27. 1. 2017 – Politikerranking – Top Medienpräsenz vom 20. – 26. 1. 2017

Mattersburg, 27. 1. 2017 –

Die aktuellen Daten zeigen, wer die mediale Bühne von 20.01.2017 bis 26.01.2017 am stärksten nutzen konnte, wer zurückgefallen ist und wer sich gegenüber letzter Woche neu positionieren konnte.

pr

Die stärkste Medienpräsenz verzeichnete vergangene Woche Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ).

Zentrales innenpolitisches Thema war die Neufassung des Regierungsprogramms. Der Regierungschef forderte bis Ende der Woche Ergebnisse. „Wir brauchen diese Klarheit“, so Kern gegenüber dem „Standard“. „Wir müssen Ergebnisse auf den Tisch legen, sonst braucht es diese Regierung nicht mehr.“ Kritik am Bundeskanzler kam von Familienministerin Sophie Karmasin (ÖVP). Der Kanzler stelle mit seinem „Plan A“ die „Inszenierung vor die Arbeit“. Das sei ein möglicher Indikator dafür, dass die SPÖ Neuwahlen vorbereite. „Neuwahlen liegen ein bisschen in der Luft“, so Karmasin. Kern wies die Aussagen Karmasins umgehend zurück. Statt über Neuwahlen zu spekulieren, solle man sich auf wichtige, offene Fragen, wie etwa die Sicherheitsdebatte, konzentrieren. Er habe ein 150 Seiten starkes Papier vorgelegt, das es zu diskutieren gelte. Der ÖVP unterstellte Kern, sich auf „Überschriften“ zu beschränken.

Kritik an den Regierungsparteien kam von der Opposition. FPÖ-Obmann Strache fordert wegen des jüngsten Regierungskrachs rasche Neuwahlen. Die Grünen sprachen nach den aktuellen Verwerfungen zwischen SPÖ und ÖVP von einer „Arbeitsverweigerung“ der Regierung. Für die Neos ist der „Neustart der Regierung“ schon wieder vorbei.

Für Diskussionen sorgte vergangene Woche zudem die Überprüfung der Diplomarbeit des Bundeskanzlers durch den Plagiatsexperten Stefan Weber. Die SPÖ vermutete zunächst den Koalitionspartner als Auftraggeber, was von ÖVP-Generalsekretär Werner Amon zurückgewiesen wurde. Seine Partei habe mit Schmutzkübelkampagnen gegenüber dem Bundeskanzler „nichts am Hut“, so Amon. Stefan Weber betonte in einer Aussendung, dass es sich nicht um einen ÖVP-Auftrag handelt. Den Auftraggeber nannte Weber allerdings nicht.

Als Neueinsteigerin der Woche positionierte sich die Wiener Stadträtin Sandra Frauenberger (SPÖ) auf Position zwölf im Ranking.

Die bisherige Bildungs- und Integrationsstadträtin wird die Nachfolge von Gesundheits- und Sozialstadträtin Sonja Wehsely antreten. Frauenberger betonte, dass sie in Gesprächen mit den Krankenhausmitarbeitern „die Stimmung in Richtung Motivation“ drehen wolle. Eine Ausgliederung des Krankenanstaltenverbundes gegen den Willen der Gewerkschaft werde es nicht geben, so Frauenberger. Kritik an Frauenberger kam von ÖVP und Neos. Man bezweifle, dass man „einfach so von einem Ressort ins andere hupfen kann“, so Neos-Parteichefin Beate Meinl-Reisinger. Die ÖVP bemängelte Frauenbergers bisherige Arbeit im Bildungsressort.

 

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