Lenzing baut Kapazität in Heiligenkreuz aus

Heiligenkreuz, 21. 3. 2017 –

70 Mio. Euro in die Erweiterung der Produktion investiert, 25 neuen Arbeitsplätze / LH Niessl: „Wichtige Investition die den Wirtschaftsstandort Südburgenland nachhaltig stärkt“

Lenzing baut die Kapazitäten zur Produktion der Spezialfaser TENCEL® Premium-Faser Werk in Heiligenkreuz um 25.000 Tonnen weiter aus. Rund 70 Millionen Euro werden dafür investiert. Der Startschuss zum Ausbau fiel heute, Dienstag, mit einem Spatenstich von Landeshauptmann Hans Niessl, Wirtschaftslandesrat MMag. Alexander Petschnig, Lenzing-Vorstandvorsitzender Stefan Doboczky sowie den Geschäftsführern von Lenzing Fibers, Heiligenkreuz, Bernd Zauner und Dieter Eichinger. Durch den Ausbau der Produktion werden 25 neue Jobs geschaffen. Derzeit beschäftigt Lenzing Heiligenkreuz 230 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

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Lenzing Fibers GF Dieter Eichinger, LAbg. Wolfgang Spitzmüller, Wirtschaftslandesrat MMag. Alexander Petschnig, Lenzing-Vorstandsvorsitzender Stefan Doboczky, Landeshauptmann Hans Niessl, Lenzing Fibers GF Bernd Zauner und LAbg. Bernhard Hirczy

Landeshauptmann Hans Niessl erinnerte daran, dass der Bau des Werks nicht unumstritten gewesen sei. „Es war aber die richtige Entscheidung. Wir haben mit dem Werk einen wichtigen Impuls in einer strukturschwachen Region gesetzt. Das Lenzing-Werk in Heiligenkreuz hat sich durch kluge Entscheidungen der Konzernspitze und Dank seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu einem Leitbetrieb entwickelt.“ Einer Studie der UNI Linz zeige, dass der Leitbetrieb, der derzeit rund 230 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beschäftigt, zusätzlich 940 Arbeitsplätze in der Region geschaffen habe, so Geschäftsführer Zauner. „Darüber hinaus wird eine jährliche Wertschöpfung von 100 Millionen Euro generiert.“ Die Wirtschaft brauche Investitionen um Jobs zu schaffen, betont Niessl, auch mit Blick auf den Bau der S7. „Wir stehen zur Industrie und zu einem weiteren Ausbau der Infrastruktur“, so der Landeshauptmann.

Wirtschaftslandesrat Petschnig sieht die strategische Bedeutung des Standortes Heiligenkreuz gestiegen: „Lenzing ist einer der größten und renommiertesten Konzerne in Österreich. 70 Millionen Euro sind für Lenzing, die Region und für das Burgenland eine große Investition. Heiligenkreuz hat im konzerninternen Standortwettbewerb obsiegt und wird noch einmal aufgewertet.“

Mit dem Ausbau der Produktion reagiere man „auf die weltweite Nachfrage nach den neuartigen TENCEL® Premium-Fasern wie die Refibra™ Faser, in der Zuschnitte aus der Produktion von Baumwollbekleidung und aus Holz als Rohstoff vereint werden“, so Lenzing-Vorstand Doboczky. Diese Faser leiste einen viel beachteten Beitrag zur Kreislaufwirtschaft in der Modebranche.
Die Investition bringt zusätzliche Kapazitäten von jährlich 25.000 Tonnen an Fasern. Diese würden den Kunden ab Ende des ersten Quartals 2018 zur Verfügung stehen, so Zauner: „Wir sind in Heiligenkreuz vor 20 Jahren mit der Produktion von Lyocellfasern gestartet und haben den Standort zu einem der größten industriellen Arbeitgeber im Südburgenland ausgebaut. Die Investition ist ein weiterer Meilenstein in dieser Erfolgsgeschichte.“

In den 20 Jahren des Bestehens des Werkes wurden fast 700.000 Tonnen Fasern aus Heiligenkreuz abgesetzt und in alle Welt exportiert.


GRÜNE für „Arbeitsplätze und Klimaschutz“

Lenzing baut Holzfaserproduktion aus

Die GRÜNEN begrüßen den Ausbau des Lenzing-Standortes Heiligenkreuz im Südburgenland. Die Lenzing AG fertigt hier Textilfasern aus Holz, die dann in verschiedensten Bereichen Anwendung finden. Holz ist ein nachwachsender und regionaler Rohstoff, der in Heiligenkreuz möglichst umweltschonend zu hochwertigen Fasern verarbeitet wird.

„Die Lenzing AG sichert damit in einer strukturschwachen Region Arbeitsplätze und beweist, dass ökologische und klimaschonende Produktion Zukunft hat“, zeigt sich LAbg. Wolfgang Spitzmüller erfreut. „Weg vom Erdöl, hin zu nachwachsenden Rohstoffen und klimaschonenden Produktionen, das ist die Devise. Wie modern und zukunftsweisend das ist, zeigt sich hier im Südburgenland auf vorbildliche Weise.“

 

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