Sozialistische Jugend Burgenland bei Gedenkveranstaltung im ehemaligen KZ Mauthausen

Eisenstadt, 8. 5. 2017 –

SJ-Czech: „Der Faschismus hebt wieder sein Haupt. Schauen wir nicht weg!“

20 AktivistInnen der Sozialistischen Jugend Burgenland nahmen gestern an den Gedenk- und Befreiungsfeiern im ehemaligen KZ Mauthausen teil. „Heute gedenken wir den vielen Opfern des Nazi-Terrorregiems und erinnern an all jene, die im Widerstand ihr Leben ließen!“, so Silvia Czech, Vorsitzende der Sozialistischen Jugend Burgenland.
„Erinnern ist auch immer ein Appell an die Gegenwart“, meint Czech weiter und ergänzt: „Wenn wir heute sehen, dass Menschen auf Grund ihrer Herkunft, ihrer Religion oder sozialen Klasse wegen ausgeschlossen, diskriminiert, bedroht und verfolgt werden, müssen wir aufstehen und Nein sagen!“

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„Seit dem letzten Jahr zog Trump ins Weiße Haus ein und Norbert Hofer schaffte fast die 50% bei der Bundespräsidentenwahl in Österreich“, blickt Czech auf aktuelle Entwicklungen. „Der Grad an Endsolidarisierung und menschenfeindlicher Politik hat Ausmaße erreicht, bei welchen es notwendig wird, den Vergleich mit faschistischen Systemen nicht zu scheuen, um der Warnung Nachdruck zu verleihen!“, erklärt Czech. Wie wichtig dies auch hierzulande ist, zeigt der extreme Anstieg an rechtsextremen und fremdenfeindlichen Übergriffen. „Den Worten sind Taten gefolgt“, so Czech.

Sie fordert daher Sofortmaßnahmen, wie die Wiedereinführung des Rechtsextremismusberichtes, um sich einen Überblick über die Aktivitäten im rechtsextremen Milieu zu verschaffen. Darüber hinaus muss aber auch der Endsolidarisierung Einhalt geboten werden: „Einschränkungen im Versammlungsrecht und die Kriminalisierung von Geflüchteten treiben den Rechtsruck voran. Dem müssen wir mit linken, antifaschistischen Perspektiven antworten“, meint Czech. Eine offensive Sozial- und Wirtschaftspolitik sowie der längst überfällige Bruch mit der europäischen Austeritätspolitik sind dafür notwendig. „Vieles davon lässt sich auf staatlicher Ebene umsetzen. Um aber der global herrschenden Politik im Interesse der Reichen eine Absage zu erteilen, muss sich die Linke weltweit vernetzen und eng zusammen arbeiten. Hoch die Internationale Solidarität!“, so Czech abschließend.

 

 

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