SPÖ fordert Ende der VP-Blockade bei Ökostrom-Novelle!, Burgenland impft gegen Meningokokken-Erkrankung, Sternsinger im Landhaus

Eisenstadt, 11. 1. 2017 –

Windkraft-Ausbau: SPÖ fordert Ende der VP-Blockade bei Ökostrom-Novelle!

Illedits / Hergovich: Im Burgenland hängen 90 Projekte in der Luft

Die SPÖ Burgenland erneuert ihre Forderung nach einer raschen Ökostrom-Novelle, um einen drohenden Stillstand beim Ausbau der Windkraft zu verhindern. „Gerade aus burgenländischer Sicht ist der derzeitige Reformstau fahrlässig. Immerhin hängen 90 burgenländische Windkraft-Projekte in der Warteschleife und können nicht genehmigt werden, weil die ÖVP in der Bundesregierung die notwendigen Veränderungen im Förderregime verhindert. Diese Reform darf im Interesse einer Fortsetzung der Energiewende und der damit verbundenen Wirtschaftsimpulse nicht länger blockiert werden“, betonen Landtagspräsident Christian Illedits und SPÖ-Klubobmann Robert Hergovich und stellen sich damit hinter die heutigen Forderungen der IG Windkraft und renommierter Windkraft-Betreiber.

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SPÖ-Klubobmann Robert Hergovich, Energie Burgenland-Vorstandsvorsitzender Mag. Michael Gerbavsits, Landesrätin Mag.a Astrid Eisenkopf und Landtagspräsident Christian Illedits

Das Ökostromgesetz insgesamt ist aus Sicht der SPÖ Burgenland massiv reformbedürftig. Für das Burgenland besonders brisant ist der massive Rückstau bei der Förderung bereits eingereichter Windkraft-Projekte. Bei der Förderstelle ÖMAG hängen 260 fertig geplante Windräder aus ganz Österreich in der Warteschleife. Derzeit gilt aber eine „Verfallsfrist“ von drei Jahren – wer innerhalb dieser Frist keine Zusage für einen Fördervertrag bekommt, schaut durch die Finger. Das Burgenland ist mit 90 Anlagen besonders massiv betroffen – allein 46 von der Energie Burgenland, bei der damit geplante Investitionen von ca. 250 Millionen Euro auf dem Spiel stehen.

„Das ist ein inakzeptabler Zustand: Betreiber investieren in den Planungsprozess, erhalten Genehmigungen, die Gemeinden sorgen für die passenden Rahmenbedingungen, binden die Bevölkerung ein – und trotzdem kann nach drei Jahren eine Absage der Förderstelle ÖMAG eintreffen“, zeigen Illedits und Hergovich das Hauptproblem auf. Ihre Forderung: Die geltende Verfallsfrist muss auf mindestens fünf Jahre verlängert werden, damit möglichst alle eingereichten Projekte umgesetzt werden können. Für diese Projekte müsse ein Sonderkontingent an Förderungen zur Verfügung gestellt werden.

SPÖ-Klubchef Hergovich verweist auf einen von der SPÖ initiierten Landtagsbeschluss vom Juni 2016: „Windkraft bedeutet nicht nur saubere Energie, sondern Wertschöpfung in den Gemeinden, Impulse für die Wirtschaft und Arbeitsplätze für qualifizierte Fachkräfte. Das burgenländische Erfolgsmodell darf nicht aufs Spiel gesetzt werden!“ Es gehe auch um Rechts- und Planungssicherheit – immerhin sei von den Projektbetreibern, aber auch den betroffenen Gemeinden viel Geld in Vorleistungen investiert worden, betont Landtagspräsident Illedits: „Am weiteren Ausbau der Windkraft hängen auch bis zu 200 zusätzliche Arbeitsplätze im Burgenland.“


Kampagne: „Burgenland impft gegen Meningokokken-Erkrankung“

Land Burgenland stellt für Impfaktion 54.600 Euro zur Verfügung

Eine gemeinsame Kampagne der Burgenländischen Landesregierung, der Ärztekammer und Apothekerkammer sowie der Impfstoff-Herstellerfirma GlaxoSmithKline unter dem Motto „Meningokokken-Erkrankung: Wie Sie Ihr Kind schützen können“ soll auf die Gefährlichkeit der ansteckenden Krankheit aufmerksam machen und die BurgenländerInnen zur Impfung motivieren. Beim gemeinsamen Pressegespräch heute, Mittwoch, informierten Gesundheitslandesrat Mag. Norbert Darabos, Impfreferent der Ärztekammer Burgenland Dr. Albrecht Prieler, Apothekerkammerpräsident Mag. Dieter Schmid und Landessanitätsdirektorin Dr. Claudia Krischka vom Amt der Burgenländischen Landesregierung über die Risiken der heimtückischen Krankheit und über die Impfaktion.

