SJ Burgenland Jugendkampagne #machesmöglich für Gemeinderatswahlen 2017

Oberwart, 12. 5. 2017 –

SJ-Czech: „Unser Ziel ist es, 2017 noch mehr Jugendliche für die Kommunalpolitik zu begeistern!“

Die Sozialistische Jugend (SJ) Burgenland stellte heute im Rahmen einer Pressekonferenz in Oberwart die Jugendkampagne für die Gemeinderatswahlen mit dem Slogan „Mach es möglich!“ vor. Im Jahr 2012 gab es bei den Gemeinderatswahlen 131 JugendkandidatInnen der SPÖ. „Unser Ziel ist es, 2017 noch mehr Jugendliche für die Kommunalpolitik zu begeistern. 131 Jugendliche in den burgenländischen Gemeinderäten sind uns eindeutig zu wenig! Langfristiges Ziel muss sein, zumindest eineN JugendkandidatIn in jeder Gemeinde zu haben“, so Czech, die Vorsitzende der SJ Burgenland aus Mattersburg. Die Präsentation der Kampagne wurde breit unterstützt von Jugendlichen aus den burgenländischen Bezirken. Anwesend waren Moritz Wendelin aus Gols, Caroline Pavitsits aus Steinbrunn, Lias Godovitsch aus Neutal, Thomas Gerbafczits aus Litzelsdorf und Florian Jandrisevits aus Gerersdorf-Sulz. Inhaltlich setzt die SJ Burgenland bei der Jugendkampagne auf drei Schwerpunkt: Mobilität, Junges Wohnen, Freizeitgestaltung und Vereine. „In jeder burgenländischen Gemeinde gibt es natürlich spezifische Interessen und Projekte, die von den KandidatInnen gefordert werden. Wir wollen mit den burgenländischen Jugendlichen all unsere Ideen möglich machen!“, so Czech.

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Lisa Godovitsch, Thomas Gerbafczits, Silvia Czech, Caroline Pavitsits, Moritz Wendelin, Florian Jandrisevits

Bei der heutigen Präsentation in Oberwart präsentierte die SJ Burgenland ihre neue Jugendkampagne #machesmöglich. Zur inhaltlichen Vorbereitung wurden schon im Vorfeld einige Schritte wie die Publikation eines Jugendhandbuchs und die Durchführung einer Jugendumfrage getätigt. Bei der Jugendumfrage wurden rund 9.000 burgenländische Jugendliche dazu befragt, was sie sich für ihre Gemeinden wünschen und was ihnen in ihren Heimatgemeinden fehlt. Anhand der Antworten der Jugendlichen wurden dann die Forderungen für die Jugendkampagne der SJ Burgenland erarbeitet. Somit ergaben sich folgende drei Schwerpunkt, auf welche die Kampagne aufbaut: Mobilität; Vereine und Freizeitgestaltung; und Junges Wohnen. Zu den jeweiligen Schwerpunktthemen wurden mehrere konkrete Forderungen entwickelt:

Vielerorts waren die Jugendlichen unzufrieden mit den öffentlichen Verkehrsanbindungen im Burgenland. Daher fordert die Sozialistische Jugend mehr und bessere öffentliche Verkehrsanbindungen im Burgenland. Mobilität muss für Jugendliche vor allem auch leistbar sein. Die Einführung des Top-Jugendtickets für alle unter 26 ist schon längst überfällig. „Wir fordern auch landesweite Car Sharing Projekte in den burgenländischen Gemeinden! Elektroautos sollen in der Gemeinde für alle zur Verfügung stehen. Jugendliche können sich oft kein eigenes Auto leisten und sind somit auf die Eltern angewiesen, da es oft an Zug-, und Busverbindungen mangelt. Car Sharing Projekte in den burgenländischen Gemeinden würden den Jugendlichen somit mehr Unabhängigkeit ermöglichen“, so Czech. Das Discobusnetzt soll ebenfalls ausgebaut werden und der theoretische Teil des Führerscheins soll endlich in den Schulunterricht integriert werden. Die SJ Burgenland fordert weiters mehr Transparenz und Kostengrenzen bei den Führerscheinkosten. Dies soll durch eine öffentliche Datenbank aller Fahrschulen ermöglicht werden.

