Julia Herr (SJ) zeigt Müller den Stinkefinger!

Betriebsräte – Pro und Kontra

Der jüngste Fall bei Müller in Eisenstadt lies in der Öffentlichkeit die Wogen hochgehen. Zur Vorgeschichte: In der Drogeriekette wurde eine junge Mitarbeiterin angeblich entlassen, weil sie für die Gründung eines Betriebsrates eingetreten ist. Prompt machte daraufhin eine Protest-Aktion der Sozialistischen Jugend des Burgenlandes auf diesen Umstand aufmerksam. Mit der Aufschrift „Menschen statt Profite“ oder „Betriebsräte sind unser Recht“ stellte sich die Führungsgruppe der SJ mit kleinen Transparenten vor das Müller-Geschäft in Eisenstadt, um damit zu demonstrieren! Diese Aktion hat allerdings zwei Seiten:

auf der einen werden damit die Rechte von Mitarbeitern in Frage gestellt, andererseits aber könnte das Unternehmen durch derartige Aktionen Umsatzeinbusen erleiden, das sich eventuell wieder auf den Parsonalbedarf auswirken würde. Das Bild mit dem „Stinkefinger“ der  angeblich Betroffenen, im Hintergrund mit einer jungen Mutter mit Kind, ist aber auch nicht gerade das Allheilmittel, um ein solches Geschehen in die richtigen Bahnen zu lenken!


SJ-Czech: „Unser Recht auf Betriebsräte gegen Konzerninteressen verteidigen!“

Sozialistische Jugend Burgenland demonstriert vor Müller Filiale gegen Kündigung wegen Betriebsrat

Vergangene Woche soll die Drogeriekette eine Frau wegen ihrem Engagement zur Gründung eines Betriebsrats gekündigt haben. „ArbeiterInnen haben das Recht auf eine Vertretung ihrer Interessen innerhalb eines Betriebs. Es ist ein Skandal, wenn es deshalb zur Kündigung kommt“, so Silvia Czech, Vorsitzende der Sozialistischen Jugend Burgenland. „Hier werden ArbeitnehmerInnenrechte mit Füßen getreten“, legt sie nach. Darum sammelten sich einige AktivistInnen vor der Müller Filiale in Eisenstadt und protestierten gegen das Vorgehen des Konzerns.

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„Müller ist kein Einzelfall!“, sagt Czech weiters und erinnert dabei an ServusTV. Vergangenes Jahr sperrte der Milliardär und RedBull-Unternehmer Mateschitz seinen TV-Sender zu, als dort ein Betriebsrat gegründet werden sollte. Als das Vorhaben abgeblasen wurde, zog er die Schließung zurück. „ArbeitnehmerInnenrechte dürfen kein Spielball sein. Damit die Rechte von ArbeiterInnen und Angestellten nicht von Lust und Laune der Unternehmensführung abhängen, müssen sie noch weiter gestärkt werden!“, fordert Czech.

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Sie erinnert daran, welche zentrale Rolle ein Betriebsrat innerhalb eines Unternehmens einnehmen kann: Es geht um Mitwirkungsrechte, Qualität des Arbeitsplatzes, Schutz der Solidarität unter den ArbeiterInnen. Betriebsräte erhöhen so auch die Zufriedenheit und Motivation der ArbeiterInnen in einem Unternehmen, was dem Unternehmen selbst wieder zugutekommt. „Starke Betriebsräte und starke Gewerkschaften sind essentiell. Wenn wir heute demonstrieren, zeigen wir unsere Solidarität mit allen ArbeiterInnen, denen das Recht auf eine Vertretung genommen wird!“, so Czech abschließend.

 

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