Maßnahmen gegen Papierverschwendung und die Vermeidung von Lebensmittelabfällen. Detailinformationen dazu sind via Internet unter www.a-sauberes-festl.at in Erfahrung zu bringen. Dort ist auch die Checkliste verfügbar. Diese Checkliste ist ein online-Formular, bei dem man einfach anklickt, welche Kriterien beim Fest eingehalten werden. Die Kriterien haben auf einer Skala von 1 bis 3 Punkten eine unterschiedliche Wertigkeit. Am Ende sieht man sofort, wie viele Punkte man insgesamt erreicht hat und welcher Förderhöhe das entspricht. Ab 35 Punkten gibt es eine Förderung von 300, ab 50 Punkten eine Förderung von 450 Euro. Diese Förderung wird allerdings erst nach dem Fest ausbezahlt, wenn mittels Fotos die Einhaltung der angegebenen Punkte dokumentiert wird. Zusätzlich werden Mitarbeiter des Landes die Feste besuchen und die Einhaltung der angegebenen Kriterien prüfen. So wird sichergestellt, dass die angegebenen Kriterien auch tatsächlich eingehalten werden und dass die Auszeichnung zu „a sauberes Festl“ zu Recht verliehen wurde.

Zusätzlich zur Auszeichnung zu „a sauberes Festl“ wird in Kooperation mit der Firma CupSolutions allen Vereinen im Burgenland auch noch einen Verleih an Mehrwegbechern angeboten. Das Land verfügt über ein Kontingent von 10.000 Mehrwegbechern, davon 6.000 Stück an 0,5 Liter-Bechern sowie 4.000 Stück an 0,3 Liter-Bechern. Die 0,3 Liter-Becher sind zudem mit einer Marke für einen Füllstand von 0,25 Liter versehen. Die Becher werden bei CupSolutions gelagert, von dort aus versendet und dort auch wieder gereinigt. Der Servicepreis beträgt etwa 11,4 Cent pro Becher und beinhaltet die Kosten für Miete und Reinigung. Hinzu kommen noch die Kosten für den Transport der Becher. Für alle Vereine, die für ihr Fest auch noch die Auszeichnung zu „a sauberes Festl“ erhalten haben, werden 30 % der Servicekosten gefördert. Für alle anderen Vereine gibt es eine Förderung in der Höhe von 15 %.

Umweltlandesrätin Mag.a Astrid Eisenkopf dazu: „In Summe entstehen hiermit den Vereinen nur geringfügig höhere Kosten, als bei der Verwendung von Mehrwegbechern. Gleichzeitig hat man aber weniger Müll, keinen Glasbruch und keinen Aufwand für das Spülen und Trocknen der Becher. Die beiden Initiativen sind kombinierbar, müssen aber nicht kombiniert werden, denn man kann die Auszeichnung zu ‚a sauberes Festl‘ erhalten, auch wenn man den Mehrwegbecherverleih nicht in Anspruch nimmt und man kann Mehrwegbecher ausborgen, ohne sich um die Auszeichnung zu ‚a sauberes Festl‘ zu bewerben. Ich denke, dass wir mit dieser Initiative die burgenländischen Vereinsfeste auf ein neues Niveau heben. Das Motto lautet Feiern, Tanzen, Trinken, Lachen, Umweltschonen, denn Nachhaltigkeit soll kein Widerspruch zu einem lustigen Abend sein.“

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