Burgenland startet Masterplan zur Integration

Eisenstadt, 22. 2. 2017 –

Soziallandesrat Norbert Darabos: „Sprache ist der Schlüssel zur Integration“

Die aktuelle Flüchtlingssituation stellt Europa und Österreich aber auch das Burgenland vor neue Herausforderungen. Für eine rasche und nachhaltig erfolgreiche Integration braucht es deshalb einen Masterplan, der heute Vormittag in Eisenstadt im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz von Soziallandesrat Mag. Norbert Darabos, Dr. Christine Teuschler, René Höfer und Mag. Manfred Schweiger präsentiert wurde. Dazu Soziallandesrat Norbert Darabos: „Die Integration von Asylwerbern und Asylwerberinnen ist eine besonders wichtige Aufgabe. Integration funktioniert nur über Sprache. Dieses kooperative Projekt, wo Land und die BuKEB Institutionen BFI, WIFI und VHS in dieser Form zusammenarbeiten, kann in vieler Hinsicht als vorbildhaftes Pilotprojekt für ganz Österreich gesehen werden.“ Soziallandesrat Mag. Norbert Darabos hat mit FachexpertInnen einen „Masterplan zur Integration“ erarbeitet. Das Pilotprojekt startete bereits Anfang Februar und wird von der Volkshochschule, dem BFI und dem WIFI – in Kooperation mit der Burgenländischen Konferenz der Erwachsenenausbildung – durchgeführt. Vom Land werden dafür 200.000,– Euro zur Verfügung gestellt.

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Mag. Manfred Schweiger vom WIFI, René Höfer vom BFI, Dr. Christine Teuschler von der Volkshochschule Burgenland und Soziallandesrat Mag. Norbert Darabos

Bereits im Jahr 2016 wurden von knapp 1.000 AsylwerberInnen kostenlose Kursmaßnahmen besucht, die vom Land finanziert bzw. mitfinanziert wurden. Bei den sogenannten Werte-und Orientierungskursen haben über 500 Personen teilgenommen. Darabos: „Im Jahr 2016 haben knapp 1.350 AsylwerberInnen das kostenlose Angebot an  Deutschkursen in Anspruch genommen. Es freut mich, dass wir in diesem Jahr unser Angebot ausweiten können und zusätzliche Deutschkurse für AsylwerberInnen in der Grundversorgung anbieten können. Diese Deutschkurse sind sehr wichtig, denn Sprache ist der Schlüssel zur Integration.“

Flächendeckendes Angebot an Deutschkursen
Seit Anfang Februar werden, zusätzlich zu den bereits im Jahr 2016 angebotenen Kursen, 20 Deutschkurse angeboten. Und das flächendeckend in ganz Burgenland. Im Bezirk Neusiedl wird es zwei Kurse geben, im Bezirk Eisenstadt fünf, im Bezirk Mattersburg zwei, im Bezirk Oberpullendorf ebenfalls zwei Kurse, in Oberwart werden fünf Kurse durchgeführt, in Güssing wird ein Kurs abgehalten und in Jennersdorf finden drei Kurse statt. Die Sprachkurse umfassen 120 Unterrichtseinheiten, dauern bis Ende April  und werden mindestens drei Mal in der Woche mit jeweils drei Stunden angeboten. Nach Abschluss der Kurse gibt es die Möglichkeit eine ÖSD-Prüfung abzulegen. Weiters wird zum Abschluss der Kurse jeweils ein kostenloses Modul Bildungsberatung und Berufsorientierung angeboten. „Den AsylwerberInnen stehen im Burgenland eine große Anzahl an kostenlosen Kursen und Kursplätzen zum Erlernen der deutschen Sprache zur Verfügung. Das Land Burgenland stellt dafür 200.000,– Euro zur Verfügung. Finanziert werden damit nicht nur die Kurskosten, sondern auch die Fahrtkosten zu den Kursorten“, so Soziallandesrat Norbert Darabos.


ÖVP:

Masterplan Integration: Maßnahmen statt Angstmacherei

Deutsch- und Wertekurse, Vollverschleierungsverbot und ein verpflichtendes Integrationsjahr. „Diese Maßnahmen sind für eine erfolgreiche Integration von Flüchtlingen notwendig. Rot-Blau hat bei diesem Thema viel zu lange weggeschaut“, so Klubobmann Christian Sagartz in einer Reaktion auf die Aussagen von Landesrat Darabos zum Masterplan Integration.

Monatelang blieb die rot-blaue Landesregierung in der Integrationsdebatte untätig. Ein Konzept zur Integration von Flüchtlingen fehlte. Jetzt wurde ein rot-blauer Masterplan präsentiert. „Rot-Blau hat zu lange gewartet. Erst auf Drängen der ÖVP hat die Landesregierung die Wichtigkeit in diesem Thema festgestellt“, meint Sagartz und verweist auf die Vorschläge von ÖVP-Minister Kurz: „Außenminister Sebastian Kurz hat die richtigen Antworten für eine erfolgreiche Integration von Flüchtlingen: Vollverschleierungsverbot im öffentlichen Raum als klares Signal zur Verhinderung einer Gegengesellschaft, Ausbau von Deutsch- und Wertekursen und ein Integrationsjahr mit Verpflichtung zur gemeinnützigen Arbeit.

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