LBL fordert gesundes Essen an Burgenlands Schulen

Eisenstadt, 15. 2. 2017 –

 

Bündnis Liste Burgenland/Hutter: Pilotprojekt „Gesundes Essen statt Wurst und Schokolade: neue Regeln für Schulkioske“ soll in burgenländischen Schulen starten

Hutter: Mit diesem Pilotprojekt sollen die Jugendlichen  in den Schulen sensibilisiert und ihnen näher gebracht werden, dass gesunde Ernährung für die körperliche als auch für die geistige Fitness wichtig ist.“

„Angesichts der Tatsache, dass wir im Burgenland die höchste Zahl an dicken Kindern österreichweit haben, ist es entscheidend, nicht nur das familiäre, sondern auch das schulische Umfeld mit vereinten Kräften so zu gestalten, dass die gesündere Speisen- und Getränkewahl die leichteste wird“,  betonte LAbg. Gerhard Hutter heute Vormittag im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Ernährungscoach Nina Gruber zum Thema „Gesundes Essen statt Wurst und Schokolade: neue Regeln für Schulkioske“. In der Lebenserwartung liegen die Burgenländerinnen und Burgenländer laut Statistik über dem Österreich-Schnitt. Das trifft jedoch auch auf den Anteil jener zu, die von Fettleibigkeit (Adipositas) betroffen sind. Im regionalen Vergleich zeigen Auswertungen, dass dicke Kinder vor allem im Osten Österreichs leben. Spitzenreiter sind die Bundesländer Burgenland, Niederösterreich und Wien, während Tirol, Vorarlberg und die Steiermark im Verhältnis weit weniger übergewichtige junge Menschen zu verzeichnen haben.

Fakt ist, dass an vielen burgenländischen Schulen das Sortiment an Schulkiosken laufend ausgeweitet und von immer mehr Schülerinnen regelmäßig genutzt wird. „Viele Schülerinnen und Schüler nutzen die Möglichkeit, die Jause an Schulkiosken zu kaufen. Damit steigt aber auch der Einfluss des schulischen Verpflegungsangebotes auf die Leistungsfähigkeit und die Gesundheit unserer Kinder“, so LBL-Mandatar Hutter und fordert: „In erster Linie muss das Imbiss-Angebot verändert werden und die Naschereien aus den Schulkiosken verschwinden. Dabei geht es darum, beliebte Speisen durch Gemüse, Obst sowie einen Vollkornanteil aufzuwerten. Die Herausforderung besteht dabei darin, sowohl Jugendliche als auch Kioskbetreiber zu sensibilisieren.“


Ein guter Tag beginnt mit einem guten Frühstück

Wichtig für Eltern ist es, schon am Beginn des Tages die Weichen richtig zu stellen: „Das Frühstück als Energielieferant für den Vormittag ist nicht nur für Kindergarten- und Schulkinder wichtig, sondern auch für Sie selbst“, rät Ernährungscoach Nina Unger. „Eine Kombination aus Vollkornbrot mit Topfenaufstrich, frischem Obst und Gemüserohkost oder Müsli mit Joghurt und Früchten bietet Ihrem Kind wertvolle Nährstoffe.“ Falls der Nachwuchs gar nicht frühstücken will, sollte man Kinder allerdings auch nicht dazu nötigen. Ernährungsberaterin: „Auch ein Glas Milch oder Kakao ist am Morgen ausreichend, falls das zweite Frühstück dann reichlicher gestaltet wird. Geben Sie Ihrem Kind in diesem Fall also ausreichend Pausenverpflegung mit.“


Die gesunde Jause macht Schule

Topfengolatschen, Schoko-Riegel, Kuchen, süße Getränke und andere zuckerreiche Naschereien sind keine empfehlenswerten Pausensnacks. Der darin enthaltene Zucker wird rasch vom Körper abgebaut und verbraucht. Deshalb ermöglichen Süßigkeiten nur einen sehr kurzfristigen Leistungsanstieg. „Neben Obst und Gemüse sind zum Beispiel auch Milch, Kakao oder Joghurt sowie Vollkornbrote mit fettarmen Schinken oder Käse empfehlenswert für die Pausenverpflegung“, skizziert Ernährungscoach Nina Gruber die optimale Jausen-Box.

Trinken, trinken, trinken


Für eine optimale geistige Leistungsfähigkeit ist auch ausreichendes Trinken von Bedeutung. „Die besten Durstlöscher für Kinder sind Wasser oder Mineralwasser, verdünnte Obst- und Gemüsesäfte oder ungesüßte Früchte- und Kräutertees. Auf keinen Fall Getränke vom Automaten die in den Schulen aufgestellt werden und oft mit extrem gesüßtem Trinkflaschen befüllt sind.“


Das Bündnis Liste Burgenland wird in den kommenden Wochen Gespräche mit den Verantwortlichen im Landesschulrat führen und die Ideen Landeshauptmann Niessl präsentieren. Das Projekt „Gesunde Ernährung“ soll schnell als möglich umgesetzt und in den burgenländischen Schulen eingeführt werden. Hutter: „Angedacht ist bei diesem Projekt, dass Ernährungsberater oder -coaches von Schule zu Schule fahren, und im Rahmen des Unterrichts, den Schülerinnen und Schülern „Gesunde Ernährung“ näher bringen. Mit diesem Pilotprojekt wollen wird die Jugendlichen sensibilisieren und ihnen näher bringen, dass gesunde Ernährung sehr wichtig, sowohl für die körperliche Fitness als auch für die geistige Fitness, ist.“

 

 

 

 

 

 

 

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