Auftakt zum VCÖ-Mobilitätspreis Burgenland 2017

VCÖ-Mobilitätspreis: Klimaverträgliche Mobilität im Fokus

Den Startschuss zum diesjährigen VCÖ-Mobilitätspreis Burgenland unter dem Motto „Klimaverträglich mobil“ gaben Landeshauptmann Hans Niessl, VCÖ-Geschäftsführer Willi Nowak und ÖBB-Postbus Regionalmanager Nikolaus Ott am Montag, 27. März 2017. Mit dem bereits zum 13. Mal vergebenen Preis werden besonders innovative Verkehrsprojekte ausgezeichnet. Heuer werden vorbildliche Projekte gesucht, die zu mehr klimaverträglicher Mobilität oder nachhaltigem Gütertransport beitragen. Die Einreichfrist endet am 9. Juni 2017, die Auszeichnung findet im September statt.

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VCÖ-Geschäftsführer Willi Nowak, Landeshauptmann Hans Niessl und ÖBB-Postbus Regionalmanager Nikolaus Ott

„Das Land Burgenland setzt seit vielen Jahren auf umweltfreundliche Mobilität und investiert kräftig in den Ausbau des Öffentlichen Verkehrs. So fließen jährlich rund 17 Mio. Euro in diesen Bereich, und im Rahmen der größten Bahnhofsoffensive wurden mit den Bahnbetreibern die Bahnhöfe Bruckneudorf, Mattersburg, Neusiedl am See, Wulkaprodersdorf und Baumgarten mit knapp 60 Mio. Euro auf den neuesten Stand gebracht und so Bahnfahren noch attraktiver gemacht“, erklärte Niessl. „Im Hinblick auf die Erreichung des Ziels ‚Mobilität für alle BurgenländerInnen‘ fördert das Land auch Micro-ÖV-Systeme und E-Mobilität, damit leisten wir einen nicht unwesentlichen Beitrag zum Klimaschutz“.  

Im UN-Klimaabkommen von Paris wurde der weltweite Ausstieg aus fossilen Energieträgern bis 2050 beschlossen. Nur damit könne die globale Erderwärmung unter 2 Grad Celsius gehalten werden. „Rund 90 Prozent der vom Verkehr benötigten Energie kommen derzeit aus Erdöl. Ein erdölfreies Verkehrssystem ist bis zum Jahr 2050 erreichbar, aber nur, wenn wir schon heute Schritte in diese Richtung setzen“, stellte VCÖ-Geschäftsführer Nowak fest. Der Verkehr sei für fast die Hälfte der CO2-Emissionen des Burgenlands verantwortlich und damit der größte CO2-Emittent, die verkehrsbedingten CO2-Emissionen hätten seit 1990 um zwei Drittel zugenommen, erklärte Nowak. Dass das Potential für Einsparungen dabei sehr hoch ist, zeige der Umstand, dass 10 % aller Autofahrten für Alltagserledigungen kürzer als 1,5 km, 20 % kürzer als 5 km seien – „das sind klassische Geh- bzw. Radfahrdistanzen“, so Nowak.

Um den Klimazielen näher zu kommen, seien beim diesjährigen VCÖ-Mobilitätspreis Burgenland deshalb Projekte und Ideen für eine klimaverträgliche Mobilität und einen nachhaltigen Gütertransport gesucht. Das können Betriebe sein, die die Anfahrt der Beschäftigten mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad fördern, Gemeinden, die in ihrer Verkehrsplanung die Bedingungen für das Gehen und Radfahren im Alltag verbessern, oder Schulen, die mit Projekten Kinder dazu animieren, zu Fuß, mit dem Rad oder den Öffentlichen Verkehrsmitteln zur Schule kommen. Aufgerufen zur Teilnahme sind auch Start-Ups. Gerade die Digitalisierung könne auch zu einem Antrieb für klimafreundliche Mobilität werden, beispielsweise mit Apps, die die Benützung der Öffentlichen Verkehrsmittel oder Car-Sharing erleichtern.

Die Einreichfrist endet am 9. Juni 2017, das beste Projekt wird im September ausgezeichnet. Alle Projekte und Konzepte, die beim VCÖ-Mobilitätspreis Burgenland eingereicht werden, haben zusätzlich die Chance, auch österreichweit ausgezeichnet zu werden.

„Ich danke dem VCÖ und den ÖBB, dass wir auch heuer den VCÖ-Mobilitätspreis in bereits guter Tradition durchführen können und würde mich freuen, wenn es auch in diesem Jahr wieder viele Einreichungen gibt“, so Niessl abschließend.

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