90 Jahre Schüsse von Schattendorf

Schattendorf, 30. 1. 2017 –

 

90 Jahre nach den Schüssen von Schattendorf versammelten sich Justizminister Wolfgang Brandstetter, Landtagspräsident Christian Illedits, der Bürgermeister von Schattendorf, Johann Lotter und andere zu einer Gedenkveranstaltung beim Mahnmal am Friedhof.

Am 30. Jänner 1927 schossen in Schattendorf drei Mitglieder der rechtsstehenden Frontkämpfervereinigung Deutsch-Österreichs auf die zahlenmäßig deutlich überlegenen, jedoch unbewaffneten Teilnehmer einer gegen sie gerichteten Demonstration des Republikanischen Schutzbundes und töteten dabei ein sechsjähriges Kind (Josef Grössing)
und einen Klingenbacher Schutzbündler (Matthias Csmarits). Die Täter wurden von einem Geschworenengericht wegen Notwehr freigesprochen. Am 15. Juli 1927, einen Tag nach dem Schattendorfer Urteil, versammelten sich aufgebrachte Arbeiter vor dem Justizpalast in Wien, erstürmten diesen und legten anschließend Feuer. Die Regierung Ignaz Seipel ordnete die Niederschlagung der Demonstration an. Die so genannte Julirevolte forderte 89 Tote, auch auf Seiten der Polizei. Der abgebrannte Justizpalast und das verschärfte politische Klima waren zusätzliche Schritte in den Bürgerkrieg.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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