Die Panama-Connection der ÖVP Neusiedl am See

Eisenstadt, 11. 5. 2017 –

Erneut fragwürdige Machenschaften von Kurt Lentsch ans Tageslicht gekommen

Die Zeitschrift ´NEWS´ hat unlängst Spuren aufgedeckt, die von der enttarnten Offshore-Steueroase Panama ins Burgenland führen. Genauer gesagt in die Stadtgemeinde Neusiedl am See. Dort scheinen der ehemalige Amtsleiter Franz Renghofer ebenso wie – einmal mehr – sein ehemaliger Herr und Meister, Bürgermeister Kurt Lentsch, in dubiosen Schreiben auf, die in unmittelbarem Zusammenhang mit rechtlich zumindest grenzwertigen Steuerminimierungskonstruktionen zu rücken sind.

FPOe

LAbg. Mag. Johann Richter, FPÖ

Dazu FPÖ-Wirtschaftssprecher Johann Richter: „Wer die jüngste Geschichte rund um die massiven Malversationen und die Pleite der Stadtgemeinde Neusiedl am See und ihre Freizeitgesellschaft kennt, den wundert beim Namen Kurt Lentsch so schnell nichts mehr. Dass der Herr Bürgermeister mitsamt seinem ehemaligen Amtsleiter, der rund um den finanziellen ´Bauchfleck´ der Stadt eine nicht minder unrühmliche Rolle spielte, nun aber sogar auf Papieren mit Bezug zu schwerst bedenklichen, absolut unmoralischen und verwerflichen Konstruktionen an der Grenze zur Steuerhinterziehung auftaucht, ist für mich aber nochmals eine andere Dimension. Fakt ist, dass Kurt Lentsch als Steuerberater den beruflichen Auftrag hat, die Abgabenbelastung seiner Klienten zu minimieren. Wie weit er dabei zu gehen bereit ist, unterliegt in letzter Konsequenz nur seinem eigenen moralischen Kodex. Und damit scheint es wahrlich nicht zum Besten zu stehen!“.

Höchst amüsiert findet Richter Lentsch´ geradezu peinlich anmutende Entschuldigung, dass ein vorgefertigter Faksimile-Stempel zur Unterschriftsleistung verwendet worden wäre. „Abgesehen davon, dass ein solcher Stempel die rechtliche Qualität der getroffenen Unterschrift untergräbt und die Ausstellung einer derartigen Blankounterschrift für einen Bürgermeister und Steuerberater per se ein absolutes No-go darstellen sollte, wird durch diese Ausrede in keinster Weise erklärt, was ein höchst delikates Panama-Papier überhaupt in der Kanzlei des Neusiedler Bürgermeisters zu suchen hat. Mit nur ein wenig logischer Schlussfolgerung lässt sich allerdings – entgegen Lentsch´ billiger Ausrede – leicht rekonstruieren, was mit hoher Wahrscheinlichkeit geschehen ist: Kurt Lentsch war als Steuerberater oder auch als Politiker in rechtlich grenzwertige Panama-Deals verstrickt! Er hatte das Knowhow, er hatte die Möglichkeit und und er hatte das Motiv. Und keine wie auch immer geartete moralische Schranke vermochte Kurt Lentsch von derartigen Geschäften abhalten. Mich würde nicht wundern, wenn Lentsch &Co sogar noch viel tiefer in die Panama-Connection verstrickt wären, und ich bin sehr gespannt, ob diesbezüglich noch weitere Unterlagen ans Tageslicht kommen“, so Richter.

„Der verstorbene Klubobmann Gerhard Kovasits hat schon 2015 völlig richtigerweise den sofortigen Rücktritt von Kurt Lentsch als Bürgermeister der Stadtgemeinde Neusiedl am See gefordert, weil er nachweislich nicht willens oder fähig ist, ein ´normales´ wirtschaftliches Gebaren an den Tag zu legen. Völlig gleichgültig, ob es sich dabei um sein privates Vermögen, jenes seiner Klienten oder das der Stadtgemeinde handelt. Fragte man jetzt noch, in wessen Namen Lentsch in Panama aktiv war, würde man wohl mit hoher Wahrscheinlichkeit auf weitere ÖVP-Granden aus Neusiedl stoßen. Um es kurz zu sagen: Die ÖVP Neusiedl am See ist ein ganz besonderes Biotop von Menschen, die jenseits jeder Moral und zumindest in unbehaglicher Nähe zu den Grenzen des rechtlich Zulässigen agieren und ganz offensichtlich auch nicht geneigt sind, von diesem Verhalten Abstand zu nehmen. Ich hoffe im Sinne Neusiedls und seiner Einwohner, dass der ÖVP und ihren Machenschaften bei den kommenden Gemeinderatswahlen eine klare und unmissverständliche Absage erteilt wird!“, schloss der FPÖ-Wirtschaftssprecher.

 

 

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