Elektromobilität wird vorangetrieben

Rust, 2. 3. 2017 –

Grenzüberschreitendes Projekt forciert die Elektromobilität

Acht Partnerländer wollen E-Mobilität vorantreiben / Enquete tagt heute in Rust

Im Seehotel Rust findet heute, Mittwoch, 2. März, im Rahmen des EU-Danube-Projektes eGUTS eine international besetze Enquete zum Thema Elektromobilität statt. Ziel des Projekts ist, das zukünftige Potential der E-Mobilität und ihre grenzüberschreitende Anwendung voranzutreiben. 22 Projektpartner aus acht Partnerländern, darunter das Burgenland, sind daran beteiligt. Einheitliche technische Standards sowie eine gemeinsame E-Mobilitätsstrategie für den Donauraum sollen erarbeitet und im Rahmen von acht Pilotprojekten in den Bereichen Infrastruktur für Ladestationen, Parkraumbewirtschaftung und Car Sharing in den Partnerländern praktisch umgesetzt werden. Als strategischer Partner mit im Boot ist die Energie Burgenland. Das im Jänner gestartete Projekt  läuft bis Juni 2019, das Projektbudget beträgt 1,73 Millionen Euro. Davon werden 1,47 Millionen Euro an Fördermitteln von der EU bereitgestellt (EFRE und IPA). Naturschutzlandesrätin Mag.a Astrid Eisenkopf begrüßt das Projekt, das gut zum Burgenland passe: „Das Burgenland ist zu einem europaweiten Modell im Bereich der erneuerbaren Energie geworden und konnte sich durch zukunftsorientierte Maßnahmen zur ersten stromautarken Region Europas entwickeln.“ In Rust findet heute eine Enquete mit Vertretern der Partnerländer und Partner statt.

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Umweltlandesrätin Mag.a Astrid Eisenkopf mit Dr. Alois Ecker, Vorstandsdirektor Energie Burgenland, Projektleiter Johann Bachler MSc., MBA und DI Johann Binder, Burgenländische Energieagentur

Im Bereich des Natur- und Umweltschutzes nehme das Burgenland eine Vorreiterrolle ein, so Eisenkopf. Das nächste ganz große Ziel sei, bis zum Jahr 2050 den gesamten Energieverbrauch aus Erneuerbarer Energie abdecken zu können und damit einmal mehr einen wesentlichen und nachhaltigen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. „Um das zu erreichen, braucht es die E-Mobilität.“ In Zukunft gelte es, die Mobilität energiesparend, ökologisch und für die Bürger finanziell optimiert anzubieten, so die Naturschutzlandesrätin. Das Land Burgenland sei auf die Entwicklungen im Bereich der Elektromobilität vorbereitet. „Die Konzepte für den bedarfsgerechten Ausbau des Netzes an Ladestationen liegen vor.
Mit der Energie Burgenland steht dem Land und den Burgenländerinnen und Burgenländern ein kompetenter Partner zur Verfügung“, so Eisenkopf.

„Das Burgenland ist aufgrund unseres jahrelangen Einsatzes eine Vorzeigeregion in Sachen Ökoenergie. Hier wird Zukunft gelebt. Mit unserem Engagement bei der Errichtung einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur ermöglichen wir die Nutzung von umweltfreundlichen Elektroautos und setzen einen wichtigen Schritt für ein nachhaltig sauberes Österreich“, betont Dr. Alois Ecker, Vorstandsdirektor Energie Burgenland. „Das Elektroauto ist das Auto der Zukunft. Flüsterleise, hocheffizient und ohne Abgase.“ Aus diesem Grund engagiere sich die Energie Burgenland im ökologisch sinnvollen Mobilitätsmanagement und errichte nicht nur die Ladeinfrastruktur, so Ecker: „Wir setzen auch im laufenden Betrieb auf E-Autos und haben aktuell 24 Elektrofahrzeuge im betriebseigenen Fuhrpark.“

Die TU Wien beschäftige sich bereits seit vielen Jahren mit E-Mobilität „über alle Bereiche“, sagt Univ.-Prof. Dr. Manfred Schrödl, TU Wien, Institut für Energiesysteme und Elektrische Antriebe. Für ihn in ist die E-Mobilität ein wichtiger Hebel zur Erreichung der beim UNO-Klimagipfel in Paris 2015 festgesetzten Klimaziele. „Wir haben ein CO2-Problem. Wir müssen die Kohlenstoffdioxid-Emission bis 2030 um 36 Prozent senken, um die Ziele zu erreichen“, so Schrödl.

„Für die Endkunden wird im Rahmen des Projektes ein mobiles APP entwickelt, welches sowohl die Standorte der Ladestationen als auch die aktuelle Verfügbarkeit in allen acht Partnerländern der Pilotaktion in Echtzeit darstellen kann“, kündigt Projektleiter Johann Bachler MSc., MBA, an. eGUTS-Partnerländer sind: Österreich, Rumänien, Kroatien, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Montenegro und Serbien.

Im Rahmen des Projektes werden auch Feasibility Studien mit jeweils lokalen Aktionsplänen ausgearbeitet und verbreitet, verschiedene Pilotaktionen implementiert und in Bereichen wie Straßenverkehr, Parkplatzbewirtschaftung, Ladestationen, Fahrzeugverleih etc. getestet sowie eine 4-Länder Rallye (Österreich, Ungarn, Slowakei, Tschechien) vorbereitet und durchgeführt.

 

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