Frost: Entschädigungszahlungen für 2016 sind voll im Laufen

Eisenstadt, 21. 4. 2017 –

spö

LR Verena Dunst, SPÖ

In Summe 15 Millionen Euro für geschädigte KulturenHunderte bereits entschädigte ObstproduzentInnen und weitere 847 Winzerinnen, die einen Antrag auf Frostentschädigung für das Jahr 2016 gestellt haben und aktuell bei der Linderung ihrer erlittenen Frostschäden unterstützt werde – das ist die Bilanz eines intensiven „Frostentschädigungsmarathons“, den das Land Burgenland in Co-Finanzierung mit dem Bund nun weitgehend abgeschlossen hat. „Mit in Summe über elf Millionen an direkten Entschädigungszahlungen und rund vier Millionen Bezuschussung der Ernteversicherung der Agrarproduzentinnen und -Produzenten haben wir die größte landwirtschaftliche Unterstützung in der Geschichte des Burgenlands realisiert“, resümiert Agrarlandesrätin Verena Dunst.

„Es klingt ein wenig paradox, aber mehr oder weniger mit Auftritt der nächsten potentiellen Frostbedrohung im heurigen Jahr wurden die Entschädigungsbeträge hinsichtlich der Schäden in den Weinbaukulturen aus dem Vorjahr zur Anweisung gebracht“, so LRin Dunst einleitend.

Die Obstbetriebe seien schon im Jänner diesen Jahres entschädigt worden – so Dunst. Im Weinbau waren dies 847 Betriebe, die um eine Entschädigung angesucht haben. „In Summe sind im Wein- und Obstbereich nur für das Burgenland rund 12 Millionen Euro an Geldern für diese einmalige Hilfsmaßnahme geflossen – dies zu je 50 % aus Bundes- und Landesmitteln.Es galt also mit großer Umsicht und Genauigkeit zu arbeiten, um diese Steuergelder der Allgemeinheit wirklich dort anzubringen, wo sie gebraucht werden. Vor allem kleine Betriebe waren in ihrer Existenz gefährdet. In Summe nimmt das Land im heurigen Jahr somit EUR 15.000.000,00 in die Hand, denn EUR 3.700.000,00 beträgt darüber hinaus die Bezuschussung der Versicherungsprämien (Anmerkung: 25 % durch das Land / 25 % durch den Bund) für eine umfassende Ernteversicherung der AgrarproduzentInnen und Winzerinnen“, betont Agrarlandesrätin noch einmal die Höhe der getätigten Leistungen für die burgenländische Landwirtschaft.

Größtes Hilfspaket aller Zeiten als einmalige Existenzsicherungsunterstützung

Es sei dies das größte Konjunkturpaket für die Landwirtschaft in der Geschichte des Burgenlands – so Dunst. „Eines muss allerdings jedem klar sein“, meint LRin Verena Dunst. „Es war dies eine einmalige Hilfsaktion! Wer sich bis dato noch immer nicht gegen die klimatischen Risiken in unserer Region versichert hat, dem kann aus öffentlichen Geldern heuer und auch in den kommenden Jahren für versicherbare Risiken an landwirtschaftlichen Kulturen nicht mehr aus dem Geld der Allgemeinheit geholfen werden“, betont LRin einmal mehr die Notwendigkeit und Wichtigkeit der umfassenden Ernteversicherung.

Erste Spätfrostnacht 2017 – Schäden geringer als im Vorjahr

Die Bgld. Obstproduktion und Winzerei stand in der vergangenen Woche zu zweiten Mal in nicht einmal einem Jahr vor der Bedrohung ihrer Kulturen aufgrund von Spätfrost. Räuchern durch Stroh, Kerzen und Bewässerungsanlagen, ja sogar Folierungen der Reben wurde angewandt, um Schäden durch den Spätfrost abzuwenden. „Gleich wie die LandwirtInnen hat auch das Land Burgenland und die Gemeinden hier schnell reagiert. Es wurde bei mehreren Terminen festgelegt, wie mit den bevorstehenden Rettungsaktionen wie Räuchern umgegehen werden soll. Die Behörden haben ganze Arbeit geleistet! Es gab weder großräumige Verkehrbehindungeren noch kam es zu Unfällen im Bereich der Räucher-Hot Spots, die vor allem im Bezirk Neusiedl am See lagen. Mein Dank gilt dabei allen Beteiligten, die am Gelingen dieser fast das ganze Burgenland betreffenden Aktion mitgewirkt haben. Welche Erfolge die Forstbekämpfung letztendlich eingebracht hat, kann man zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschließend beurteilen. Es sieht allerdings nach vielen Gesprächen mit Winzern und Obstproduzenten so aus, dass der ganz große Schaden, wie im Jahr 2016, vorerst abgewendet werden konnte, Schäden in Millionenhöhe werden aber auch heuer das Ergebnis dieser ersten Spätfrostnach 2017 sein. Es gilt ganz genau die Wetterlage in den kommenden Wochen, zumindest bis zu den „Eisheiligen“ im Mai zu beobachten, denn aufgrund der immer früheren Vegetation und Blüte sind weitere Schäden aus heutiger Sicht noch nicht auszuschließen“, so Agrarlandesrätin Verena Dunst abschließend.

 

 

Share Button

Schreibe einen Kommentar