SPÖ: KeCKmobil hilft, Politikerinnen Lehrgang

Oberwart, 27. 1. 2017 –

„KeCKmobil“ hilft Frauen beim Einstieg ins Berufsleben und bei der Qualifizierung

Frauenlandesrätin Verena Dunst: „Ziel ist die stete Verbesserung der Erwerbssituation der Frauen im Burgenland“

Kompetenzen erkennen, Chancen nutzen, Know-how erweitern – unter diesem Motto steht das Projekt „KeCKmobil von abz*autria. „KeCKmobil“ ist ein Beratungs-, Informations- und Weiterbildungsangebot für Frauen aus dem Mittel- und Südburgenland und wurde von Frauenlandesrätin Verena Dunst initiiert. Das Besondere an diesem Projekt ist, dass die Erst-Beratung und die Erst-Information nicht örtlich gebunden ist, sondern zu den Frauen kommt. Per Bus werden bewusst Plätze angefahren, wo Frauen sich in ihrem Alltag aufhalten – vor Kinderbetreuungseinrichtungen oder Schulen, um zwei Beispiele zu nennen. In einem zweiten Schritt nehmen interessierte Frauen an modular aufgebauten Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnahen teil. „Mein Ziel als Frauenlandesrätin ist die stete Verbesserung der Erwerbssituation der Frauen im Burgenland. Dieses Projekt bietet Frauen die Möglichkeit sich weiter zu bilden und sich weiter zu qualifizieren. Frauenprojekte wie dieses, sind enorm wichtig und leisten einen wesentlichen Beitrag zur Erhöhung der Frauenbeschäftigung im Süd- und Mittelburgenland“, so Dunst. Projektziel ist, durch kostenfreie Beratung und Miniworkshops gemeinsam mit den Frauen Möglichkeiten einer – verbesserten – beruflichen Perspektive zu erarbeiten. Das Projekt läuft bis 15. März 2018 und wird vom Land mit rund 70.000 Euro gefördert.

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Frauenlandesrätin Verena Dunst präsentierte im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz am abz*austria-Stand der Baumesse Oberwart mit GFin Mag.a Manuela Vollmann, abz*austria, und Gabriele Engelhardt, abz*austria, das Projekt „KeCKmobil“. Auch Landeshauptmann Hans Niessl informierte sich über das Projekt.

Zwar sei die Zahl der weiblichen Erwerbstätigen zwischen 2005 und 2013 um fast ein Fünftel gestiegen, zuletzt auf 46.473 unselbständig beschäftigte Frauen im Dezember 2016, jedoch sei dieser Anstieg zu einem großen Teil von Teilzeiterwerbstätigkeit begleitet, erklärt Dunst. „Die Teilzeitquote von Frauen lag im Burgenland im dritten Quartal 2015 bei 44,3%. Unter Vollzeiterwerbstätigen konnte die Einkommensschere in den letzten Jahren im Burgenland auf 21,5% gesenkt werden. Somit liegen wir unter dem Österreichdurchschnitt von 22,3%. Trotz dieser Erfolge gebe es noch viel zu tun, weiß Dunst.

„Schlechte Erfahrungen, Zeit, Geld, organisatorischer Aufwand sind oft große Hürden auf dem Weg zu effizienten Weiterbildungen. Wir kommen den Teilnehmerinnen nicht nur im übertragenen Sinn entgegen, sondern erleichtern durch unsere mobilen Angebote vor Ort den direkten Zugang zu Bildung. Mit der begleitenden Kampagne, Frauen leben länger aber wovon?‘ schaffen wir auch Bewusstsein für die oft schwierigen und existenzgefährdenden Situationen von Frauen“, erklärt Manuela Vollmann, Geschäftsführerin von abz*austria.

KeCK stehe für „Kompetenzen erkennen, Chancen nutzen und Know-how erweitern“, sagt Gabriele Engelhardt von abz*austria. Dabei gehe es darum, „die Lernkompetenz unserer Kundinnen zu stärken und gemeinsam Strategien für das erfolgreiche Lernen zu erarbeiten“, so die Expertin. Lernen solle (wieder) Freude machen, man wolle den Teilnehmerinnen Werkzeuge für lebensbegleitendes Lernen in die Hand geben.

Durch die Kampagne von KeCKmobil soll auch Aufmerksamkeit geschaffen werden für die Situation von Frauen und damit zur Sensibilisierung zum Thema „Existenzsicherung von Frauen“ beitragen. Dazu werden Postkarten zum Thema verteilt, ein Quiz mit Schätzfragen rund um die Themen Einkommen, Lebenserwartung und Existenzsicherung kann bei den mobilen Infoständen ausgefüllt werden.

