Neues von der KRAGES

Eisenstadt, 12. 4. 2017 –

KRAGES: Land musste einschreiten, um Schwächung des Krankenhauses Eisenstadt zu verhindern

SPÖ-Bezirksvertreter von Eisenstadt, Mattersburg, Neusiedl: „Versorgungssicherheit der Bevölkerung hat oberste Priorität!“

„Die Politik darf nicht zuschauen, wenn die medizinische Versorgungssicherheit der Menschen im Nordburgenland gefährdet wird. Das Land musste einschreiten, um eine nachhaltige Schwächung des Eisenstädter Krankenhauses zu verhindern“, melden sich SPÖ-Vertreter der Bezirke Eisenstadt, Mattersburg und Neusiedl – Klubobmann Robert Hergovich, Landtagspräsident Christian Illedits und Landtagsabgeordnete Edith Sack – heute in der KRAGES-Debatte zu Wort. Der abberufene KRAGES-Geschäftsführer habe hinter dem Rücken der Politik einen neuen Strukturplan Gesundheit vorbereitet, der tiefe Einschnitte im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder mit sich gebracht hätte. „Es wäre vom zuständigen Gesundheitslandesrat fahrlässig gewesen, wenn er die Schließung wichtiger Abteilungen und die Einsparung von Intensivbetten zugelassen hätte“, so Hergovich, Illedits und Sack. Die von Landesrat Darabos eingeschlagene Vorgangsweise sei daher gesundheitspolitisch ohne Vorbehalte zu unterstützen.

Im Zuge der Erstellung des Erstentwurfs eines neuen Regionalen Strukturplans Gesundheit habe der frühere KRAGES-Geschäftsführer sowohl die Schließung der HNO-Abteilung als auch der Herzkatheder-Station im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder betrieben. „Das Land und die Führung des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder haben von Anfang an alles getan, damit diese falsche Grundsatzentscheidung korrigiert wird. Auch für mich als politischer Vertreter des Bezirks Eisenstadt war klar, dass derartige Überlegungen mit aller Vehemenz verhindert werden müssen“, bestätigt Hergovich entsprechende Aussagen.

Auch die Tatsache, dass im KH Eisenstadt statt 12 nur 8 Intensivbetten zur Verfügung stehen, sei für die Gesundheitspolitik des Landes nicht hinnehmbar. „Wir bekennen uns zum Grundsatz, dass die Akut- und Basisversorgung in einem Bundesland vollständig abgedeckt sein muss. Gerade in der Notfallmedizin sind kurze Wege das wichtigste Gebot. Dass Patienten abgewiesen oder quer durch die Ostregion geschickt werden müssen, kann nicht toleriert werden“, betonen die SPÖ-Vertreter Illedits, Hergovich und Sack: „Die Menschen im Burgenland müssen sich auch in Zukunft darauf verlassen können, dass wir über das beste Gesundheitsangebot mit den kürzest möglichen Transportwegen verfügen. Wer dieses Vertrauen auf das Spiel setzt, kann nicht unser Partner sein!“

Die Skandalisierungsversuche der ÖVP Burgenland seien auf das Schärfste zurück zu weisen. „Offenbar kümmert es VP-Obmann Steiner als Bürgermeister von Eisenstadt und die anderen nordburgenländischen ÖVP-Vertreter herzlich wenig, dass massive Kürzungen im Spital der Barmherzigen Brüder verhindert werden konnten. Die Patienten und das Personal im Krankenhaus werden sich ihren Reim darauf machen“, stellt Hergovich fest.

Der ÖVP sei parteipolitisches Kleingeld wichtiger als eine seriöse gesundheitspolitische Linie. Das zeige sich auch bei der rückwirkenden Auszahlung der Gehaltserhöhung für das Pflegepersonal in den KRAGES-Spitälern per 1. Jänner 2017: „Am 15. März wirft sich das VP-Duo Berlakovich-Fazekas in die Brust und behauptet, eine rasche Auszahlung ‚erreicht‘ zu haben – jetzt verteidigen Steiner und Co. die Weigerung des abberufenen KRAGES-Geschäftsführers, diese Gehaltserhöhung auszuzahlen. Scheinheiliger geht es kaum mehr!“

 

 

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