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Dr. Albrecht Prieler, Impfreferent der Ärztekammer und FA für Kinderheilkunde; LR Mag. Norbert Darabos; Landessanitätsdirektorin Dr. Claudia Krischka und Mag. pharm. Dieter Schmid, Präs. Bgld. Apothekenkammer

Eine Meningokokkenerkrankung ist eine sehr schwere Infektionskrankheit, die zu einer Gehirnhautentzündung, einer Blutvergiftung, oder einer Kombination beider Krankheitsbilder führen kann. Verursacher sind Meningokokken-Bakterien die durch Tröpfcheninfektion übertragen werden können. Besonders gefährdet sind Säuglinge, Kleinkinder und Jugendliche. Nur eine Impfung gewährt wirklich Schutz. „Das Land Burgenland hat sich deswegen entschieden, diese Impfung finanziell zu unterstützen und einen Zuschuss zum Impfstoffpreis zu gewähren, um allen Kindern die beste Vorsorge bieten zu können. Burgenland ist das erste Bundesland das diese Aktion durchführt und übernimmt somit eine Vorreiterrolle“, so Gesundheitslandesrat Norbert Darabos. Eltern von Unter-Einjährigen könnten den Impfstoff gegen Meningokokken B das ganze Jahr über zum vergünstigten Preis von 56 Euro in den Apotheken erwerben.

Lebensbedrohliche Krankheit
Die Krankheit kann sehr schnell fortschreiten und innerhalb von 24-48 Stunden lebensbedrohlich sein. Die Ansteckung erfolgt hauptsächlich durch Tröpfcheninfektion. Die meist plötzlich auftretenden Symptome sind Fieber, Erbrechen, Kopfschmerzen, Nackensteife und bei Babys und Kleinkindern Appetitverlust, Durchfall, Reizbarkeit und übermäßiges weinen. Dr. Albrecht Prieler, Impfreferent der Ärztekammer und Facharzt für Kinderheilkunde, rät deshalb zu einer möglichst frühen Impfung. Prieler: „Im Hinblick auf die Dramatik des Krankheitsverlaufes sollten alle Kinder möglichst früh ab dem vollendeten 2. Lebensmonat geimpft werden. Dies stellt die beste Vorsorge dar.“

Ziel der Impfaktion
Ziel der Impfaktion ist einerseits die Menschen über die Gefährlichkeit dieser Krankheit zu informieren und anderseits die Durchimpfungsrate zu erhöhen, um die Meningokokkenerkrankungen zu reduzieren. Weiteres soll durch die finanzielle Unterstützung des Landes auch einkommensschwachen Familien die Möglichkeit gegeben werden, ihre Kinder impfen zu lassen. Darabos: „Mit der finanziellen Unterstützung durch das Land Burgenland für die Meningokokken B Impfung in der Höhe von 20 Euro pro Impfstoffe setzen wir ein Zeichen gegen die Zwei-Klassenmedizin. Wir werden uns aber auch für die Aufnahme in das bundesweite Gratis-Kinderimpfkonzept stark machen. Impfen muss für jeden leistbar sein.“


Sternsinger-Gruppe zu Besuch im Landhaus

Dank von LH Niessl für engagierten Einsatz für Entwicklungsprojekte in den ärmsten Regionen der Welt

Auch heuer wurde wieder fleißig bei der Dreikönigsaktion für die Länder des Südens gesammelt und auf ihre schwierige Lage aufmerksam gemacht. 85.000 Mädchen und Burschen zogen als Sternsingerinnen und Sternsinger österreichweit von Haus zu Haus und setzten  in rund 3.000 Pfarren ein starkes Zeichen für eine lebenswerte Zukunft für eine Million Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika. Besuch von einer Sternsinger-Gruppe der Pfarre Deutschkreutz (Bezirk Oberpullendorf) hat heute, Dienstag, auch Landeshauptmann Hans Niessl im Landhaus bekommen.

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Landeshauptmann Hans Niessl zeigte sich über den Besuch der Sternsinger und Pfarrer Franz Brei aus Deutschkreutz erfreut

„Es ist großartig, mit welchem Engagement und mit welcher Freude die Mädchen und Burschen bei der Aktion mitmachen, um Menschen in den ärmsten Region der Welt zu helfen“, bedankte sich Landeshauptmann Hans Niessl bei seinen Besuchern stellvertretend für alle Sternsingerinnen und Sternsingern und ihren Begleitpersonen.

Mit den Spenden der Sternsingeraktion werden jährlich rund 500 Hilfsprojekte in 20 Ländern in Afrika, Asien und Lateinamerika unterstützt. Seit mehr als 55 Jahren garantiert die Dreikönigsaktion, das Hilfswerk der Katholischen Jungschar, den effizienten Einsatz der Sternsingerspenden.

 

 

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