SJ fordert 30 Stunden Arbeitswoche

Mattersburg, 2. 5. 2017 –

SJ-Czech: „Wir haben ein Recht auf eine 30-Stunden Woche!“

Sozialistische Jugend fordert zum 1. Mai Arbeitszeitverkürzung – ArbeiterInnen müssen von Produktivitätszuwächsen profitieren!

„ArbeiterInnen haben die Produktionszuwächse der letzten Jahre ermöglicht, die Profite landeten aber in den Taschen von Wenigen“, kritisierte Silvia Czech, Vorsitzende der Sozialistischen Jugend Burgenland, gestern am Tag der Arbeit. Gerade niedrige Löhne stagnieren oder sinken sogar, gleichzeitig bleibt die Arbeitslosigkeit hoch. „Aktuell führt der sinkende Bedarf an Arbeitszeit zu Arbeits- und Perspektivenlosigkeit. Dabei muss diese Entwicklung keineswegs negativ sein! Denn weniger Arbeitszeit kann auch mehr Zeit für uns bedeuten. Deshalb braucht es eine Arbeitszeitverkürzung, die die benötigte Arbeitszeit gerecht verteilt“, fordert Czech.

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Silvia Czech, Vorsitzende der SJ Burgenland, sieht nicht nur die Grundlagen, sondern auch die Notwendigkeit für eine Arbeitszeitverkürzung gegeben. „Die fortschreitende Digitalisierung und Automatisierung gefährdet Arbeitsplätze in vielen Bereichen“, so Czech und verweist auf eine aktuelle Befragung durch SORA und Volkshilfe, in der 80% der Befragten Arbeitsplatzverluste befürchten, 29% sogar um ihren eigenen bangen. „Mit einer Wertschöpfungsabgabe kann das Sozialsystem erhalten werden, mit einer Arbeitszeitverkürzung können wir alle von der Digitalisierung profitieren“, so Czech.

Denn für die Vorsitzende der SJ Burgenland bringt die Arbeitszeitverkürzung viele Vorteile: neben einer Reduktion der Arbeitslosigkeit auch mehr Lebensqualität für ArbeiterInnen, weniger psychische und physische Belastung und damit eine Entlastung des Gesundheitssystems sowie Zeit für Familie, Bildung und ehrenamtliches Engagement. Eine Absage erteilt sie hingegen der geplanten Arbeitszeitflexiblisierung: „Hier kommen die Interessen der ArbeiterInnen unter die Räder wachsender Ausbeutung!“ Außerdem ist Arbeitszeit in Österreich bereits recht flexibel, die Forderung nach weiterer Flexibilisierung daher absolut überzogen. Hingegen zeigt ein Blick auf die Geschichte, dass Arbeitszeitverkürzung sich auch für UnternehmerInnen positiv auswirken kann, steigt damit doch die Konzentration am Arbeitsplatz und damit die Produktivität.

„Unter dem Label der Alternativlosigkeit werden weltweit ArbeiterInnenrechte abgebaut. Gerade rund um den 1. Mai ist es deshalb notwendig auf die Gestaltungskraft der ArbeiterInnenklasse aufmerksam zu machen und gemeinsam für ein System zu kämpfen, das nicht nur dem Profit von Wenigen, sondern uns allen dient!“, so Czech abschließend.

 

 

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