Darabos: Schwere Vorwürfe gegen KRAGES GF Schnedl

Eisenstadt, 19. 4. 2017 –

Darabos: „Ich habe auf Basis der Expertenempfehlung gehandelt“

83 Prozent der BurgenländerInnen sind mit der Gesundheitsversorgung sehr zufrieden bzw. zufrieden. Darabos möchte, dass dies auch in Hinkunft so bleibt.

Gesundheitslandesrat Mag. Norbert Darabos stellte heute anlässlich einer Pressekonferenz klar, dass die Abberufung des KRAGES Geschäftsführers René Martin Schnedl auf Basis der Empfehlung  von drei Experten (Dr. Alexander Sporn, LL.M. – Rechtsanwalt, Mag Johannes Wutzlhofer, LL.M. – Rechtsanwalt, Mag Richard Kohlhauser – Wirtschaftsprüfer und Steuerberater) entschieden worden sei. Die Landesregierung hat auf Basis dieser Empfehlung einen einstimmigen Beschluss zur Abberufung des Geschäftsführers gefasst. Anlässlich der Eingliederung des Unternehmens in die Landesholding Burgenland führt das Land auf Basis eines Regierungsbeschlusses eine Gebarungsprüfung (Fachbegriff: Due Diligence) durch. Bei dieser Prüfung waren grobe Verfehlungen des Geschäftsführers zu Tage getreten.

„Ziel des raschen Handeln war es, Schaden vom Unternehmen fern zu halten“, konstatiert Gesundheitslandesrat Darabos, der betont, dass ihm das größte Anliegen sei, dass die Menschen auch weiterhin mit der Gesundheitsversorgung im Burgenland zufrieden seien. Bei einer kürzlich in Auftrag gegebenen Umfrage waren 83 Prozent der befragten BurgenländerInnen mit der Gesundheitsversorgung sehr zufrieden bzw. zufrieden. Das Burgenland macht eine Gesundheitspolitik, die sich an den Menschen orientiert. Die Gesundheit und die Lebensqualität aller Burgenländerinnen und Burgenländer stehen für mich an erster Stelle, sagt Darabos, der betont, dass das Burgenland über fünf wohnortnahe Krankenhäuser verfüge – und für alle fünf gebe es eine Standortgarantie, keines dürfe mutwillig schlechter gestellt werden.

Insgesamt sind während der noch andauernden Prüfung vier Entlassungsgründe zu Tage getreten, die in ihrer Fülle den Ausschlag zur sofortigen Abberufung gegeben haben:

1.        Der Geschäftsführer hat sich selbst mehrfach Gelder ausbezahlt – Auszahlungen, die weder durch seinen Dienstvertrag noch durch sonstige Vereinbarungen mit dem Eigentümer gedeckt waren.
2.        Die Anwesenheiten des Geschäftsführers, seine Urlaubsaufstellungen und Krankenstandszeiten sind auffällig. Die Zeitaufzeichnungen der Geschäftsführung sind mangelhaft bis nicht vorhanden.
3.        Im Zuge der Prüfung wurde die Existenz von Verträgen festgestellt, die nicht erklärbar sind und zum Nachteil der Gesellschaft abgeschlossen wurden:
– Dienstvertrag mit Dr. Duran – kein Vorgänger in dieser Position verfügt über einen derartigen Dienstvertrag mit Dienstauto, dieser Bezugshöhe sowie einem Kündigungsverzicht seitens des Unternehmens.
– Bei der Befundung von Magnetresonanz-Untersuchungen hat der Geschäftsführer ohne Vergabeverfahren eine Vereinbarung mit einem externen Arzt abgeschlossen, obwohl eine günstigere in-house Lösung möglich gewesen wäre.
4.        Der mittlerweile entlassene Geschäftsführer hat die Einschau durch die Prüfer zu vereiteln versucht. Er hat die Prüfung nachweislich  behindern wollen, indem er Mitarbeitern verboten hat, Unterlagen vorzulegen. Dem Land, dem 100-Prozent-Eigentümer der KRAGES, obliegt jedoch ein uneingeschränktes Einsichtsrecht.

Außerdem hat der Geschäftsführer zwei mit ihm avisierte Gesprächstermine, die zur Aufklärung der Situation beitragen hätten sollen, schlicht verweigert und einen zuletzt für den 3. April 2017 vereinbarten Gesprächstermin kurzfristig abgesagt. Es gab also mehrere Terminangebote, die allesamt entweder ausgeschlagen oder kurzfristig abgesagt wurden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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