Geflügelpest im Burgenland!

Mattersburg, 17. 1. 2017 –

Bestätigung von Geflügelpest (Aviäre Influenza Subtyp H5N8) in einem Hausgeflügelbestand im Burgenland

Für Konsumentinnen und Konsumenten besteht keinerlei Gefahr.

Die Veterinärverwaltung des Landes Burgenland bestätigt das Auftreten von hochpathogenem H5N8-Virus in einer Geflügelhaltung im Bezirk Eisenstadt-Umgebung.

Am Gelände des Tierhaltungsbetriebs gibt es einen Teich, der auch von Wildgeflügel benutzt wird. Es wird derzeit davon ausgegangen, dass es über das Wildgeflügel zu einem Eintrag der Krankheit gekommen ist. Die Befürchtung der Übertragung der Geflügelpest von Wild- auf das Hausgeflügel besteht seit längerer Zeit und hat in der Vorwoche zur österreichweiten Stallpflicht für Geflügel geführt.

Der Betrieb wurde umgehend vom Amtstierarzt gesperrt. Die Tiere des Geflügelbestandes werden nun tierschutzgerecht gekeult, die Tierkadaver unschädlich beseitigt und der Betrieb anschließend gereinigt und desinfiziert.

Um den betroffenen Betrieb werden sowohl eine Schutzzone (Radius mindestens 3 km), als auch eine Überwachungszone (Radius mindestens 10 km) gezogen. Innerhalb der Schutzzone werden alle geflügelhaltenden Betriebe amtstierärztlich untersucht.

Für die Konsumentinnen und Konsumenten besteht keinerlei Gefahr, da es bisher keine Hinweise dafür gibt, dass der Subtyp H5N8 für den Menschen gefährlich ist.

Die bereits angeordneten Maßnahmen sind landesweit einzuhalten und werden auch kontrolliert:
• In allen Geflügelbetrieben müssen Biosicherheitsmaßnahmen eingehalten werden;
• Die Freilandhaltung von Geflügel ist verboten – das Geflügel muss so aufgestallt werden, dass kein Kontakt mit Wildvögeln stattfinden kann, d.h. entweder Stallhaltung oder zumindest nach oben hin abgedeckte Haltung (Netze sind nicht ausreichend)
• Alle seuchenverdächtigen Vögel (Abfall der Legeleistung, Abfall der Futteraufnahme, vermehrte Todesfälle) müssen der zuständigen Veterinärbehörde gemeldet werden;
• Verendet aufgefundene Wasservögel und Greifvögel sind der zuständigen Amtstierärztin/dem zuständigen Amtstierarzt zu melden.

Es wird darauf hingewiesen, dass das fahrlässige Verbreiten von Tierseuchen einen gerichtlich zu verfolgenden Straftatbestand darstellt. Daher ist das Betreten von gesperrten und verdächtigen Betrieben durch betriebsfremde Personen zu unterlassen und den Anweisungen der Behörden vor Ort ist entsprechend Folge zu leisten.

 

 

Share Button

Schreibe einen Kommentar