Männer sind zu schade für die Politik

Eisenstadt, 3. 3. 2017 –

Grüne kämpfen zum Internationalen Frauentag 2017 mit Humor gegen Sexismus

Unter dem Erstarken der politischen Rechten und damit rückwärts gewandter Gesellschaftsbilder werden bereits erreichte Fortschritte bei der Gleichstellung von Frauen und Männern in den letzten Jahren wieder bedroht. Unter dem Motto „Jetzt ist´s aber genug mit dem Feminismus“ werden hart erkämpfte Erfolge der Frauenbewegung wieder zurückgedrängt und veraltete Vorstellungen werden wieder salonfähig. Dagegen treten die GRÜNEN zum heurigen Internationalen Frauentag mit aller Entschiedenheit auf. „Wie in vielen anderen Bereichen des Lebens ist es auch in Fragen der Gleichberechtigung wichtig, manchmal die Perspektiven zu wechseln“, meint Regina Petrik, Landessprecherin der GRÜNEN. „So ist es auch mit Klischees und Vorurteilen gegenüber Frauen. Sexistische Vorurteile erkennen viele erst, wenn sie umgedreht werden. Erst dann verstehen viele die Lächerlichkeit so mancher Zuschreibung. Wir wollen solche Vorurteile auf humorvolle Art sichtbar machen und damit der Rückwärtsbewegung den Kampf ansagen!“

grüne

Die GRÜNEN verteilen bei ihrer heurigen Aktion Karten mit der Aufschrift :

„Männer sollten nachts generell in Begleitung unterwegs sein. Das was früher so und wird auch in Zukunft weiter so sein.“

„Männer sind einfach besser für die Hausarbeit geeignet, die Kinderbetreuung liegt ihnen in den Genen. das hat die Natur so eingerichtet und das sollten wir akzeptieren.“

„Männer sind zu schade für die Politik. Die sind viel sensibler als Frauen, zu sensibel. Was in einem Wahlkampf auszuhalten ist, ist keinem Mann zuzumuten.“

Hinter diesem humorvollen Zugang stecken sehr ernsthafte Probleme. Regina Petrik erlebt das auch in ihrem Alltag: „In Bildungsanstalten wird den Kindern noch oft gesagt, was sie zu Hause der Mama sagen sollten – als wäre es selbstverständlich, dass sich die Mütter und nicht die Väter um die Kinder kümmern. Männer fangen wieder an, Kleidungsvorschriften für Frauen zu fordern. Gewalt an Frauen in den eigenen vier Wänden wird öffentlich weniger thematisiert als es noch vor einigen Jahren der Fall war, dabei finden dort die meisten Gewalttaten an Frauen statt. Wenn es um Vergewaltigung geht, hört man zwar lauter wohlgemeinte Tipps für Frauen, wie sie sich verhalten sollten, als ob nicht die Vergewaltiger die Schuldigen wären. Wo hört man die lauten Stimmen der Männer, die zu Männern sagen: ‚Sex gegen den Willen der Frau ist ein Verbrechen!‘ ? Wir haben es mit tiefsitzenden Klischees zu tun, die es Mädchen und Frauen oft schwer machen, selbstbestimmt ihren Weg zu gehen. Dagegen müssen und wollen wir uns wehren.“

 

 

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