EU-Initiative fördert WLAN-Hot Spots für Gemeinden

Eisenstadt, 31. 5. 2017 –

Mit „WIFI4EU“ präsentierten Landtagspräsident Christian Illedits und Klubobmann Robert Hergovich zu Jahresbeginn ein Infrastrukturprojekt der Europäischen Union, das Gemeinden europaweit mit hochwertigen WLAN-Verbindungen versorgen soll. Wie nun bekannt wurde, stehen bis zum Jahr 2019 insgesamt 120 Mio. Euro für dieses Pilotprojekt bereit. Es handle sich um eine groß angelegte Maßnahme, die den burgenländischen Zielsetzungen in die Karten spiele, zeigen sich Illedits, der das Burgenland im EU-Ausschuss der Regionen vertritt, und Hergovich unisono zufrieden. Das Burgenland verfüge im Bereich des Breitbandausbaus über eine besonders attraktive Förderkulisse. „Neben der Breitbandmilliarde des Bundes, aus der in einem ersten Schub rund 6 Millionen Euro an burgenländische Projekte flossen, hat das Land den sogenannten Breitband-Pakt mit den hiesigen Internetanbietern abgeschlossen. Aus diesem Topf wurden seit 2015 bereits rund 15 Millionen Euro investiert“, bilanzieren die SP-Mandatare. Die „WIFI4EU“-Initiative der Kommission beziehe sich auf öffentlich nutzbare Funktechnologien und ergänze damit die Internet-Angebote, aus den laufenden Bundes- und Landesinitiativen.

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Mit einem Budget von insgesamt 120 Millionen Euro soll bis zum Jahr 2019 modernste WLAN-Technologie in den Zentren des öffentlichen Lebens installiert werden. „Europaweit sollen 6.000 bis 8.000 Gemeinden ausgestattet werden, heruntergebrochen auf Österreich beläuft sich das Förderpotenzial auf etwa 2 Mio. Euro,“ so Illedits.

Beteiligen können sich Einrichtungen im öffentlichen Auftrag. Hergovich sieht „WIFI4EU“ als Chance für die Gemeinden, eigene digitale Angebote wie elektronische Behörden- und Gesundheitsdienste sowie eTourismus zu entwickeln. „Starke Netzanbindungen verbessern Bildungsangebote, forcieren Betriebsansiedlungen, vermeiden Abwanderung und werten Wirtschaftsstandorte abseits der Ballungsräume auf. Mobiles Breitband ist mittlerweile voraussetzend für die Wettbewerbsfähigkeit des Tourismus und optimiert die Lebensqualität der Burgenländerinnen und Burgenländer“, so Illedits und Hergovich.

Die Vergabe erfolgt nach dem „First come, first served“-Prinzip, wobei vor allem Gemeinden, die bislang keine entsprechenden Anbindungen aufweisen können, profitieren sollen. Während die notwendige Ausstattung und Installation zu 100 Prozent gefördert werden, müssen die Einrichtungen für die Folgekosten, etwa Betreibergebühren und Instandhaltungskosten, selbst aufkommen. Wann genau der Call geöffnet wird, wird nach der finalen Abstimmung im Europäischen Parlament fixiert.

„Obwohl das Burgenland nach Wien die zweitbeste Netzabdeckung im Bundesgebiet aufweist, gibt es nach wie vor weiße Flecken zu schließen. Obwohl sich ‚WIFI4EU‘auf die Funkabdeckung an öffentlichen Orten konzentriert und nicht per Kabel in einzelne Haushalte kommt, hilft es bei der Schließung des Digital-Gap. Alle Burgenländerinnen und Burgenländer sollen die Möglichkeit erhalten, am digitalen Binnenmarkt teilzunehmen,“ schließen Illedits und Hergovich.

 

 

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