Der zweite Themenkomplex befasst sich mit Forderungen zur Freizeitgestaltung und zum burgenländischen Vereinsleben. In allen Gemeinden sollen Freiräume für Jugendliche geschaffen werden, denn vielerorts mangelt es an konsumfreien Jugendräumen, Grillplätzen oder Sportanlagen für Jugendliche. Für die Umsetzung solcher Projekte können Best-Practice Beispiele, wie der Jugendtreff „Online“ in Pöttsching herangezogen werden. Eine weitere Forderung ist das Jugendbudget für alle Gemeinden, welches durch einen Jugendkongress verwaltet wird. Dieses Jugendbudget soll mindestens 1% beziehungsweise rund 10.000€ des Gemeindebudgets ausmachen. „In Steinbrunn haben wir, wie in einigen anderen burgenländischen Gemeinden, erfolgreich ein Jugendbudget installiert. Dadurch konnten einige Projekte wie diverse Kochkurse umgesetzt werden. Momentan steht bei uns ein Tanzkurs und ein Kickboxtraining mit Kickboxweltmeisterin Nicole Trimmel auf der Agenda“, berichtet Caroline Pavitsits, SJ Landessekretärin und Gemeindejugendreferentin aus Steinbrunn. Die burgenländischen Vereine sollen weiters gestärkt werden. Dies soll beispielsweise durch eine Entbürokratisierung bei der Anmeldung von Veranstaltungen und durch ein eigenes „Vereinsbudget“ geschehen. „Wir wollen, dass jede burgenländische Gemeinde jährlich mindestens 1,5% des Gemeindebudgets zur direkten Förderung von allen lokalen Vereinen verwendet“, meint Czech. Weiter Forderungen sind die Errichtung von WLAN Hotspots in allen Gemeinden und die breitere Anlegung von Gemeinnützigkeit im Vereinsgesetzt.

Der letzte Themenbereich der Kampagne ist „Junges Wohnen“. Wohnen wird für Jugendliche immer teurer und ist kaum leistbar. „Erfolgreiche Projekte wie die Jugendstarterwohnungen in Gols müssen unbedingt weiter forciert werden! Nur gemeinsam können wir Junges Wohnen möglich und leistbar machen!“, so Moritz Wendelin aus Gols. Weiters wird die Abschaffung der Vergebührungspflicht von Mietverträgen gefordert. Die Wohnungseinstiegskosten stellen für viele junge Menschen ein kaum zu überwindendes Hindernis dar. Deshalb soll die Vergebührung von Mietverträgen ersatzlos gestrichen werden. Auch die Maklerprovision soll abgeschafft werden. Makler werden im Regelfall vom Vermieter/ von der Vermieterin beauftragt, müssen aber vom Mieter/ von der Mieterin bezahlt werden. „Die Person, die dem Makler den Auftrag gibt, soll auch dafür bezahlen!“, betont Czech.

Auch die restlichen Jugendlichen haben noch viel in ihren Gemeinden vor. Lisa Godovitsch aus Neutal meint: „In Neutal haben wir schon einige Projekte umgesetzt. Ein einzigartiges Projekt ist die Gemeindejugendcard, die zahlreiche Vergünstigungen für Jugendliche bietet!“. In Gerersdorf-Sulz wird Florian Jandrisevits als Jugendgemeinderat einen Jugendkongress und ein Jugendbudget für alle Jugendlichen möglich machen und auch Thomas Gerbafczits hat einige spannende Forderungen, wie die verstärkte Zusammenarbeit zwischen dem Jugendverein und anderen Vereinen im Ort, sowie eine Park and Ride Anlage mit E-Car Sharing auf seiner Agenda. „Für uns zählt jede Idee! Aber nur gemeinsam und mit vereinten Kräften können wir all unsere Forderungen in den burgenländischen Gemeinden möglich machen!“, so Czech, Pavitsits, Gerbafczits, Godovitsch, Jandrisevits und Wendelin unisono.

 

 

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