17. 3. 2017 – Politikerranking – Top Medienpräsenz vom 10. – 16. 3. 2017

Mattersburg, 17. 3. 2017 –

Die aktuellen Daten zeigen, wer die mediale Bühne von 10.03.2017 bis 16.03.2017 am stärksten nutzen konnte, wer zurückgefallen ist und wer sich gegenüber letzter Woche neu positionieren konnte.

pr

Die stärkste Medienpräsenz verzeichnete vergangene Woche Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ).

Die Blockadehaltung Polens nach der Wiederwahl Donald Tusks zum EU-Ratspräsidenten bezeichnete der österreichische Regierungschef am Freitag als „Episode“. Er sehe „keinen Sinn, weder für Polen noch für den Rest, sich beleidigt in eine Ecke zurückzuziehen“. Er gehe davon aus, dass die Polen „wieder an den Verhandlungstisch zurückkommen“. Angesichts der Debatte über die Zukunft Europas verwies Kern darauf, dass die EU erstmals seit acht Jahren in allen Ländern ein Wirtschaftswachstum aufweise und Millionen neue Jobs entstanden seien. „Das müssen wir auch selbstbewusst zur Kenntnis nehmen und darauf aufsetzen.“

In einem „Österreich“-Interview am Sonntag übte der SPÖ-Vorsitzende Kritik an den ÖVP-Gewerkschaftern und ihren „Bedenken“ an der Bildungsreform. „Es wäre fahrlässig, das auf dem Rücken der Zukunft unserer Kinder auszutragen, um ein paar Bürokraten ihre Sessel zu sichern“, so Kern. Zudem forderte der Kanzler vom Koalitionspartner Respekt und „vernünftige Umgangsformen“ ein. Zuvor hatte Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP) heftige Kritik am „Zickzack-Kurs“ der SPÖ bei Auftrittsverboten für türkische Politiker geübt.

In einem ORF-Interview am Montag bekräftigte Kern, er wolle Wahlkampfauftritte türkischer Politiker in Österreich verhindern. Beim bevorstehenden Referendum gehe es „mehr oder weniger um die Abschaffung der Demokratie in der Türkei“. Nach den gewalttätigen Auseinandersetzungen von Rotterdam sei klar, dass solche Auftritte unterbunden werden müssen, so Kern.

Als Neueinsteiger der Woche positionierte sich FPÖ-Bundesrat Gerhard Dörfler auf Position drei im Ranking.

Der ehemalige Landeshauptmann und FPÖ-Bundesrat Gerhard Dörfler hat am Montag im Untreueprozess wegen dem Missbrauch von Landesmitteln am Landesgericht Klagenfurt ein umfassendes Geständnis abgelegt. Dörfler gab zu, im Zuge der Loibltunnel-Sanierung bei einer steirischen Baufirma angerufen und „ein Sponsoring“ verlangt zu haben. „Es tut mir sehr leid, dass ich das gemacht habe. Ich gestehe, ich habe damals, ohne es zu wissen, einen Fehler gemacht“, so Dörfler. Der ehemalige Landeshauptmann betonte abermals, von der Wahlbroschüre nur am Rande mitbekommen zu haben und damals keinen Konnex zur BZÖ-Wahlwerbung gesehen zu haben. Weil in dem Untreue-Verfahren mehrere Zeugen auch von Korruption bei Straßenbauprojekten berichtet hatten, wurde die Anklage gegen Dörfler am Donnerstag ausgeweitet. Dörfler – für den die Unschuldsvermutung gilt – legte daraufhin seine Funktion als FPÖ-Bundesrat zurück.

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