Kein Glashaus in Frauenkirchen

Mattersburg, 31. 12. 2016 –

Aus für Megaglashaus: Ein Sieg für die Bürgerbeteiligung

Die GRÜNEN gratulieren der Bürgerinitiative „Freie Sicht für Frauenkirchen“
Mit dem heutigen Tag ist das umstrittene Megaglashaus in Frauenkirchen Geschichte. Der massive Widerstand aus der Bevölkerung, getragen von der Bürgerinitiative „Freie Sicht auf Frauenkirchen“, bewog Unternehmer Werner Perlinger zum Rückzug. „Ich gratuliere der Bürgerinitiative zu ihrem Erfolg! Dieser war nur durch den Mut und die Hartnäckigkeit vieler Frauenkirchnerinnen und Frauenkirchner möglich“, freut sich auch Regina Petrik, Landessprecherin der GRÜNEN und Unterstützerin des Widerstands gegen das Agrar-Großprojekt auf politischer Ebene. „Hier zeigt sich, dass sich Widerstand gegen ökologisch bedenkliche Projekte lohnt. Und Landeshauptmann Niessl muss letztendlich akzeptieren, dass auch er nicht einfach über die Bevölkerung drüberfahren kann, nicht einmal in seiner Heimatgemeinde Frauenkirchen.“
Ökologische Probleme bleiben bestehen
Offen ist noch die Entscheidung, die die FrauenkirchnerInnen bezüglich des Gemeinderatsbeschlusses zur Flächenwidmung treffen werden. „Wenn die Bürgerinitiative ihr Ziel erreicht, genügend Unterschriften für eine Volksabstimmung zusammenzubringen, dann wird hier die Bevölkerung in einer wesentlichen Entscheidung zur Raumplanung eingebunden“, meint Petrik. Eine diesbezügliche Information wird die Bürgerinitiative am 2. Jänner 2017 im Rahmen einer Pressekonferenz geben.
„Die ökologischen Probleme mit dem Megaglashaus sind damit noch nicht ausgeräumt. Auch an anderer Stelle gebaut würde es massive Auswirkungen auf die Umwelt haben,“ mahnen die GRÜNEN. Bereits vor Weihnachten hatten sie über die Vielfalt an ökologischen Bedenken berichtet. „Was es braucht, ist eine ehrliche Berechnung des CO2-Fußabdruckes solcher Fabrik-Paradeiser, einen Kriterienkatalog für Agrar-Großprojekte und ein deutliches Bekenntnis zu bäuerlicher Landwirtschaft im Burgenland“, fordert Petrik. „Landeshauptmann Niessl wäre gut beraten, seiner Parteikollegin Verena Dunst als zuständiger Landesrätin nicht in die Arbeit zu pfuschen. In deren Masterplan für die Landwirtschaft passt so eine Tomatenfabrik nämlich gar nicht. Darin hat sie jedenfalls die Unterstützung der GRÜNEN.“
Eine Basis für die Arbeit an einem Kriterienkatalog für Agrar-Großprojekte erwarten sich die GRÜNEN auch aus einer noch laufenden schriftlichen Anfrage an Landesrätin Astrid Eisenkopf, die für die Umweltbelange des Landes zuständig ist. „Auch die höchst umweltbelastende Wirkung von Steinwolle ist in unseren Gesetzen noch nicht entsprechend berücksichtigt. Wir haben politisch noch einiges zu tun, um unsere Böden und unsere Luft sauber zu halten“, kündigt Petrik weitere Initiativen an.
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