10. 3. 2017 – Politikerranking – Top Medienpräsenz vom 3. – 9. 3. 2017

Mattersburg, 10. 3. 2017 –

Die aktuellen Daten zeigen, wer die mediale Bühne von 03.03.2017 bis 09.03.2017 am stärksten nutzen konnte, wer zurückgefallen ist und wer sich gegenüber letzter Woche neu positionieren konnte.

Die stärkste Medienpräsenz verzeichnete vergangene Woche Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ).

Die höchsten Vertreter der Republik haben am Sonntagnachmittag der verstorbenen Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser (SPÖ) gedacht. Bundeskanzler Christian Kern würdigte Oberhausers „beinah unerschöpfliche Lebensenergie und fröhliche Art, die fast ansteckend war“. Er selbst habe deshalb nach einem Telefonat mit seiner Ministerin vor wenigen Wochen gedacht, „sie wird das wieder schaffen“. So groß nun die Trauer sei, „es ist wunderbar und schön gewesen, dich an unserer Seite zu haben“, bedankte sich der Kanzler. Bundespräsident Alexander Van der Bellen bezeichnete die Ministerin als Beispiel. „Sie hat enorm viel Kompetenz und Tatkraft gezeigt, und das Besondere war, dass sie das verbunden hat mit Humor und Selbstironie“.

Vor dem EU-Gipfel in Brüssel am Donnerstag hat die Ansage von Bundeskanzler Kern in der deutschen Tageszeitung „Die Welt“ für Diskussionen gesorgt, wonach die EU die Subventionen für jene Länder kürzen solle, die die Umverteilung der Flüchtlinge ablehnen. Tschechiens Innenminister Milan Chovanec sprach von einem „weiteren unbegreiflichen Schritt, der die EU in einer Zeit spaltet, in der man gemeinsame Lösungen anstatt Uneinigkeiten suchen sollte“. In einem „Kurier“-Interview sprach sich Kern zudem für ein Europa der verschiedenen Geschwindigkeiten aus. „Ein Kerneuropa ist die bessere Alternative zu den Fliehkräften, die derzeit immer stärker auf die EU einwirken.“

In der Debatte um das umstrittene Verfassungsreferendum in der Türkei hält der Regierungschef ein EU-weites Verbot von Wahlkampfauftritten türkischer Politiker für sinnvoll. Der Kanzler bekräftigte zudem seine Forderung nach einem sofortigen Abbruch der EU-Beitrittsgespräche mit der Türkei: „Wir können nicht mit einem Land über eine Mitgliedschaft verhandeln, das sich seit Jahren Schritt für Schritt von demokratischen Standards und rechtsstaatlichen Prinzipien entfernt“, so Kern.

Als Neueinsteigerin der Woche positionierte sich die neue Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner (SPÖ) auf Position vier im Ranking.

Die 45-Jährige Ärztin und bisherige Sektionschefin im Gesundheitsministerium wurde am Mittwoch vom Bundespräsidenten als neue Gesundheits- und Frauenministerin angelobt. Als neue Ministerin wolle sie den Weg ihrer Vorgängerin Sabine Oberhauser fortsetzen und die geplanten Reformen – wie die in der Ärzteschaft umstrittenen Primärversorgungszentren – umsetzen, sagte Rendi-Wagner nach ihrer Angelobung. Ihr Ziel sei es „dass die Menschen nicht nur länger leben, sondern dass sie länger gesund leben“. Auch in der Frauenpolitik gebe es „noch viel zu tun“ um Gleichberechtigung zu erreichen. Es sei „inakzeptabel, dass Frauen für die gleiche Arbeit noch immer um 20 Prozent weniger verdienen als Männer“, so die Ministerin.

 

 

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