Finanzpass Burgenland

Eisenstadt, 8. 2. 2017 –

 

Wir leben heute in einer globalisierten und vernetzten Welt mit sehr vielen Vor-, aber auch Nachteilen. Einerseits haben Jugendliche heute so viel Geld wie noch nie zur Verfügung, andererseits ist der Konsumdruck sehr groß. „Alles haben wollen“, egal zu welchem Preis, lautet oft die Devise. Erfahrungen der Schuldenberatung Burgenland zeigen, dass trotzdem, oder gerade deshalb, immer mehr Jugendliche in die Schuldenfalle tappen. Für viele ist es mittlerweile unmöglich, ohne professionelle Hilfe wieder ein finanziell unbeschwertes Leben zu führen.
In Kooperation mit der Schuldnerhilfe Oberösterreich startet die Schuldenberatung Burgenland daher das Projekt Finanzpass Burgenland. Das Angebot, bestehend aus vier Modulen, richtet sich an Schülerinnen und Schüler im Alter von 13 – 14 Jahren. Drei Module werden von TrainerInnen der Schuldenberatung Burgenland abgehalten, ein Modul ist als Selbstbearbeitungsmodul vorgesehen.


Projekt „Finanzpass Burgenland“ startet in burgenländischen Schulen

Erfahrungen der Schuldnerberatung Burgenland zeigen, dass die Geschichte einer Verschuldung meist früh beginnt und weitreichende Folgen hat. Landesrätin  Verena Dunst hat es sich deshalb zum Ziel gesetzt, Schülerinnen und Schülern nachhaltig ein Gefühl für den Umgang mit Geld zu vermitteln. „Es ist mir ein persönliches Anliegen, Jugendliche präventiv zu unterstützen und ihnen eine zielführende Grundausbildung in finanziellen Belangen zu ermöglichen. Aus diesem Grund startet die Schuldenberatung Burgenland  in Kooperation mit der Schuldnerberatung Oberösterreich und in Abstimmung mit den Landesschulrat das Projekt „Finanzpass Burgenland“, so Landesrätin Verena Dunst in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Landesschulratspräsident Mag. Heinz Zitz, „Finanzpass Burgenland“ Projektleiterin Barbara Horvath-Piroska und Mag.a Gabriele Perusich, Leiterin der Schuldnerberatung Burgenland, heute in Eisenstadt.
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Mag.a Gabriele Perusich, Leiterin der Schuldnerberatung Burgenland, Landesschulratspräsident Mag. Heinz Zitz, Landesrätin Verena Dunst und „Finanzpass Burgenland“ Projektleiterin Barbara Horvath-Piroska

In unserer vernetzten Welt ist Konsum rund um die Uhr möglich, das Geldausgeben ist durch eine Vielzahl an Zahlungsmöglichkeiten abstrakter geworden und Vertragsabschlüsse erfolgen im Internet oftmals ganz unbemerkt. In der Folge sind Verschuldung und Überschuldung von jungen Erwachsenen in den letzten Jahren gestiegen. Dunst: „Gerade junge Menschen brauchen mehr denn je Kernkompetenzen in finanziellen Belangen, um gar nicht erst in die Schuldenfalle zu gelangen.“

Module und Dauer
Das Projekt  „Finanzpass Burgenland“ gliedert sich in vier Module und richtet sich an Schülerinnen und Schüler im Alter von 13 bis 14 Jahren. Drei Module  werden von Präventionsfachkräften der Schuldenberatung Burgenland durchgeführt. Das vierte ist als Selbsterarbeitungsmodul konzipiert und wird durch Lehrkräfte erarbeitet. Jedes Modul ist auf die Dauer von zwei Unterrichtseinheiten abgestimmt. Landesschulratspräsident Mag. Heinz Zitz: „Es ist wichtig, dass Jugendliche nicht mit einem Rucksack voll Schulden ins Leben starten – denn Schulden machen krank. Es freut mich, dass dieses Projekt ins Leben gerufen wurde und gemeinsam mit ExpertInnen und PädagogInnen das Projekt umgesetzt wird.“

 

 

 

 

 

 

 

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