21. 2. 2017 – Polizei News

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Unternehmen mit fingiertem E-Mail erpresst

Ein Unternehmen im Bezirk Güssing wurde neuerlich Opfer eines E-Mail-Erpressers. Die Computerdateien der Firma wurden mittels eines Verschlüsselungstrojaners unbrauchbar gemacht. Erst nach Überweisung eines mittleren dreistelligen Betrages wurde der Entschlüsselungscode dem Betroffenen zugesandt. Bei zwei weiteren Versuchen scheiterten die Täter.

Wie bereits berichtet, übersenden unbekannte Täter derzeit „getürkte“ Mails der Post AG mit einer „Sendeverfolgung“ als Anhang. Nach dem Öffnen bzw. Herunterladen dieses Mails werden die auf dem Computer gespeicherten Dateien mittels eines Verschlüsselungstrojaners unbrauchbar gemacht. Die Täter fordern danach einen bestimmten Betrag, der in Bitcoins zu entrichten ist. Nach Bezahlung der geforderten Summe erhält den Geschädigte – sollten die Täter nicht weitere Forderungen stellen – den Entschlüsselungscode. Erst danach kann das Computersystem wieder in Betrieb genommen werden. Eine Rückverfolgung, die zur Ausforschung der Täter führen könnte, ist dann nicht mehr möglich.

In diesem Fall hatte das betroffene Unternehmen das zugesandte, „getürkte“ Mail geöffnet, weshalb ein Mitarbeiter gezwungen war, den geforderten Betrag dem Absender zu überweisen. Durch das Herunterladen dieses Anhanges gab es nämlich für die Firma keine andere Möglichkeit, den Entschlüsselungscode von dem Absender zu erhalten, um das Computersystem wieder in Betrieb nehmen zu können.

Die Täter versuchten dies auch bei zwei weiteren Firmen im Bezirk Güssing, die den Anhang jedoch nicht öffneten, wodurch eine Sperre des Computers nicht erfolgen konnte. Dadurch erlitten diese beiden Unternehmen auch keinen Schaden.

Die Medien werden ersucht, gegenständlichen Sachverhalt neuerlich zu verlautbaren, wobei ausdrücklich darauf hingewiesen wird, vor Öffnung von Anhängen der E-Mails den Absender genauestens zu überprüfen. Derzeit „kursieren“ meist Anhänge von der „Post AG“ als sogenannte „Ransomware-Mails“

So sieht es aus wenn man die Mail öffnet:

pn

Auf keinen Fall auf „Deine Informationen herunterladen“ klicken!!!


Zwei Verletzte bei Verkehrsunfall

Ein 85-jähriger Mann aus dem Bezirk Güssing sowie eine 55-jährige ungarische Staatsangehörige, die sich auf dem Beifahrersitz seines PKWs befand, wurden heute gegen 09:55 Uhr bei einem Verkehrsunfall in Bocksdorf, Bezirk Güssing, verletzt. Der Lenker musste von der Feuerwehr unter Verwendung einer Bergeschere aus dem Fahrzeug befreit und mit dem Notarzthubschrauber in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Die Frau wurde von der Rettung ins Spital gebracht.

Der Pensionist fuhr mit seinem PKW, in dem sich auch die 55-Jährige Frau befand, auf der Landesstraße 405 von Rohr kommend in Richtung Bocksdorf. Im Ortsgebiet von Bocksdorf verlor er auf einem steil bergab verlaufenden Straßenstück die Herrschaft über sein Fahrzeug und kam an der Kreuzung Obere Bergstraße – Rohrer-Landesstraße von der Fahrbahn ab. Danach prallte er frontal gegen einen Doppelmast der Telekom, riss diesen aus der Verankerung und wurde seitlich gegen das Haus Bocksdorf Nr. 18 geschleudert.

Der Mann wurde im dem PKW eingeklemmt und musste von der Feuerwehr mit einer Bergeschere aus dem Wrack geschnitten werden. Die Beifahrerin konnte sich selbst befreien.

Am Fahrzeug entstand Totalschaden. Alkoholisierung lag nicht vor. Zur Bergung des PKWs waren die Feuerwehren aus Stegersbach und Bocksdorf mit insgesamt 30 Mann im Einsatz.

 

 

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