Landesprämierung Burgenland 2017, Präsident Hautzinger zu 2017

Eisenstadt, 2. 1. 2017 –

Landesprämierung Burgenland 2017 für Säfte, Nektararten, Sirupe, Obstweine, Essige, Qualitätsbrände, Spirituosen und Liköre

„Zum 30. Mal veranstalten die Burgenländische Landwirtschaftskammer und der Burgenländische Obstbauverband die Landesprämierung für Obst- und Traubensäfte, Nektararten, Sirupe, Obstweine, Essige, Qualitätsbrände, Spirituosen und Liköre. Ich hoffe, dass sich im Jubiläumsjahr 2017 wieder viele Obstbauern bzw. Brenner an der Landesprämierung beteiligen“, so Landwirtschaftskammerpräsident Franz Stefan Hautzinger.

 

Mit der Teilnahme an der Landesprämierung haben Obst- und Traubenveredelungsbetriebe die Möglichkeit, Ihre Produkte von hochqualifizierten Juroren aus ganz Österreich und aus dem Ausland bewerten zu lassen, um eine unabhängige Beurteilung mit einer hohen fachlichen Aussagekraft zu erhalten. Diese Bewertung ist sowohl für den Konsumenten, als auch für den Produzenten eine wichtige Informationsquelle.

Einreichfristen: Die Einreichung hat vom 2. bis 12. Jänner 2017 bei den Landwirtschaftlichen Bezirksreferaten und vom 9. bis 12. Jänner 2017, in der Zeit von 8.00 – 16.00 Uhr, in der Landwirtschaftlichen Fachschule Eisenstadt zu erfolgen. Für die Einreichung bei Edelbrände, Spirituosen, Liköre, Sirup bzw. Essig sind zwei Flaschen je Probe (mindestens 0,35 l) abzugeben. Bei Most, Saft und Nektar sind zwei Flaschen je Probe (mindestens 0,5 l) fertig etikettiert, mit vollständig ausgefülltem Einreichformular abzugeben. Die Formulare für die Einreichung sind bei den Landwirtschaftlichen Bezirksreferaten und in der Burgenländischen Landwirtschaftskammer, Abteilung Pflanzenbau (Telefon-Nummer: 02682/702-600) erhältlich. Das Anmeldeformular kann auch im Internet unter www.lk-bgld.at heruntergeladen werden. Der Kostenbeitrag beträgt für Mitglieder des Bgld. Obstbauverbandes oder der Burgenländischen Wieseninitiative € 30,00 pro Probe, für Nichtmitglieder € 50,00 pro Probe.

„Die Landesprämierung ist eine wichtige Maßnahme zur Qualitätssicherung und Weiterentwicklung der Betriebe. Eine erfolgreiche Prämierung ist die höchste Auszeichnung für die Produktqualität und kann ein wertvoller Impuls für die Vermarktung sein“, so Präsident Hautzinger abschließend.

Die Ergebnisse der Prämierung werden im Rahmen eines feierlichen Galaabends am 10. März 2017 im Kultur- und Kongresszentrum Eisenstadt bekanntgegeben.

Für Rückfragen steht der Obstbauberater der Burgenländischen Landwirtschaftskammer und Geschäftsführer des Burgenländischen Obstbauverbandes, Ing. Tibor Vertes, Tel. 0664/4102655, gerne zur Verfügung.


Präsident Hautzinger zum Jahresbeginn 2017:

Trotz schwieriger Situation in der Landwirtschaft – mit Zuversicht ins neue Jahr

 

„Der Beruf des Bauern ist stark mit der Natur verbunden. Der Arbeitsplatz unter freiem Himmel ist einzigartig und die meisten von uns üben den Beruf Landwirt mit großer Freude aus. Wenn man aber an die Dürre des Jahres 2015 oder an den Spätfrost und die Hagelschäden des Jahres 2016 denkt, wird einem klar, mit welchen Problemen wir über das ganze Jahr hinaus zu kämpfen haben. Dank der Hagelversicherung und der öffentlichen Hand steht uns nunmehr eine ziemlich gute, leistbare Versicherung zur Verfügung, welche die Folgen von Wetterkapriolen besser abfedern soll“, so Präsident Franz Stefan Hautzinger anlässlich des Jahresbeginnes 2017.

lwk

Hautzinger weiter: „Aber auch die volatilen Märkte bescheren unseren Bauern zunehmende Probleme. Das Russland-Embargo setzt uns nach wie vor zu. Die Ausgaben für Betriebsmittel sowie Pachtflächen steigen weiter. Seit 2011 ist das Einkommen für uns Bauern um mehr als ein Drittel gesunken. Die Einkommensstatistik aus dem letztvorliegenden Grünen Bericht zeigt ein eklatantes Minus. Ein buchführender Durchschnittsbauernhof verdiente demnach im Jahr 2015 nicht einmal EUR 20.000. Das ist deutlich weniger Bruttojahreseinkommen als bei den Erwerbstätigen. Wie soll das weitergehen, fragen sich – zu Recht – viele Betriebe. Wie soll ich meinen Betrieb weiterführen? Wie kann ich die Existenz meiner Familie sichern? Fragen über Fragen, die unsere Bauern nicht erst seit gestern beschäftigen. Mit Optimismus erfüllt mich die Tatsache, dass wir mit dem Programm Ländliche Entwicklung auf eine größtmögliche Planbarkeit setzen können. Die leistungsbezogenen Zahlungen sichern nicht nur den bäuerlichen Betrieben ein bestimmtes Einkommen, sondern sie gewährleisten auch für die Menschen in unserem Land eine Lebensmittelsicherheit aus heimischer Produktion und eine hervorragende Landschaftspflege. Durch die Abänderung des Hagelversicherungs- und Katastrophenfondsgesetzes im Bund und durch den entsprechenden Beschluss im Landtag sind nun auch Dürre, Sturm, Frost etc. bezuschusst abdeckbar. Dieser Schritt in Richtung einer umfassenden, modernen Risikovorsorge gibt den Bäuerinnen und Bauern aber auch der bäuerliche Jugend Zuversicht, ihre Betriebe mittel- bis langfristig innovativ führen können“.

 

Im Oktober 2017 finden im Burgenland die Gemeinderatswahlen statt. Da die Anzahl der bäuerlichen Betriebe in den vergangenen Jahren immer weniger wurde, laufen wir Gefahr, dass unser Einfluss in den Gemeinden auch immer kleiner wird. Gerade bei baulichen Maßnahmen wie dem Neu- oder Umbau von Stall- und Wirtschaftsgebäuden müssen Landwirte vermehrt zur Kenntnis nehmen, dass ihnen Gemeindepolitiker oder Anrainer das Leben schwer machen. Das kann oft so weit gehen, dass aus lebensfähigen Bauernhöfen auslaufende Betriebe werden. So einer Entwicklung muss unbedingt Einhalt geboten werden. Daher rufe ich dazu auf, dass sich möglichst viele Bäuerinnen und Bauern dazu bereit erklären, bei den Gemeinderatswahlen 2017 an wählbarer Stelle zu kandidieren, damit sie in ihrer Gemeinde den Bauernstand in der Periode bis zum Jahr 2022 bestmöglich vertreten können“, sagt der Landwirtschaftskammerpräsident.

„Ich wünsche unseren Bäuerinnen, Bauern und der bäuerlichen Jugend sowie allen Mitbürgern im Land ein glückliches, erfolgreiches und vor allem gesundes Jahr 2017 und rufe dazu auf, mit Zuversicht ins Neue Jahr zu gehen“, so Hautzinger abschließend.

 

 

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