„Mein Hauptanliegen an dieser Initiative ist es, den burgenländischen Frauen durch nachhaltige Maßnahmen bei der Integration auf dem Arbeitsmarkt behilflich zu sein.
Ich werde auch zukünftig wieder Projekte zur Integration von Frauen am Arbeitsmarkt fördern und unterstützen. Frauen besitzen viel Potenzial. Das Projekt, KeCKmobil‘ bietet die Chance, dieses Potenzial sichtbar zu machen und weiter zu lernen“, so Dunst.


Politikerinnenlehrgang als Sprung in die Politik

Der überparteiliche Lehrgang startete mit Erfolg

Eisenstadt, 28.01.2017: Heute startete in der Akademie Burgenland in Eisenstadt der Politikerinnenlehrgang mit insgesamt 18 Teilnehmerinnen. Über diesen Erfolg freut sich Frauenlandesrätin Verena Dunst besonders, weil Frauen gerade dort, wo Entscheidungen fallen, unterrepräsentiert sind– dies gilt vor allem für Politik und Wirtschaft. Um dem entgegenzuwirken und engagierte Frauen für die Politik zu begeistern, initiierte Dunst gemeinsam mit dem Referat für Frauen, Antidiskriminierung und Gleichbehandlung in Kooperation mit der Akademie Burgenland bereits 2016 diesen Lehrgang für Frauen die in die Politik wollen. „Entscheidungen werden für alle getroffen, unabhängig vom Geschlecht. Aber dort, wo die Entscheidungen fallen, sind kaum Frauen zu finden. Auch in politischen Gremien sind sie stark unterrepräsentiert – obwohl Frauen auch im Burgenland mehr als die Hälfte der Bevölkerung stellen. Gelebte Demokratie braucht das Engagement von vielen Beteiligten, auch von Frauen. Der neue, überparteiliche Lehrgang soll ihnen das notwendige Handwerkszeug vermitteln, um gute und mutige Politik zu machen und sich engagiert für ihre Anliegen einsetzen“, so Frauenlandesrätin Verena Dunst.

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Frauenlandesrätin Verena Dunst mit Teilnehmerinnen des Politikerinnenlahrgangs. Ganz rechts: Frauenreferatsleiterin Mag.a Karina Ringhofer

Der Lehrgang „G‘scheite Frauen wissen mehr“ besteht aus vier Modulen und deckt ein breites Themenfeld ab: von der Vermittlung von politischem Basiswissen über Projektmanagement und Social Media bis zu Rhetorik und Öffentlichkeitsarbeit. Modul 1 „Frauenpolitik und Gender Mainstreaming“ startete heute. Aufgrund des großen Interesses konnte mittlerweile auch ein Lehrgang am Standort der FH in Pinkafeld organisiert werden.

Der Lehrgang solle auch dazu beitragen, noch immer bestehenden Hemmschwellen abzubauen und Frauen dabei zu unterstützen, mehr Selbstsicherheit zu erlangen. Ein Grund am Frauenmangel in politischen Gremien auf allen Ebenen sei auch, dass Frauen oft eine Scheu vor Macht hätten, so Dunst. „Macht bedeutet aber nichts anderes als Verantwortung zu übernehmen. Genau das tun Frauen aber Tag für Tag in ihrem privaten Umfeld, sei es in der Familie bei der Kinderbetreuung oder beim ehrenamtlichen Engagement in unterschiedlichsten Vereinen. Warum also nicht auch in der Politik?“

Gründe für mehr Frauen in der Politik gebe es viele, betont Dunst. So würden Frauen andere Themen und Fragen in die Politik einbringen und das Spektrum der politischen Diskussion erweitern. Durch die Sichtweisen der Frauen würden neue Perspektiven andere Ideen ermöglichen.

Ziel des neuen Lehrganges sei es, im Vorfeld der Gemeinderatswahlen im Herbst 2017 mehr Frauen für die Gemeindepolitik zu begeistern, so Dunst. Derzeit stellen Frauen nur 25% der Gemeindemandatarinnen in den burgenländischen Gemeindestuben. 171 Gemeinden stehen nur zehn Bürgermeisterinnen gegenüber, Vizebürgermeisterinnen gibt es 26 (15%) im Burgenland. Auch in den höchsten politischen Gremien des Burgenlandes sind Frauen im Hintertreffen. Von 36 Landtagssitzen entfallen nur acht auf Frauen, in der Landesregierung steht es 5:2 für die Männer.

„Ich bin stolz auf das Ergebnis. In vielen Gesprächen mit den Frauen in ganz Burgenland konnte ich heraushören, wie viele Frauen sich für die Politik interessieren. Frauen haben großes Interesse an der Politik und wollen mitgestalten. Sie wollen Verantwortung übernehmen. Durch diesen Lehrgang sind sie dieser Möglichkeit einen Schritt näher. Zudem bin ich mir sicher, dass dieser Lehrgang zur Persönlichkeitsbildung der teilnehmenden Frauen beiträgt“, so Frauenlandesrätin Verena Dunst abschließend.

 

 

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