SPÖ: Breitband Offensive

Eisenstadt, 4. 1. 2017 –

Breitband-Offensive: SPÖ setzt auf Ausbau der Infrastruktur und „digitale Dorfplätze“

Illedits/Hergovich: 2017 fließen weitere 6 Millionen Förderung ins Burgenland

Die burgenländische Breitband-Offensive läuft auf Hochtouren. Ziel ist ein flächendeckender Ausbau der Internet-Versorgung im Burgenland mit mindestens 100 MBit/s. 2017 soll eine wichtige Etappe bei der Umsetzung dieses Vorhabens genommen werden. „Triebkraft dieser Initiative ist, neben der Breitbandmilliarde des Bundes, der Breitbandpakt zwischen dem Land Burgenland und den führenden Internet-Providern, die bereits rund 15 Millionen Euro investierten. Nach Abschluss der ersten Ausschreibungsrunde wurden dem Burgenland seitens des Bundes nun Fördergelder in der Höhe von 4,7 Millionen Euro zugesagt. Insgesamt werden heuer rund 6 Millionen Euro zusätzlich ins Burgenland fließen“, kündigten Landtagspräsident Christian Illedits und SPÖ-Klubobmann Robert Hergovich heute an. Das Burgenland soll außerdem von der neuen EU-Initiative „WiFI4EU“ profitieren, über die ab Sommer kostenlose WLan-Hotspots in den Gemeinden gefördert werden. Ziel der SPÖ sei, bis 2020 in jeder burgenländischen Gemeinde einen „digitalen Dorfplatz“ zu installieren, so Hergovich und Illedits.

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Burgenland hat bereits den zweithöchsten Internet-Versorgungsgrad aller Bundesländer. Auf dieser Position wollen sich Landtagspräsident Illedits und Klubobmann Hergovich aber nicht ausruhen: Der Breitband-Ausbau geht 2017 weiter!

„Starke Netzanbindungen verbessern Bildungsangebote, erleichtern Betriebsansiedlungen, vermeiden Abwanderung und werten Wirtschaftsstandorte abseits der Ballungsräume auf. Der Ausbau der Internet-Infrastruktur hat für das Burgenland daher höchste Priorität – und wir sind dabei auch sehr gut unterwegs“, zogen Landtagspräsident Illedits und Klubchef Hergovich heute eine positive Zwischenbilanz.

>> Breitbandpakt: 14.000 Haushalte neu im Netz

Im Dezember 2014 handelte Landtagspräsident Christian Illedits den Breitband-Pakt mit den führenden Internet-Providern aus, bis zum Jahr 2019 sieht dieser ein Investitionspaket von rund 31 Millionen Euro vor und zielt auf eine flächendeckende Versorgung mit mind. 100 MBit/s ab. Zur Halbzeit ist Illedits mit der Umsetzung zufrieden: „In den letzten beiden Jahren haben die Provider rund 15 Millionen in den Ausbau investiert. Dadurch konnten 14.000 Haushalte zusätzlich mit hohen Bitraten versorgt und die Geschwindigkeit bestehender Anschlüsse erhöht werden.“ Aufgrund der infrastrukturellen Gegebenheiten, so Illedits, liege der Fokus des Paktes im strukturschwachen Südburgenland, auf das mit 47 Prozent fast die Hälfte der neu erschlossenen Haushalte entfällt.

>> Breitbandmilliarde: 4,7 Millionen für 18 Gemeinden zugesagt

Den zweiten Pfeiler der Breitbandoffensive stellen Bundesmittel dar. Im Rahmen des Programmes „Breitband Austria 2020“ steht bis zum Jahr 2020 eine Fördermilliarde zur Verfügung. Nach Abschluss der ersten Ausschreibungsrunde wurden 18 burgenländischen Gemeinden Mittel in der Höhe von 4,7 Mio. Euro zugesagt. Diese dienen der Ausdehnung von leistungsstarken Netzen sowie der Verstärkung der Zubringernetze und Anbindung an Insellösungen. Außerdem können die Gemeinden eigeninitiativ tätig werden und sich für ein Lehrrohrförderprogramm bewerben. Das Programm ermöglicht die Mitverlegung von Lehrverrohrungen für Kommunikationsnetze bei laufenden Tiefbauarbeiten.

Parallel wurde erst am 5. Dezember die Versorgungs-Initiative „Access ELER“ gestartet. Hierfür werden EU-Mittel zur Förderung der ländlichen Entwicklung, also Gelder aus dem ELER-Programm 2014-2020, eingesetzt. So können zusätzlich rund 1,2 Millionen Euro in den Ausbau fließen. „Dementsprechend werden in den nächsten Monaten sechs Millionen Euro Fördergelder vergeben, die ausschließlich der Breitbandversorgung dienen. Wir befinden uns inmitten einer der größten Ausbau-Initiativen, nach deren Abschluss 50 bis 70 Gemeinden mit neuer Breitbandtechnologie ausgestattet sein werden“, betont Illedits.

>> „Digitaler Dorfplatz“ in jeder Gemeinde

Über 80 Prozent der burgenländischen Haushalte sind mit Breitband versorgt. „Damit liegen wir im Bundesvergleich zwar an zweiter Stelle, EU-weit gesehen besteht jedoch Aufholbedarf“, so Illedits. Es gelte nach wie vor, die verbleibenden „weißen Flecken“ auf der Burgenland-Karte zu füllen. Zusätzlich will die SPÖ 2017 einen kommunalen Schwerpunkt bei der Internet-Versorgung forcieren: Der Ausbau kostenloser „WLan-Hotspots“ in den Gemeinden soll vorangetrieben werden. „Bis 2020 in jeder burgenländischen Gemeinde ein ‚digitaler Dorfplatz‘ – das ist eine ebenso schöne wie machbare Vision! Das würde unsere Dörfer für junge Menschen attraktiver machen. Wir würden auch einen barrierefreien Zugang zu Angeboten in Bereichen wie eGovernment, eLearning oder eTourismus sicherstellen“, so Klubobmann Robert Hergovich.

Erreicht werden soll dieses Ziel unter anderem durch die Nutzung der neuen EU-Initiative „WiFI4EU“, die im Sommer anläuft. Im Rahmen dieses Förderprogrammes will die EU 120 Millionen Euro für kostenlose WLan-Hotspots zur Verfügung stellen. Die Gemeinden könnten davon vor allem touristisch „enorm punkten“, ist Hergovich überzeugt: „Entscheidungen zum Einkaufen, zum Buchen, zum Einkehren werden immer kurzfristiger getroffen. Experten versichern, dass öffentliches WLan verstärkt Kunden und Gäste anzieht bzw. deren Verweildauer erhöht. Da steckt ein riesiges Potenzial für die Gastronomie, für die Beherbungsbetriebe oder für Direktvermarkter drin“, so Hergovich.

Die SPÖ-Politiker wollen sicherstellen, dass burgenländische Gemeinden über dieses EU-Förderprogramm breit informiert und bei der Nutzung professionell unterstützt werden.

 

 

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