8. März – Internationaler Frauentag

Eisenstadt, 8. 3. 2017 –

SPÖ Frauen Burgenland begehen Internationalen Frauentag

LRin Dunst: „Wir kämpfen weiter für eine echte Gleichstellung“

„Der 8. März ist nach wie vor ein wichtiges Datum, an dem wir uns an die großen Erfolge der Frauenbewegung erinnern. Allerdings ist uns auch bewusst, dass noch viel Engagement für eine echte Gleichstellung der Geschlechter notwendig ist. Wir arbeiten nicht nur am Internationalen Frauentag für die Burgenländerinnen, sondern nehmen uns um deren Anliegen, Themen und Fragestellungen an 365 Tagen im Jahr an. Heuer sind unsere Gedanken bei unserer verstorbenen Frauenministerin, die eine besonders starke Kämpferin für die Rechte der Frauen war. Heute am Weltfrauentag dürfen wir Pamela Rendi-Wagner als Gesundheits- und Frauenministerin herzlich Willkommen heißen“, so Landesfrauenvorsitzende LRin Verena Dunst anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März bei einer Verteil- und Infoaktion der SPÖ Frauen Burgenland in Eisenstadt.

Auch 2017 sind Themen wie gleicher Lohn für gleiche Arbeit, Existenzsicherung und damit verbunden ein Mindestlohn von 1.500 Euro für eine Vollzeitstelle sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie aktueller denn je. Im Rahmen der Frühjahrskampagne starten die SPÖ Frauen Burgenland eine informelle Umfrage. Im Mittelpunkt dabei stehen Wünsche, Vorstellungen und Forderungen von Frauen beim Thema „Arbeit“. Die Ergebnisse dafür sollen Ende Juni präsentiert werden. Der Fragebogen kann unter dem Link https://frauen-bgld.spoe.at/livechat auch elektronisch ausgefüllt und abgeschickt werden. Neue Technologien, Computerprogramme, Roboter – durch die Digitalisierung entwickelt sich die Arbeitswelt rasant. Das schafft neue Herausforderungen und auch Risiken. „Wir wollen die Zukunft der Arbeit aktiv gestalten und mehr Chancen für Frauen schaffen“, so Dunst zur Idee hinter der Befragung.

Das direkte Gespräch ist den SPÖ Frauen ein großes Anliegen und so wurden die Burgenländerinnen am Frauentag zum Live Chat eingeladen. Das Echo auf diese Kommunikationsmethode war auch in diesem Jahr überwältigend. In rund eineinhalb Stunden beantworteten die SPÖ Frauen viele Fragen zu den unterschiedlichsten Themen. Fragen zu sexueller Gewalt, Arbeitslosigkeit und unfairer Bezahlung wurden ebenso gestellt, wie auch Fragen zu Frauen in der Politik, Scheidung oder Mobbing. „Wir möchten uns bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern recht herzlich bedanken. Das Interesse war groß und die Fülle an Fragen hat uns überwältigt. Für uns ist es wichtig zu wissen, wo die Menschen der Schuh drückt, um unsere Arbeit zielgerichtet zu gestalten“, freuen sich die SPÖ Frauen Burgenland über die gute Annahme des Live-Chats.

„Viel wurde bereits erreicht, auf unsere Errungenschaften sind wir stolz, einige Herausforderungen warten noch auf uns. Machen wir uns gemeinsam für unsere Rechte stark, seien wir laut und lästig“, ziehen die SPÖ Frauen Burgenland ein Resümee.

Im gesamten Burgenland gibt es 101 Veranstaltungen und Aktionen der SPÖ Frauen Burgenland. Die Termine finden sich unter www.frauen-bgld.spoe.at


ÖVP: Weltfrauentag: Wahlfreiheit für Familien stärken

OeVP

LAbg. Mag. Michaela Resetar

„Die Stärkung von Frauen im Berufsleben ist wichtig für den wirtschaftlichen Erfolg eines Landes. Der Weltfrauentag ist Gelegenheit zur Wertschätzung der Leistungen von Frauen, aber auch dafür,  Forderungen zur Gleichstellung von Frauen mit Nachdruck zu wiederholen“, sagt Frauensprecherin Michaela Resetar.

Frauen sind heute genauso gut oder besser qualifiziert als Männer und haben den höheren Anteil an Studienabschlüssen. Im Bereich der Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft gewinnen Frauen zunehmend an Bedeutung. „Diese Entwicklung ist erfreulich und immens wichtig für die Gleichstellung von Frauen und Männern“, sagt Resetar und fordert wiederholt Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf bzw. Ausbildung.

 

„Kindeswohl, Wahlfreiheit und Vereinbarkeit stehen im Mittelpunkt unserer Familienpolitik. Wir setzen auf eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf und forcieren den weiteren Ausbau der Kinderbetreuungsangebote“, wiederholt Resetar die ÖVP-Forderungen und stellt klar: „Familien sollen aber frei entscheiden können, ob sie diese nutzen wollen oder nicht.“

„Die Probleme sind bekannt, aber wirksame Maßnahmen lassen auf sich warten“, stellt Resetar fest. „Es gibt keine einzige konkrete Verbesserung für die Situation der Frauen. Weder wurde der Anteil der Frauen in der Technik gesteigert, noch konnte die Frauenarbeitslosigkeit gesenkt werden. Verteilaktionen a la Dunst sind eine reine Publicity-Show und wenig hilfreich“, so die Frauensprecherin abschließend.


