5. 1. 2017 – Politikerranking – Top Medienpräsenz vom 30. 12. 2016 – 5. 1. 2017

Die aktuellen Daten zeigen, wer die mediale Bühne von 30.12.2016 bis 05.01.2017 am stärksten nutzen konnte, wer zurückgefallen ist und wer sich gegenüber letzter Woche neu positionieren konnte.

pr

Die stärkste Medienpräsenz verzeichnete vergangene Woche Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP).

Zum Auftakt seines OSZE-Vorsitzes hat sich Außenminister Sebastian Kurz im Kriegsgebiet der Ostukraine ein Bild von der Lage gemacht. Er habe den Donbass bewusst für seine erste Reise ausgewählt, „um ein Signal zu setzen, dass wir auf diesen Konflikt fokussieren wollen“, sagte Kurz am Dienstag in der Hafenstadt Mariupol. Zum Abschluss seines zweitägigen Besuchs besichtigte der Außenminister mehrere humanitäre Hilfsprojekte, die in der Krisenregion von Österreich finanziert werden. Kurz plädierte für eine Ausweitung der OSZE-Beobachtermission. Es gebe noch „viel Luft nach oben“, sagte er in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem ukrainischen Amtskollegen Pawlo Klimkin.

In einem Interview mit dem deutschen Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ sprach sich Kurz für eine bessere Sicherung der europäischen Außengrenzen aus: „Wenn wir nicht kontrollieren können, wer überhaupt in die EU einwandert und wer hier lebt, dann ist das ein Sicherheitsrisiko.“ Es wäre allerdings falsch, Flüchtlinge mit Terror gleichzusetzen. Auf der anderen Seite sei es ein Fehler zu glauben, aus Flüchtlingen könnten niemals Straftäter oder Terroristen werden, so der Außenminister.

Als Neueinsteigerin der Woche positionierte sich Familienministerin Sophie Karmasin (ÖVP) auf Position sechs im Ranking.

Karmasin will ein Rauchverbot für Jugendliche unter 18 Jahren durchsetzen. Um die Jungen zu schützen, sollte der Erwerb und Konsum von Tabak erst mit 18 erlaubt werden, so die ÖVP-Ministerin in einem APA-Interview. Die österreichischen Jugendlichen seien beim Rauchen im Europavergleich Spitzenreiter – „das ist dramatisch“, betonte Karmasin. Österreich sei unter den letzten Ländern, die Rauchen bereits ab 16 Jahren erlauben. Neben Prävention und dem Rauchverbot in der Gastronomie müsse der nächste wichtige Schritt sein, auf Landesebene im Jugendschutzgesetz über ein einheitliches Rauchverbot bis 18 nachzudenken. Gegenüber der „Presse“ zeigte sich die Familienministerin zuversichtlich, dass ihr Vorschlag, das Rauchverbot für Jugendliche bis 18 auszudehnen, schon bald beschlossen wird. Bereits Ende März könnten sich die für den Jugendschutz zuständigen Länder darauf einigen, so Karmasin.

Die oft kolportierte Ablöse von Sophie Karmasin aus dem ÖVP-Regierungsteam hat Parteiobmann Reinhold Mitterlehner am Mittwoch dementiert. „Wir oder ich planen keine Umstellungen“, betonte der Vizekanzler am Mittwoch.

 

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