Zwischenfazit „Landwirtschaft hat Zukunft“

Eisenstadt, 13. 4. 2017 –

Bisherige Workshops ein voller Erfolg

Zukunftsträchtige Projekte der burgenländischen AgrarproduzentInnen

Nach mittlerweile vier Workshops zur Neuausrichtung der burgenländischen Landwirtschaft lässt sich eines mit Sicherheit sagen: „Landwirtschaft hat Zukunft!“ Es gelte laut Agrarlandesrätin Verena Dunst neue Marktchance zu erarbeiten und dadurch die burgenländische Landwirtschaft nachhaltig zu stärken.

Die Herausforderungen im Agrarbereich stellen unsere BäuerInnen ebenso wie die ProduzentInnen landwirtschaftlicher Produkte vor immense Herausforderungen. Der globale Wettbewerb zu teilweise unfairen Bedingungen (Stichwort Massentierhaltung), ruinöse Preise und die in Österreich immer noch vorherrschenden sehr traditionellen Strukturen in der Vermarktung bilden Rahmenbedingungen, lassen auf den ersten Blick nur wenig Spielraum.
„Umso erfreulicher ist es, wenn die burgenländischen LandwirtInnen und agrarischen ProduzentInnen mit neuen, kreativen Ideen vorzeigen, wie man heute nachhaltige und erfolgreiche Landwirtschaft betreibt“, so Agrarlandesrätin Verena Dunst.

Gesunde Ernährung ist einer dieser ebenso sinnvollen wie einkommensschaffenden Bereiche. „Wir sind, was wir essen“, so LRin Verena Dunst. „Umso wichtiger ist es, dass die burgenländischen Betriebe hier ihre Chancen erkennen, die sich gerade auf den nahen absatzstarken Märkten in den Großräumen Wien und Graz ergeben.“

Neben gesunden Lebensmitteln, wie etwa dem verstärkten Anbau von Stevia als gesunder Zuckeralternative gibt es auch Ideen für die Nutzung hochqualitativer burgenländischer Pflanzen für Edelstoffe in der Nahrungsmittel-, kosmetischen und pharmazeutischen Industrie (Stichwort: Hanf). Diese Bereiche bieten aufgrund der hohen Wertschöpfung ganz andere Einkommensmöglichkeiten als der traditionelle Verkauf von Rohprodukten. „Hier ist die Entwicklung noch lange nicht abgeschlossen und ich denke, dass burgenländische ProduzentInnen hier mindestens so viel zu bieten haben wie LieferantInnen aus anderen Teilen der Welt“, ist LRin Dunst überzeugt.

Aus den bisherigen Workshops ist auch ein
deutlicher Trend zu verstärkten gemeinsamen Aktivitäten der LandwirtInnen und ProduzentInnen ablesbar. Das beinhaltet etwa gemeinsame Kühl- und Verarbeitungsräume in den Dörfern. Damit soll sichergestellt werden, dass moderne, den heutigen Anforderungen entsprechende Einrichtungen in den Dörfern zur Verfügung stehen, die sich einzelne nie leisten könnten. In ähnlicher Weise soll Kooperation in Vermarktungsgruppen ein gleichmäßiges Angebot sicherstellen. KonsumentInnen ebenso wie GroßabnehmerInnen in Gastronomie und Hotellerie erwarten sich ein regelmäßig verfügbares Angebot ohne lange Wege. D.h. Direktvermarktung muss, wenn sie erfolgreich sein will, in einer Form organisiert werden, die diesen Bedürfnissen gerecht wird.

Landesrätin Verena Dunst: „Wir sehen außerhalb des Lebensmittelbereichs, wie deutlich sich die Verkaufsformen und –Gewohnheiten in den letzten zehn Jahren verändert haben. Das bietet auch für die Landwirtschaft neue Chancen. Wir arbeiten bereits daran, wie wir diese Trends für uns nutzen können, denn: Landwirtschaft hat Zukunft!“

 

 

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