SPÖ: SJ hilft, Weihnachtskarpfen, 2 MRT Geräte, Spende an Volkshilfe

Eisenstadt, 23. 12. 2016 –

Hilfe für bedürftige Menschen anstatt Kürzungen bei Sozialleistungen

SJ Burgenland sammelt kurz vor Weihnachten Spenden für die Pannonische Tafel

Gestern sammelte die Sozialistische Jugend (SJ) Burgenland in Eisenstadt Spenden für die Pannonische Tafel. Bei einer „Kauf +1- Aktion“ vor dem Interspar machten AktivistInnen darauf aufmerksam, dass sich zu Weihnachten meist alles nur um Konsum dreht. Viele Menschen haben jedoch weder genug Geld für Geschenke, noch für Nahrungsmittel und Wohnraum. Daher wurde um Spenden von Nahrungsmitteln und Hygieneartikeln gebeten. Bei der Aktion konnten KundInnen bestimmte, von der Tafel benötigte, Artikel kaufen und diese dann spenden. Drei volle Einkaufswägen wurden nach mehreren Stunden bei der Pannonischen Tafel abgegeben. „Armut ist heilbar! Daher müssen wir alle zusammenhalten und solch wichtige Aktionen durchführen, um bedürftige Menschen zu unterstützen. Aber nicht nur die Zivilgesellschaft muss helfen. Auch die politischen Rahmenbedingungen müssen menschlich sein. Kürzungen bei Sozialleistungen sind das nicht“, so Silvia Czech, Landesvorsitzende der SJ Burgenland.

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Gestern führte die Sozialistische Jugend Burgenland eine „Kauf +1 Aktion“ in Eisenstadt durch. KundInnen wurden dazu angehalten, einen Artikel mehr zu kaufen und diesen im Anschluss an den Einkauf zu spenden. Dabei wurden drei Einkaufswägen voll zahlreicher Spenden gesammelt, die an die Pannonische Tafel in Eisenstadt gingen. „Gerade vor Weihnachten wollen wir ein Zeichen gegen den Konsumwahn setzen und gezielt bedürftige Menschen unterstützen, die sich Nahrungsmittel und Geschenke nicht leisten können“, so Czech.

Sozialleistungen und weitere Unterstützungen sind für sozial schwächer gestellte Personen von enormer Wichtigkeit. Die beschlossene Verschärfung der Richtlinien betreffend Unterstützung behinderter Kinder in burgenländischen Schulen und die geplante Deckelung der Mindestsicherung gehen dabei in die falsche Richtung. Menschen mit Behinderung leben oft an der Armutsgrenze. Genau diese werden durch die Streichung weiterhin belastet. „Bei beeinträchtigen Kindern zu sparen, ist keine soziale Politik. Durch solche Richtlinien und Kürzungen, wird der Zugang zu Bildung und Schule weiterhin erschwert. Seit 2008 gilt in Österreich die UN-Behindertenrechtskonvention. Die neue Regelung widerspricht dieser deutlich“, so Czech.


Der Weihnachtskarpfen – eine traditionelle Spezialität für das besinnlichste Fest des Jahres

Karpfen sind beliebte Speisefische, vor allem in Österreich insbesondere zu Weihnachten und Silvester. Ein großer Teil der Produktion aus der Teichwirtschaft geht deshalb in den Markt für Speisefische. Einen wesentlichen Anteil hat die Erzeugung von Satzfischen für die Angelfischerei in freien Gewässern. Auch am Neusiedler See wird der Karpfen traditionell gefischt. Davon konnte sich Agrarlandesrätin Verena Dunst kurz vor Weihnachten selbst überzeugen.

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„Es gibt nur noch 14 Seefischer am Neusiedler See. Diese Entwicklung der letzten Jahrzehnte ist wenig erfreulich. Der Selbstversorgungsgrad des Burgelands im Bereich der Speisefische liegt bei knapp zehn Prozent. Umso wichtiger ist es, dass Institutionen wie der Fischereiverband Neusiedler See um die Belange der letzten Seefischer mit so viel Engagement annimmt“, so LRin Verena Dunst einleitend.

Der Fischereiverband Neusiedler See ist die Genossenschaft der Berufsfischer des Neusiedler Sees. Wie jede Genossenschaft hat der Verband die Organe – Vorstand, Aufsichtsrat und Generalversammlung. Der Fischereiverband hat zurzeit 14 Mitglieder, welche aus den umlegenden Dörfern des Sees stammen. Der Verband organisiert die Anpachtung des Sees, die ordnungsgemäße Befischung, den Export von Lebendaalen, sowie das Nachbesetzen von Jungfischen, wenn der Bestand einer bestimmten Fischart es erfordert.

