Uhudler 2017 – Aus der Illegalität zum Kultgetränk

Güssing, 5. 1. 2017 –

Uhudler: Wichtige Infos für 2017 – aus der Illegalität zum Kultgetränk

Agrarlandesrätin und Bezirkshauptfrau über Rahmenbedingungen für den Uhudler

Unter dem Motto „Uhudler 2017“ gaben Agrarlandesrätin Verena Dunst und Bezirkshauptfrau Mag.a Dr.in Nicole Wild, MBA in der BH Güssing einen Ausblick über die weitere rechtliche und gesellschaftspolitische Zukunft des Kultgetränks und die Bedeutung für die gesamte Region. Während sich die Gespräche zum Uhudler noch vor wenigen Monaten um Auspflanzungsverbote und drohende Rodungsbescheide drehte, ist nun in der Region eine deutliche Aufbruchsstimmung zu spüren.

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Agrarlandesrätin Verena Dunst, Mag.a Dr.in Nicole Wild, MBA (Bezirkshauptfrau Güssing)

„2016 war das Jahr des Uhudlers! Wir haben unglaublich viel erreicht, aber damit ist das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht“, so LRin Verena Dunst. „Aus einem verbotenen Trunk wurde ein Kultgetränk, aus Saft wurde Wein, statt Strafzahlungen für verbotenen Ausbau gibt es Entschädigungen für Frostschäden, und statt illegalem Verkauf gibt es nun offizielle Unterstützung durch das Weinmarketing. Des Weiteren gibt ab sofort auch die Möglichkeit der umfassenden Ernteversicherung für den Uhudler.“

Bereits Anfang November diskutierte Landesrätin Verena Dunst im Weinmuseum Moschendorf mit WinzerInnen und VertreterInnen aus der Region die rechtlichen Möglichkeiten für einen zielgerichteten Ausbau der Anbaufläche.

Bezirkshauptfrau Dr. Wild erläuterte die rechtlichen Bestimmungen für Neu- und Wiederbepflanzung und die weitreichenden Möglichkeiten einer Unterstützung durch öffentliche Mittel. „Für alle Neuauspflanzungen ist eine zwingende Antragstellung zwischen dem 15. Jänner und 15. Februar vorgesehen, wogegen für die Wiederauspflanzung in den ersten beiden Jahren nach der Rodung keine Bewilligung benötigt wird“, so Wild.

Geht man von den Erfahrungen des heurigen Jahres aus, dann sollte einer deutlichen Ausweitung des Pflanzgebietes 2017 nichts im Wege stehen. Von ganz besonderer Bedeutung ist allerdings, die Einhaltung der Fristen und Rahmenbedingungen. Die diesbezüglichen Unterlagen können über das Büro der Landesrätin bezogen werden.

Ebenfalls angesprochen wurde von Agrarlandesrätin Verena Dunst der neu gegründeten Vereins „Uhudler Land“. „Ziel des Vereins ist die Nutzung des großen Potentials des Uhudlers für die Vermarktung der gesamten Region“, so LRin Dunst. Dabei geht es nicht nur um den Tourismus, sondern generell um die Vernetzung aller Aktivitäten, die schon durchgeführt werden oder derzeit in Planung sind. Dazu zählt auch die Initiative zur besseren touristischen Nutzung der Kellerstöckln.

Ebenfalls angesprochen wurde von LRin Verena Dunst die Möglichkeit von etwaige Investionsförderung in Neuanschaffungen im landwirtschaftlichen Bereich den Uhudler betreffend, wobei hier das jeweilige Bezirksreferat der LK Burgenland als erster Ansprechpartner genannt wurde.

LRin Verena Dunst: „Wir müssen das Bewusstseins für die Schönheit dieser Region verstärken und das Potential voll ausschöpfen. Der Uhudler gibt uns jetzt die Möglichkeit dazu. Selbstverständlich unterstützen wir all diese Initiativen aus Mitteln des Landes und auch aus der EU. Ich sehe den Uhudler als große Chance für die ganze Region. Der Landessüden muss an sich glauben, und diese Chance auf einen Neustart nutzen“, meint Agrarlandesrätin Verena Dunst abschließend.

 

 

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