Kulturzentrum Mattersburg wird Teil der Ausstellung #SOSBrutalism des Deutschen Architekturmuseums

Mattersburg, 12. 1. 2017 –

Internationale Fachwelt blickt auf Mattersburg

Großes Interesse an dem in den 1970er Jahren erbauten Kulturzentrum Mattersburg: Im Rahmen eines Besuches in Mattersburg teilte letzte Woche Oliver Elser – Kurator am Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt (DAM) – mit, dass das Kulturzentrum als eines von 120 Bauten weltweit ausgewählt wurde im Rahmen der im Herbst 2017 stattfindenden Ausstellung #SOSBrutalism präsentiert zu werden.

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Kulturzentrum Mattersburg 1976

Bereits im Herbst 2015 wurde vom Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt in Kooperation mit der Wüstenrot-Stiftung und dem Online-Magazin uncube die Initiative „#SOSBrutalism“ gegründet. Diese internationale Datenbank zur Rettung brutalistischer Bauten (www.sosbrutalism.org) umfasst derzeit mehr als 1000 Bauten des Brutalismus und sortiert sie unter anderem anhand ihrer Zukunftsaussichten. Dort ist das Kulturzentrum aktuell als „rotes Projekt“ gelistet, da der Erhalt des Bauwerks durch die gegenwärtigen Umbaupläne gefährdet ist. Die Plattform „Rettet das Kulturzentrum Mattersburg“ war von Beginn an auf „#SOSBrutalism“ vertreten, um auf das in den Jahren 1973-76 nach den Plänen des Architekten Herwig Graf errichtete Kulturzentrum Mattersburg aufmerksam zu machen.

Kulturzentrum wurde für Ausstellung ausgewählt

In einem weiteren Schritt erfolgte vor kurzem die Identifizierung regionaler Schwerpunkte und die Auswahl der Bauten für eine im Oktober 2017 stattfindende Brutalismus Ausstellung im DAM, welche ebenfalls den Titel „#SOSBrutalism“ tragen wird. In dieser Ausstellung werden ca. 120 brutalistische Bauten aus der ganzen Welt präsentiert. Zu dieser Auswahl zählt auch das Kulturzentrum Mattersburg, teilte der Kurator Oliver Elser im Rahmen eines Besuches in Mattersburg letzte Woche mit, bei dem er das Kulturzentrum von außen besichtigte. „Ein wichtiger Teil der Ausstellung ist es, die mit dem Erhalt brutalistischer Bauten verbundenen Diskussion und Konflikte zum Thema zu machen“, so Elser, „denn zur Architekturkultur, die in den 1970er Jahren im Burgenland sehr hoch entwickelt war zählen nicht nur die Bauten, sondern auch der damit verbundene Streit.“

Im Fokus der internationalen Fachwelt

Diese Aufnahme des Kulturzentrums in den Kanon der in der Ausstellung portraitierten Bauten bedeutet natürlich nun, dass das Kulturzentrum Mattersburg nun noch mehr im Fokus der internationalen Fachwelt stehen wird und der Umgang  mit dem Gebäude mehr denn je kritisch betrachtet werden wird.  Umso bedauerlicher wäre es nun, wenn das Kulturzentrum zum Großteil abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden würde.

Plattform appelliert neuerlich an Entscheidungsträger Expertenmeinungen endlich einzubinden

Daher appelliert die Plattform nochmals mit Nachdruck an die Entscheidungsträger – Landeshauptmann Hans Niessl, Landesrat Helmut Bieler und Bürgermeisterin Ingrid Salamon – alle Experten, welche sich bisher über das Kulturzentrum Mattersburg aus Expertensicht äußerten, einzuladen und endlich eine fachliche Auseinandersetzung zuzulassen, um eine Gesamterhaltung und respektvolle bauliche Weiterentwicklung des Kulturzentrums Mattersburg zu gewährleisten.

 

 

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