Dialogwoche Alkohol

Eisenstadt, 15. 5. 2017 –

1. Österreichische Dialogwoche Alkohol soll Bewusstsein für problematischen Alkoholkonsum stärken

Darabos: „Information und grundlegendes Wissen über Alkohol sind notwendig, um einen bewussten Umgang damit zu erlernen!“

Für viele Menschen ist Alkohol ein Genussmittel, einige entwickeln jedoch riskante und problematische Konsummuster. Die damit verbundenen Folgen sind weitreichend, für die konsumierende Personen, ihr Umfeld und die Gesellschaft. Unter dem Motto „Wie viel ist zu viel?“ soll die Dialogwoche Alkohol vom 15. Mai bis 21. Mai in ganz Österreich informieren, sensibilisieren, zu Gesprächen anregen und dazu motivieren, über den eigenen Alkoholkonsum nachzudenken. Fragen wie, ab wann der Alkoholkonsum zur  gesundheitlichen Gefahr wird oder zu einem Suchtverhalten führt, stehen dabei im Mittelpunkt. Grundsätzlich geht es nicht darum den Alkohol zu verteufeln, sondern durch die Auseinandersetzung beizutragen, dass der Konsum nicht zu Problemen führt. „Riskanter und problematischer Alkoholkonsum kann Krankheiten, Unfälle und menschliches Leid verursachen – mit den Folgen sind nicht nur die jeweils betroffenen Person, sondern auch ihr soziales Umfeld konfrontiert“, so Gesundheitslandesrat Mag. Norbert Darabos im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Ing. Mag. Karl Helm, Geschäftsführer PSD Burgenland, Dr. Brigitte Schmidl-Mohl, Chefärztin PSD Burgenland und Burgi Hausleitner, MSM, Leiterin Fachstelle Suchtprävention, heute in Eisenstadt.

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Dr. Brigitte Schmidl-Mohl, Chefärztin PSD Burgenland, mit Gesundheitslandesrat Mag. Norbert Darabos, Ing. Mag. Karl Helm, GF PSD Burgenland, und Burgi Hausleitner, MSM, Leiterin Fachstelle Suchtprävention beim gemeinsamen Pressetermin anlässlich der 1. Österreichischen Dialogwoche Alkohol die unter dem Motto „Wie viel ist zu viel?“ steht

Die Präventionskampagne will Alkoholkonsum nicht pauschal verurteilen, sondern riskante Konsummuster aufzeigen und Wissenslücken zum Thema Alkohol schließen. So gelten rund 370.000 Österreicherinnen und Österreicher, das sind rund 5 Prozent der erwachsenen Bevölkerung, als alkoholkrank. Weitere 9 Prozent konsumieren Alkohol in einem gesundheitsgefährdenden Ausmaß. In Summe konsumieren 14 Prozent der Wohnbevölkerung, das sind rund 1 Mio. Menschen in Österreich, Alkohol in einem problematischen Ausmaß. Gesundheitslandesrat Norbert Darabos: „Information und grundlegendes Wissen über Alkohol sind notwendig, um einen bewussten Umgang damit zu erlernen!“

12,5 Liter Pro-Kopf Alkoholkonsum in Österreich
Anders als häufig diskutiert, sind es nicht die Jüngeren, die sich einem Alkoholrisiko aussetzen, sondern in erster Linie die 50- bis 60-Jährigen. Untersuchungen haben gezeigt, dass der Durchschnittskonsum auch mit zunehmendem Alter zunimmt. Die durchschnittliche Alkoholkonsummenge ist zwar seit 1970 um 20 Prozent gesunken, war aber über die letzten 10 Jahre annähernd stabil. Österreich liegt mit 12,5 Liter Pro-Kopf-Alkoholkonsum (reiner Alkohol) unter den „Top 10“ der am meisten konsumierenden Länder in Europa.

Veranstaltungen in ganz Österreich
„Die Österreichische Dialogwoche“ ist eine Initiative der Österreichischen ARGE Suchtvorbeugung in Kooperation mit dem Bundesministerium für Gesundheit und Frauen, dem Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger und der Gesundheit Österreich GmbH/ Geschäftsbereich Fonds Gesundes Österreich. Im Zentrum der Dialogwoche stehen zahlreiche verschiedene Veranstaltungen zum Thema Alkohol in allen Bundesländern, wie etwa Vorträge und Informationsveranstaltungen, Podiumsdiskussionen, Workshops mit Rauschbrillen Sprechstunden und Tage der offenen Tür in Beratungseinrichtungen, Abendveranstaltungen. Auch im Burgenland wird es in jedem Bezirk Veranstaltungen geben.

Beratungsstellen und Hilfsangebote
Menschen, die bereits ein Problem mit Alkohol haben und deren Angehörige können Beratungsstellen und Hilfsangebote in ihrer Nähe über die Homepage der Dialogwoche Alkohol www.dialogwoche-alkohol.at finden.

 

 

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