Stegersbach – Zugpferd für den Bezirk Güssing

Stegersbach, 13. 1. 2017 –

Die Marktgemeinde Stegersbach hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten zu einem Tourismusmagneten in der Region entwickelt. Jährliche Nächtigungszahlen von über 200.000 sind schon zur Gewohnheit geworden. Landesrätin Verena Dunst und Bürgermeister Heinz Peter Krammer blickten in einer gemeinsamen Pressekonferenz auf die Erfolgsgeschichte zurück und präsentierten aktuelle Zahlen rund um die Thermengemeinde und den gesamten Bezirk Güssing.

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Heinz Peter Krammer, Verena Dunst und Günter Zimmel (Hoteldirektor Balance-Resort)

Kommunalsteuer beträgt 1/5 des Stegersbacher Gemeindebudgets

20 Jahre ist es her, dass die Erfolgsgeschichte mit der Eröffnung des Golfplatzes und anschließend der Therme begann. Niemand hätte sich erträumen können, dass dies so gut geht. In die Gemeindekassa spülte die Kommunalsteuer zuletzt € 1 Mio. Dazu ist zu erwähnen, dass Stegersbach ein Jahresbudget von ca. € 5 Mio. hat. Die Einnahmen kommen zu ¼ aus der Tourismusbranche. Nicht zu verachten ist, dass durch den Tourismus zahlreiche Arbeitsplätze in anderen Sparten entstanden sind. Insgesamt finden rund 500 Menschen unmittelbar in den Hotels, der Therme, am Golfplatz usw. Arbeit. Ca. 1.700 Menschen arbeiten aktuell direkt in der Marktgemeinde. „Über diese Entwicklung bin ich sehr stolz“, sagt Bürgermeister Heinz Peter Krammer, der anmerkt, dass dies nur dank der Unterstützung durch das Land Burgenland möglich gewesen wäre. Er weiß auch, dass Stegersbach im Burgenland-Vergleich auf Platz 3 hinter den traditionellen Beherbergungsgemeinden Bad Tatzmannsdorf und Podersdorf liegt. Krammer sagt: „Bei den Ankünften sind wir jenen der Kurgemeinde Bad Tatzmannsdorf schon sehr nahe.“

 

Nächtigungsplus ist zu erwarten

Die Zahlen für das vergangene Jahr 2016 liegen noch nicht vor. Krammer schätzt, dass es aber zwischen 243.000 und 244.000 Nächtigungen waren. Ein Plus von etwa 6 %. Dies kann nur gelingen, wenn die Betriebe laufend am Ball bleiben. Daher wird das Balance Resort heuer kräftig investieren. Der Tourismusverband und der Marketingverein genießen in Stegersbach eine besondere Unterstützung: Die Gemeinde verzichtet zu Gunsten des örtlichen Tourismusverbandes zur Gänze auf die Nächtigungsabgabe. Außerdem zahlt sie jährlich € 20.000,- Mitgliedsbeitrag an den Marketingverein. Investitionen, die x-fach der Gemeinde zu Gute kommen. Indirekt trägt die touristische Unterstützung zur positiven Bevölkerungsentwicklung bei. Alleine im vergangenen Jahr stieg die Zahl der EinwohnerInnen von 2.550 auf 2.614 (+2,5 %). Selbstverständlich tragen dazu auch andere Faktoren wie Wohnungsbau und Kinderbetreuung bei.

 

Landesrätin Verena Dunst merkt an, dass 5*-Gäste treue Gäste sind, die auch kommen, wenn es eine wirtschaftliche Krise gibt. Sie lobt Bürgermeister Krammer, der die Chancen gesehen und genutzt hat. Krammer sei kein gewöhnlicher sondern ein Gemeinde-Manager. Er wusste, was die Betriebe benötigten und setzte alles daran, dies ihnen zu geben. „Dank Stegersbach hat der Bezirk Güssing im Jahr 2016 vermutlich die magische 300.000-Nächtigungsmarke erreicht“, meint Dunst. Sie weist darauf hin, dass die WIBUG weiterhin zusätzliche Förderungen für Betriebsansiedelungen ausschüttet. Der Südburgenland-Manager, der seit wenigen Wochen im Amt ist, bemüht sich primär, neue Firmen in die Region zu bringen. Dennoch ist es auch die Aufgabe der Politik, die bestehenden zu unterstützen und zu erhalten. Dass größere Firmen in nächster Zeit kommen werden hält sie für eine Illusion.

 

Schaffung von Arbeitsplätzen ist vorrangiges Ziel – Entspannung am Arbeitsmarkt spürbar

Sie weiß aber, dass es nach wie vor schwierig ist, beruflich vor Ort Fuß zu fassen. Die Landesrätin verspürt in letzter Zeit eine Tendenz der Menschen aus dem Bezirk in Richtung Graz. Eine Tendenz, die sich in nächster Zeit noch verstärken könnte, wenn die S7 endlich fertiggestellt ist. Sie meint, dass wir Großstädte wie Wien und Graz auch in Zukunft brauchen werden. In Graz wären die Menschen in ca. 40 Minuten. Eine Belastung, die Menschen auf sich nehmen werden, ist Dunst überzeugt. Arbeitsplätze stehen weiterhin im Fokus ihrer Politik und sie ergänzt Krammer, dass in etwa 80 Firmen direkt vom Tourismus leben und die Hotels von Stegersbach beliefern. Besonders erfreut ist sie, dass zuletzt die Arbeitslosenquote des Bezirks um ca. 6,9 % gesunken ist.

 

 

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