Fördermodell „Wundmanagement“ startet

Eisenstadt, 24. 1. 2017 –

 

Das Pilotprojekt soll nicht nur Patientenleid mindern, sondern ebenso Kosten eindämmen helfen.

Rund sechs Prozent der heimischen Bevölkerung leiden an chronischen Wundheilungsstörungen. Im Burgenland sind in etwa 2.500 Personen. Ursachen für chronische Wunden sind meist Venenerkrankungen, Diabetes oder Infektionen. In einer gemeinsamen Pressekonferenz stellten heute Gesundheitslandesrat Mag. Norbert Darabos, der Leiter der BGKK Mag. Christian Moder, der ärztliche Betreuer des Projektes Dr. Günter Ranftl und die beiden Wundmanager Reinhard Pfeiffer, MSc und Mag. Dieter Ponweiser das Pilotprojekt „Wundmanagment“ vor. Dazu Gesundheitslandesrat Norbert Darabos: „Es freut mich, heute ein neues Pilotprojekt vorstellen zu dürfen. Gemeinsam mit dem Land Burgenland haben die Burgenländische Gebietskrankenkasse und das Land Burgenland ein Fördermodell erarbeitet. Dieses Projekt sichert eine qualitative hochwertige Versorgung chronischer Wunden durch diplomierte Gesundheits- und Krankenpfleger.“

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Der ärztliche Betreuer des Projektes Dr. Günter Ranftl, Wundmanager Mag. Dieter Ponweiser, Gesundheitslandesrat Mag. Norbert Darabos, Wundmanager Reinhard Pfeiffer, MSc und der Leiter der BGKK Mag. Christian Moder

Die Behandlung von chronischen Wunden oder Wundheilungsstörungen erfordert eine professionelle Wundversorgung durch Ärzte und Pflegepersonen. Nur durch modernes Wundmanagement, eine Vielfalt von lokaltherapeutischen Möglichkeiten sowie eine fundierte Ausbildung im Bereich der Wunddiagnostik und -behandlung kann eine professionelle Wundversorgung gesichert werden. Bis jetzt mussten die PatientInnen die Kosten für Wundmanager selbst tragen. „Als Gesundheits- und Soziallandesrat ist es mir ein Anliegen, dass Menschen die finanziell vielleicht nicht so gut aufgestellt sind, ohne hohe finanzielle Belastungen trotzdem die Versorgung und pflegerische Leistung bekommen, die sie benötigen. Deshalb freut es mich, dass wir als erstes Bundesland in Österreich diese Kosten nun fördern.“

Gefördert werden nur Behandlungseinheiten für die Behandlung von schwer- bzw. nichtheilenden Wunden, welche aufgrund einer Verordnung des Hausarztes und mit Genehmigung des chefärztlichen Dienstes der BGKK von einem der fünf „zertifizierten Wundmanager“ in Nickelsdorf, Eisenstadt, Unterpullendorf, Oberschützen oder Kohfidisch durchgeführt werden. Behandlungskosten durch entsprechend qualifizierte Wundmanager werden  im Ausmaß von 50 Prozent gefördert. Für Patienten die über eine Rezeptgebührenbefreiung verfügen, werden sogar 100 Prozent der Kosten übernommen. Insgesamt sind für das Projekt 100.000 Euro für den Projektzeitraum 1.1.2017 bis 31.12.2017 vorgesehen. Das Geld kommt je zur Hälfte von der Burgenländischen Gebietskrankenkasse und vom Land.

 

 

 

 

 

 

 

 

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