Wissenswertes

Der Karpfen (Cyprinus carpio) ist eine der bekanntesten europäischen Fischarten und als Typusart der Gattung Cyprinus sowohl im Deutschen als auch in der Fachsprache Namensgeber der Familie der Karpfenfische (Cyprinidae), der Überfamilie der Karpfenfischähnlichen (Cyprinoidei) und der Ordnung der Karpfenartigen (Cypriniformes).
Er ist seit der Antike ein beliebter Speisefisch, der häufig in Fischteichen angezogen wird und dazu auch in zahlreichen Ländern weltweit eingeführt wurde, wo er teilweise als invasive Art auftritt. Der Wildbestand gilt dagegen heute als bedroht. Wichtige österreichische Karpfengebiete liegen ferner in der südlichen Steiermark und im südlichen Burgenland.

In Deutschland und Österreich wird versucht den größten Nachteil des Karpfens, seinen enormen Reichtum an Zwischenmuskelgräten, mit besonderen Zubereitungsmethoden wie dem „Schröpfen“ genanntes seitliches Einschneiden zu umgehen. Neuartige Vermarktungsformen ähnlich wie bei Fischstäbchen werden versucht, der Erfolg ist mäßig.

Der Geschmack des Fisches selbst ist auch unter Gourmets umstritten. Manche nennen ihn strohig oder schlicht fade. Andere schätzen dagegen sein „nussiges“ Aroma. Geschmack und Konsistenz des Karpfens hängen stark von den Haltungsbedingungen und der verwendeten Zufütterung ab (Getreide, Mais, Soja, Pelletfutter). Wichtig ist neben der richtigen Zubereitung die Wasserqualität in den letzten Tagen vor dem Töten des Tieres. Wird der Fisch direkt aus dem Ursprungsgewässer heraus zubereitet, schmeckt er oft strohig oder schlammig. Der Fisch muss daher zuvor in frischem Wasser gehalten werden. Das Entfernen der Kiemen wird empfohlen, da sich besonders in diesen Schlamm anlagert und so den Geschmack des Gerichtes negativ beeinflussen kann.

Berüchtigt ist eine verbreitete unangenehme schlammig-erdige Geschmacksbeeinträchtigung, das Mooseln oder Letteln, in Österreich Grundeln genannt. Sie entsteht, wenn die Fische bestimmte Blaualgen aufnehmen, welche das so genannte Geosmin enthalten. Es handelt sich dabei um die Teichschwingalge oder deren Gattungsverwandte, die bei Überdüngung der Teiche mit Phosphat flächig am Grund wachsen, wo die Karpfen typischerweise ihre Nahrung suchen. Deshalb werden Karpfen meist etwa zwei Wochen ohne Zufütterung in frischem Wasser gehalten („ausgewässert“), damit sie diesen Beigeschmack möglichst verlieren.

Einige ausgewählte Rezeptideen´

Weihnachtskarpfen/Festtagskarpfen
Gebackenes Karpfenfilet in Mohnpanier
Karpfengulasch
Schwarzbierkarpfen
Karpfen auf Erdäpfel gebraten
Karpfenstrudelsackerl mit Semmel und Gemüsefülle

Wildform des Karpfens

Der Kopf ist langgestreckt und kegelförmig mit kleinem Auge und zu einem Rüssel ausstülpbarem Maul. Wie alle anderen Karpfenfische besitzt der Karpfen keine Zähne am Kiefer, dafür drei Reihen kräftiger, backenzahnähnlicher Schlundzähnen, von denen je auf jeder Kieferseite die äußeren beiden Reihen je einen und die innerste drei Zähne aufweist (Schlundzahnformel 1.1.3-3.1.1).

Im Gegensatz zu den anderen in Europa vorkommenden Karpfenfischen hat er zwei Paar Barteln seitlich an der Oberlippe, von denen das vordere Paar kürzer ist. Die Schuppen sind sehr groß und kräftig. Entlang der Flanken verläuft eine ununterbrochene Seitenlinie durch 33-40 Schuppen. Die lange Rückenflosse weist 3 bis 4 Hart- und 17 bis 23 Weichstrahlen auf, die Afterflosse 2 bis 3 Hart- und 5 bis 6 Weichstrahlen. Die Schwanzflosse ist tief gekerbt und weist drei Hart- und 17 bis 19 Weichstrahlen auf. Alle diese unpaare Flossen sind undurchsichtig dunkelgrau bis bräunlich mit bläulichem Schein. Die paarigen Brust- und Bauchflossen können dagegen auch rötlich sein. Erstere weisen einen Hart- und 15-16 Weichstrahlen auf, zweitere zwei Hart- und 8 bis 9 Weichstrahlen

Zuchtformen

Die verschiedenen Zuchtformen des Karpfens sind meist gedrungener und mehr oder weniger ausgeprägt hochrückig. Sie weisen auch meist ein schnelleres Wachstum auf als die Wildform. Die Schuppen können dabei verschieden stark reduziert sein, wodurch sich folgende Formen unterscheiden lassen.

