Akutordination im KH Oberwart

Akutordination im KH Oberwart ist gut angelaufen

Darabos: „Nicht Quantität sondern Qualität steht im Vordergrund“

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LR Mag. Norbert Darabos, SPÖ

Vor vier Monaten startete ein österreichweit einzigartiges Pilotprojekt im Krankenhaus Oberwart. In der direkt im Krankenhaus angesiedelten Akutordination, in welcher die niedergelassenen Allgemeinmediziner des Bezirks Oberwart Dienst versehen, haben PatientInnen zu den Tagesrandzeiten eine fixe Anlaufstelle für allgemeinmedizinische Notfälle. „Die Akutordination im Krankenhaus Oberwart ist mittlerweile schon so gut angelaufen, dass auch andere Krankenhäuser sich diesem Projekt anschließen möchten. Die Einführung dieses Pilotversuches ist ein wichtiger Schritt in die Richtung einer modernen Gesundheitsversorgung. Nicht zuletzt dient der Pilotversuch der Attraktivierung des Landarztberufes. Durch die zeitliche Begrenzung der Dienstzeiten sollen ÄrztInnen motiviert werden, wieder Landarztstellen zu übernehmen. Das ist wichtig für eine langfristige Sicherung unseres Gesundheitssystems“, so Gesundheitslandesrat Norbert Darabos.

Das Pilotprojekt Aktuordination im Krankenhaus Oberwart wird von den PatientInnen gut angenommen. Im vierten Quartal 2016 (Oktober, November, Dezember) wurde die Akutordination inkl. Visitenärzte während der Öffnungszeiten (17:00 bis 22:00 Uhr) von insgesamt 544 Patienten frequentiert. Von allen Patienten konnten insgesamt 68,4 % von den Ärzten der Akutordination behandelt werden. 34 Patienten (6,3 %) wurden ohne sofortige Behandlungsnotwendigkeit und 205 Patienten (38,1 %) mit Behandlung nach Hause entlassen. Insgesamt 170 Patienten (31,6%) wurden an die Zentrale Aufnahme- und Erstversorgung (ZAE) des Krankenhauses überwiesen.

Nicht Quantität sondern Qualität
„Die Akutordination wurde nicht eingerichtet, um viele Patienten zu betreuen, sondern um jene abzufangen, die zwar in die Spitalsambulanz kommen, aber dort aus medizinischer Sicht nichts verloren haben, weil die Beschwerden nicht zeitkritisch auch im niedergelassenen Bereich behandelt werden können. Je niedriger die Frequenz in der Akutordination – desto besser“, erklärt Darabos.

Ausweitung bereits geplant
Zukünftig soll dieses Modell auf das gesamte Burgenland ausgeweitet werden. Ein ähnliches Projekt ist bereits im Nordburgenland geplant. Die Akutordination im Krankenhaus Oberwart kann als Vorstufe zum geplanten Primärversorgungszentrum im Nordburgenland gesehen werden. Dieses wird zwar nicht in einem Spital angesiedelt sein, sondern an einem zentral erreichbaren Ort. Die Gespräche und die Planung mit der BGKK und Ärztekammer laufen bereits.

 

 

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