LRin Astrid Eisenkopf unterstützt Europäische Bürgerinitiative gegen Glyphosat

Eisenstadt, 9. 2. 2017 –

Eisenkopf „Politischen Druck auf allen Ebenen erhöhen, um weitere Zulassung zu verhindern!“

Angesichts der gestern von verschiedenen Umweltorganisationen gestarteten Europäischen Bürgerinitiative gegen das umstrittene Herbizid Glyphosat ruft Umweltschutzlandesrätin Astrid Eisenkopf heute zur Teilnahme an dieser Initiative auf. Bereits letztes Jahr konnte eine Zulassung für Glyphosat für weitere 15 Jahre verhindert werden. Die Zulassung wurde im Juni 2016 lediglich um maximal 18 Monate verlängert und läuft somit Ende 2017 aus. „Das war ein großartiger Erfolg, der ohne den Druck und zahlreicher Initiativen nicht möglich gewesen wäre“, betont Eisenkopf, gibt aber im Kampf gegen dieses giftige Spritzmittel auch ganz klar zu bedenken: „Tatsache ist, dass die verschiedensten Lobbygruppen der Agro-Chemie-Industrie und zahlreiche Mitgliedsstaaten bereits jetzt ihr ganze politische Kraft einsetzen, um eine weitere Verlängerung zu erreichen. Das heißt, wir müssen ab sofort den politischen Druck auf allen Ebenen massiv erhöhen um eine abermalige Verlängerung zu verhindern“, so Eisenkopf. Unter www.stopglyphosate.org kann die Europäische Bürgerinitiative unterzeichnet werden.

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Die burgenländische Umweltschutzlandesrätin hat bereits letztes Jahr mit einer groß angelegten Informations- und Bewusstseinsbildungskampagne für Gemeinden und einer entsprechenden Online-Petition auf die Probleme und Risiken des giftigen Spritzmittels aufmerksam gemacht und die Initiative „Ökologische Gemeinde“ gestartet. Jene Gemeinden, die auf den Einsatz des von der WHO als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuften Herbizids verzichten, werden seitens des Landes als „ökologische“ bzw. „glyphosatfreie“ Gemeinde ausgezeichnet. Um das Landes-Ökogütesiegel ‚Ökologische Gemeinde‘ zu erhalten, ist entsprechender Gemeinderatsbeschluss erforderlich. Ein Musterantrag ist auf der Homepage des Landes veröffentlicht und kann unter www.burgenland.at/natur-umwelt-agrar heruntergeladen werden. „Wir konnten seit Juni letzten Jahres rund 10 Gemeinden mit dem Gütesiegel auszeichnen“, zeigt sich Eisenkopf zufrieden, sagt aber auch ganz klar, dass noch viel Bewusstseins- und Sensibilisierungsarbeit notwendig ist. „Wir werden den Kampf gegen Glyphosat nicht aufgeben. Im Frühjahr 2017 wird diese Initiative auf Bezirksebene nochmals verstärkt. Auch Schulungen und Infoworkshops mit UmweltgemeinderätInnen sind in Planung“, betont Eisenkopf.

Eine europäische Bürgerinitiative ist ein demokratisches Werkzeug, das es den BürgerInnen der EU ermöglicht, an Entscheidungen der EU teilzunehmen. Werden 1,000.000 Unterschriften erreicht, muss sich die Europäische Kommission mit dem Anliegen beschäftigen. Ziel der Organisatoren ist es, die nötigen Unterzeichnungen schon vor dem Sommer 2017 zu erreichen. Bislang beteiligen sich über 38 Organisationen aus 15 Ländern an dieser Initiative

 

 

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