Landwirtschaft hat Zukunft!

Oberwart, 14. 3. 2017 –

Regionalwork in Oberwart und Oberpullendorf brachte viele neue Erkenntnisse und Ideen für die Landwirtschaft im Burgenland

Am heutigen Tag fand in Oberwart der 1. Regionalworkshop des neuen Leitprojektes „Zukunft Landwirtschaft“ statt. Landesrätin Verena Dunst diskutierte gemeinsam mit LandwirtInnen und ExpertInnen über neue, nachhaltig einkommenssichernde Wege für die burgenländische Landwirtschaft.

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„Landwirtschaft hat Zukunft, und wir werden sie gemeinsam erfolgreich gestalten!“ gab Landesrätin Verena Dunst zu Beginn das Motto für die heutige Veranstaltung vor. Die Herausforderungen im Agrarbereich, d.h. vor allem der globale Wettbewerb zu teilweise unfairen Bedingungen (Stichwort Massentierhaltung), ruinöse Preise und die in Österreich immer noch vorherrschenden sehr traditionellen Strukturen in der Vermarktung bilden Rahmenbedingungen, die wenig Spielraum lassen.

LRin Dunst: „Es gilt daher, sowohl neue Produkte als auch neue Betriebsformen und andere Vertriebswege zu entwickeln.“ Neue Produkte bedeutet, dass sich die burgenländischen LandwirtInnen vermehrt mit dem Anbau von traditionellen und gleichzeitig ‘trendigen‘ Sorten auseinandersetzen müssen. Für diese werden die Preise nicht auf Weltmärkten, sondern viel stärker regional bestimmt. Und die Großräume Wien und Graz bieten hier erstklassige Absatzchancen.

Unter dem Begriff neue Betriebsformen wird vor allem darauf Bezug genommen, dass der traditionelle Landwirt als Berufsbild immer weiter abnimmt, gleichzeitig aber viele Menschen an einer Tätigkeit in der Landwirtschaft interessiert sind. Das umfasst sowohl Menschen, für die eine Landwirtschaft ein Standbein neben anderen darstellt und geht bis hin zu städtischen AussteigerInnen. Damit es für diese Formen der Landwirtschaft eine echte Chance gibt, muss es zu Entlastungen in der Bürokratie und im ‘Förderdschungel‘ sowie einem verbesserten Beratungsangebot kommen. Darüber hinaus müssen aber neue Formen der horizontalen und vertikalen Zusammenarbeit geschaffen werden, d.h. kooperative regionale Zusammenschlüsse von LandwirtInnen oder aber auch neue Formen gemeinsamer Vermarktung.

Der letzte Schwerpunkt betrifft gezielt die Entwicklung zeitgemäßer Vertriebsformen, vom urbanen Gärtnern bis hin zu online-Angeboten samt Zustellung bis hin in die Zentren. „LRin Dunst: „Wir haben frisches Obst und Gemüse, aber auch Fleisch in erstklassiger Qualität anzubieten. Wir können diese Erzeugnisse auch weiter verarbeiten und gezielt Büros damit beliefern – als gesunde Alternative zu anderen Snacks. Und wir bedienen damit einen stark wachsenden Trendmarkt vor unserer Haustür, mit mehr als 2 Mio. potentieller KundInnen. Diese Chance dürfen und werden wir nicht ungenützt lassen.“

 

 

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