Die Heimkehr der Nase in die Leitha

Bruckneudorf, 19. 4. 2017 –

Schutz der Artenvielfalt: Sportfischereiverein Bruckneudorf setzt 5.000 Nasen in der Leitha frei, Agrarlandesrätin Verena Dunst unterstützt die Aktion finanziell

Die Fischart Nase war einst in der Leitha massenhaft vertreten und galt daher als Leitart des Grenzflusses. Die Nasen-Bestände sind in den letzten Jahren durch Flussverbauungen jedoch stark gesunken. Um die Artenvielfalt zu erhalten, werden vom Sportfischereiverein Bruckneudorf 5.000 kleine Nasen im burgenländisch-niederösterreichischen Grenzfluss ausgesetzt. Agrarlandesrätin Verena Dunst begrüßt das Engagement der Fischer. „Die Fischer im Burgenland leisten einen wertvollen Beitrag für den Erhalt und die Pflege unserer Gewässer, wofür ich mich herzlich bedanken möchte. Ich werde künftig besonderes Augenmerk auf die Anliegen der Fischerei legen, denn meine Vorgänger haben diesen wichtigen Bereich über Jahrzehnte vernachlässigt“, so Dunst, die den Nasen-Besatz finanziell unterstützt. Ebenfalls gefördert wird die „Heimholaktion“ der Nasen von den Bürgermeistern Gerhard Dreiszker aus Bruckneudorf und Richard Hemmer aus Bruck an der Leitha: „Kein Fisch macht an der Landesgrenze in der Flussmitte halt. Natürlich leisten wir gerne diesen Beitrag zur Rückkehr der Nase an unsere Leitha, um den Erhalt der intakten Artenvielfalt unter der Wasseroberfläche zu unterstützen.“

Der Grenzfluss Leitha sei ein wichtiger und schützenswerter Teil des Burgenlandes und kostbarer Natur- und Erholungsraum, den es für künftige Generationen zu bewahren gelte, so Dunst. In unzähligen Stunden am Wasser seien die Angler als „Hüter der Gewässer“ die Ersten und oft auch Einzigen, „die Probleme und Fehlentwicklungen rund um diesen Lebensraum wahrnehmen“.

Der Frühjahrsbesatz der Leitha mit Nasen ist keine einseitige Maßnahme des Bruckneudorfer Sportfischereivereins. Auch der Arbeiter-Fischerei-Verein hat im Rahmen dieser koordinierten Besatzaktion entlang der von ihm bewirtschafteten Gewässerstrecke am niederösterreichischen Leithaufer und flussabwärts bis Gattendorf 5.000 Nasensetzlinge eingebracht. Zum Aufbau einer intakten Alterspyramide sollen in den nächsten Jahren weitere Besatzaktionen mit Jungfischen folgen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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