Grüne: Klarstellung

Rund um den internationalen Frauentag wird Frauen ja alles mögliche gewünscht. Das ist sehr nett und holt die Bedeutung des Tages für kurze Zeit ins Bewusstsein vieler Menschen. Da nette Wünsche aber noch nicht die Veränderung sind, die es braucht, möchte ich etwas in einem kurzen Text klarstellen:

Wir Frauen brauchen nicht „Alles Liebe“ zum Frauentag,
sondern echte Gleichstellung.

Überall.

Wir Frauen brauchen keine guten Wünsche,
sondern Handlungen.

Auf allen Ebenen.

Wir Frauen brauchen auch keine Blümchen oder Futter
als Belohnung für irgendetwas, sondern das endgültige
Aufbrechen von Rollenbildern, die Frauen (und Männer)
einengen und sie an der Entfaltung ihrer Fähigkeiten und
Lebensentwürfe hindern.

Jetzt.


Grüne Wirtschaft: UNTERNEHMERINNEN VOR DEN VORHANG UND INS PRÄSIDIUM DER BURGENLÄNDISCHEN WIRTSCHAFTSKAMMER

„Jedes zweite Unternehmen im Burgenland wird von einer Frau geführt. Tendenz steigend, denn bei den Neugründungen liegt der Frauenanteil noch weitaus höher (71,9 Prozent). Fast zwei Drittel der Unternehmen im Burgenland wurden im Jahr 2016 von Frauen gegründet. Das Burgenland nimmt damit einen Spitzenplatz im Bundesländer-Ranking ein“, tut die Wirtschaftskammer Burgenland zum Weltfrauentag kund.

Dieser quantitative Zuwachs stimmt die Landessprecherin der Grünen Wirtschaft Burgenland froh. Die Wirtschaft ist nicht mehr Männersache. Allerdings wirft er doch einige Fragen auf – wie viele dieser Frauen kommen als scheinselbständige Personenbetreuerinnen ins Land? Ist Unternehmertum für manche Frauen die einzige Möglichkeit, Erwerbsarbeit und Familienarbeit (die nach wie vor hauptsächlich durch Frauen geleistet wird) zu vereinbaren? Welche Rahmenbedingungen finden Unternehmerinnen für die Kinderbetreuung vor? Trifft die jüngst erfolgte radikale Kürzung der Krankentaggeldleistung nicht gerade Frauen, bei denen der Anteil an den Geringverdienenden sehr hoch ist?

Frauen sind in den Gremien der Wirtschaftskammer unterrepräsentiert

Frauen in der Wirtschaft sind auf dem Vormarsch, keine Frage. Aber auf der Überholspur befinden sich wohl nur einige wenige von ihnen. „Im Burgenland wird Wirtschaftspolitik vorwiegend von Männern gemacht. Da hege ich wenig Hoffnung auf Verbesserungen“, so Anja Haider-Wallner. Wer hinter die Kulissen schaut findet heraus: Im Präsidium liegt die Frauenquote bei 0%, im erweiterten Präsidium bei 8% (1 von 13) , im Wirtschaftsparlament bei stattlichen 12% (7 von 57). Das politische Ungleichgewicht schlägt sich auch bei der Personalbesetzung nieder: ein Direktor und 2 Vize-Direktoren – 0 Frauen. Unter den AbteilungsleiterInnen findet sich laut Organigramm  nur eine Frau.

„Die Unternehmerinnen sind in ihrer Interessenvertretung massiv unterrepräsentiert. Wir fordern daher, dass mehr Posten an der Spitze der Wirtschaftskammer mit Frauen besetzt werden. Das ist wohl nur durch die Einführung einer Quote für die Präsidien möglich.“, so Sabine Jungwirth, Bundessprecherin der Grünen Wirtschaft.

Grüne Wirtschaft fordert Frauenquote von 40%

Österreichische UnternehmerInnen mit Gewerbeschein sind automatisch zahlende Mitglieder dieser im Verfassungsrang stehenden Institution. Wenn sie schon verpflichtend ist, dann sollte sie die Diversität ihrer Mitglieder in den Gremien repräsentieren. Das ist aber nicht der Fall.

Die Grüne Wirtschaft fordert deshalb eine 40%-Quote für Frauen in den Führungsgremien der Wirtschaftskammer. Apelle und Versprechen nützen nichts, es braucht den sanften Druck!

„Wenn Frauen in Führungspositionen sichtbar sind, dann wirken sie als Role Models für andere Frauen. Allein deshalb brauchen wir jetzt die Quote!“ sind sich Frauen und Männer in der Grünen Wirtschaft einig.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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