TypIsCH: Frauen sind die besseren Autofahrer!

Eisenstadt, 6. 6. 2017 –

.

LRin Dunst: Vorurteile stehen im Weg, machen Chancen kaputt!

Frauenlandesrätin Verena Dunst präsentierte heute die Kampagne „TypIsCH“ im Eisenstädter Kindergarten. Bei der neuen Kampagne liegt der Fokus im Aufbrechen von Vorurteilen sowie von klischeehaftem Denken. Die Kampagne setzt bereits im Kindergartenalter an und spricht alle Burgenländerinnen und Burgenländer – Eltern und Großeltern, ErzieherInnen sowie Kinder und Jugendliche – an. „Die neue Kampagne ist für uns alle zukunftsweisend und kann viel bewegen damit Frauen und Männer sowohl im Berufsleben als auch im Alltag gleiche Chancen haben. Es tut mir weh, dass es immer noch Vorurteile bei Frauen und Männern gibt. Es sind Sätze wie z.B. Greif das nicht an, das ist nur Mädchenkramm oder Du bist ein Bub, du darfst nicht weinen, die Vorurteile weiterhin aufleben lassen“, so Dunst.

Durch die Kampagne „TypIsCH“ sollen die Menschen für das Thema Stereotype und Klischees sensibilisiert werden. „Stereotypisches Denken kommt aus der Vergangenheit und steckt in vielen von uns. Wir wollen dieses mit der Kampagne aufbrechen. Das Ziel ist es, Eltern, KindergartenpädagogInnen und LehrerInnen zu erreichen, und sie in diesem Bereich auf ihr Wirken aufmerksam machen. Das sind die wichtigsten Personen, die die Kinder in ihrer Entwicklung prägen. Kinder brauchen Vorbilder. Sie müssen sehen, dass es möglich und üblich ist, dass Frauen im technischen Bereich und Männer im Sozial- oder Gesundheitsbereich tätig sein können. An dieser Stelle setzt die Kampagne an. Es gilt, Chancengleichheit für Mädchen und Buben und somit für Frauen und Männer herzustellen“, erklärte Frauenlandesrätin Verena Dunst.

Die Kampagne „TypIsCH“ startet am 09.06.2017 mit der Plakatierung im ganzen Burgenland. Ab sofort können die sozialen Medien genutzt werden: Kinder sind aufgerufen, ihren Traumberuf zu zeichnen und gemeinsam mit Erziehungsberechtigten auf facebook.com/typischich zu posten. Alle Interessierte können dort auch zum Thema Stereotype und Geschlechterrollen ihre Werke und auch Fotos teilen. Die Beiträge werden auf FB veröffentlicht und die ersten, die posten, bekommen als Belohnung einen „TypIsCH“ Baumwollrucksack geschenkt.

Frauenlandesrätin Verena Dunst setzt gemeinsam mit dem Frauenreferat des Landes Burgenland projektbezogene Maßnahmen ein, um diesen Vorurteilen entgegen zu wirken. Frauenreferatsleiterin Mag.a Karina Ringhofer: „´Girls Day Mini´ und ´Roberta´ sind Projekte, die es Mädchen im Kindergarten und in der Volksschule ermöglichen, in technische und naturwissenschaftliche Bereiche hinein zu schnuppern und die dortigen Möglichkeiten zu erkunden. Wesentlich ist es, möglichst früh anzusetzen um Stereotype und Vorurteile aufzubrechen, bzw. diese nicht entstehen zu lassen.“ Ähnlich sieht es Frau MMag.a Isabell Semmelweis-Valenta, MonA Net Mitarbeiterin, die das Projekt Gendersensible Berufsorientierung vorstellte. „In gendersensiblen Workshops ist es bedeutsam, die Lebensbereiche bespielbar zu machen. Burschen erlernen in der „Puppenecke“ die sozialen Fertigkeiten und Mädchen werden im technischen Bereich gefördert. Somit kommt es gar nicht zum stereotypischen Denken“.

Im Burgenland sind derzeit drei Kindergartenpädagogen in den Kinderbetreuungseinrichtungen tätig. Heuer maturieren drei weitere. Martin Strobl ist Kinderpädagoge im Walbersdorfer Kindergarten. Für ihn mache der Beruf sehr viel Spaß und die Kinder hätten viel Freude. Vor allem sei es wichtig, dass nicht nur Kindergartenpädagoginnen Bezugspersonen sind. Vorbilder seien in dieser Funktion besonders bedeutsam – so Strobl.

„Es ist vieles besser geworden. Wir wachsen nicht mehr in so einem strengen Raster auf. Das Ziel bleibt aber, dass sowohl Frauen als auch Männer im Beruf und im Alltag die gleichen Möglichkeiten und Chancen bekommen. Wir alle sind Vorbilder, und sind somit zum Aufbrechen von Vorurteilen aufgerufen“, so Frauenlandesrätin Verena Dunst abschließend.

 

 

 

 

 

 

Hier geht es zum Video auf YouTube

 

Share Button

Schreibe einen Kommentar