30. 12. 2016 – Politikerranking – Top Medienpräsenz vom 23. 12. – 29. 12. 2016

Mattersburg, 30. 12. 2016 –

Die aktuellen Daten zeigen, wer die mediale Bühne von 23.12. bis 29.12.2016 am stärksten nutzen konnte, wer zurückgefallen ist und wer sich gegenüber letzter Woche neu positionieren konnte.

pr

Die stärkste Medienpräsenz verzeichnete vergangene Woche Vizekanzler Reinhold Mitterlehner.

Der ÖVP-Obmann will beim Relaunch des Regierungsprogramms die Themen Wirtschaft und Beschäftigung in den Mittelpunkt stellen, sowie eine stärkere Abgrenzung zur FPÖ. Mitterlehner sprach sich deshalb im APA-Interview für eine rasche Abschaffung der Kalten Steuerprogression aus. Priorität fordert er dabei für das Thema Arbeitszeitflexibilisierung. Mit Vorschlägen von Sozialminister Alois Stöger für die 36-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich oder eine sechste Urlaubswoche kann Mitterlehner nichts anfangen. „Das ist nicht gerade ein modernes Konzept“, urteilte der Vizekanzler.

Bei der Frage, ob sich Sebastian Kurz bereits auf die Übernahme der ÖVP-Führung vorbereite, antwortete Mitterlehner: „Meine Idee ist es, inhaltliche Lösungen zu bringen, nicht Spekulationen um Termine und Aufstellungen. Sonst glaubt man, morgen sind Neuwahlen – und dann passiert inhaltlich null.“ Er betont aber, dass üblicherweise der Parteiobmann Spitzenkandidat sei. Der frühere ÖVP-Obmann Josef Pröll meint dazu: Mitterlehner sei gestärkt, aber Sebastian Kurz sei eine herausragende Politbegabung. Bei der nächsten Wahl brauche die ÖVP jemanden, der das Siegestor schießen könne.

Die jüngste Russland-Reise der FPÖ-Spitze bezeichnet Mitterlehner als „guten Gag“. Es gebe keine Notwendigkeit, mit der russischen Regierungspartei eine Übereinkunft abzustimmen, dies sei sogar eine „europafeindliche Positionierung“.

Als Neueinsteiger der Woche positionierte sich Reinhold Lopatka (ÖVP) auf Position vier im Ranking.

Einen Monat nach dem Konflikt um die Wahlempfehlungen für die Präsidentschaftskandidaten kritisierte der ÖVP-Klubobmann den von Vizekanzler Mitterlehner ausgegebenen Abgrenzungskurs zur FPÖ: „Es ist für jede Partei immer das Entscheidende, dass das eigene Profil, die eigenen Arbeitsschwerpunkte eine Partei so stark machen, dass dadurch automatisch eine Abgrenzung zu den Mitbewerbern erfolgt.“

Im Gegensatz zu Reinhold Mitterlehner will er weiterhin eine Koalition mit der FPÖ nicht ausschließen, meinte Lopatka im Interview mit der „Tiroler Tageszeitung“. Mitterlehner selbst sieht er nach dessen Wahlempfehlung für Alexander Van der Bellen aber gestärkt. Trotzdem heiße das nicht, dass die ÖVP auch mit Mitterlehner in die Wahl gehen werde.

 

 

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