• Schuppenkarpfen haben noch ein vollständig erhaltenes Schuppenkleid.
• Zeilkarpfen weisen weniger Schuppen auf, es ist eine Reihe großer Schuppen entlang der Seitenlinie erhalten.
• Spiegelkarpfen weisen nur noch wenige, unregelmäßig verteilte Schuppen an den sonst schuppenlosen Seiten auf.
• Lederkarpfen oder Nacktkarpfen sind schuppenlos.

Habitat

Karpfen werden im warmen, flachen Süßwasser gesetzt, wie etwa in Teichen, Baggerseen und langsam strömenden warmen Bereichen von Flüssen. Sie gehen bis in die Brackwasserregion der großen Ströme. Die Überwinterung erfolgt in tieferen Bereichen von Seen oder in speziellen tiefer angelegten Winterungsteichen der Teichwirtschaft, die nicht bis zum Grund durchgefrieren können.

Ernährung

Als Friedfisch ernährt sich der Karpfen als Jungtier von Zooplankton, später hauptsächlich von am Boden lebenden Kleinlebewesen wie Insektenlarven, Schnecken und Würmern. In Spanien wurde jedoch beobachtet, dass vor allem Großkarpfen teilweise auch temporär räuberisch leben und kleinere Weißfische verschlingen.


Lange Wartezeiten für Untersuchungen am MRT – Adieu!

Zwei zusätzliche MRT Geräte sichern Patientenversorgung im Burgenland und verkürzen die Wartezeiten

Im Rahmen der Bundesgesundheitskommission im Dezember, wurden für das Burgenland an den Standorten Kittsee und Güssing die Errichtungen von zwei MRT-Geräten genehmigt. „Dies führt nicht nur zu einer besseren Patientenversorgung im Burgenland, sondern ist auch Mittel um einer Zwei-Klassenmedizin entgegenzusteuern. Unser Ziel ist die Reduzierung der Wartezeiten ohne finanzielle Belastungen“, sagt Gesundheitslandesrat Norbert Darabos auf die Kritik der Wirtschaftskammer. Die Inbetriebnahme für beide Geräte ist im Jänner 2018 beabsichtigt.

Auch die BGKK begrüßt die Aufnahme der zwei zusätzlichen Geräte in den Großgeräteplan ausdrücklich. Schließlich hat die Entwicklung in den vergangenen Monaten gezeigt, dass die MRT-Betreiber die Wartezeiten mutwillig ins Unerträgliche gesteigert haben, um sie zu Privatzahlungen zu drängen. Gleichzeitig wurden die vertraglich vereinbarten Untersuchungszahlungen der Vorjahre deutlich unterschritten.
BGKK Obmann Hartwig Roth vermutet daher: „ Hier steht nicht der Patientennutzen im Mittelpunkt, sondern überzogene Geschäftsinteressen der Industriebetreiber.“ Gesundheitslandesrat Norbert Darabos meint dazu: „Alleine die Tatsache, dass Fachärzte in die Anschaffung eines MRT-Gerätes Millionen investieren, um die Bedürfnisse von Privatzahlern zu befriedigen zeigt, dass wir alles tun müssen um einer Zwei-Klassenmedizin entgegen zu steuern.“

Im zentralen Interesse der Kasse, wie auch des zuständigen Gesundheitslandesrates Norbert Darabos steht, dass PatientInnen notwendige Untersuchungen rasch ohne finanzielle Belastungen erhalten.

„Uns war es durchaus bewusst, dass die langen Wartezeiten für MRT-Untersuchungen burgenländische PatientInnen nicht nur körperlich sondern auch finanziell belasten. Ich bin froh über die Genehmigung der beiden zusätzlichen MRT-Geräte im Burgenland“, zeigt sich Geschäftsführer René Schnedl erfreut.

Wie auch bereits im Krankenhaus Oberwart können ambulante Patientinnen und Patienten voraussichtlich ab Jänner, von Montag bis Freitag von 16 Uhr bis 22 Uhr und sogar samstags von 08 Uhr bis 16 Uhr Untersuchungen am MRT im Krankenhaus Kittsee und im Krankenhaus Güssing in Anspruch nehmen.


Siget, 23.12.2016 –

Um burgenländischen Familien in Not zu helfen, haben sich zwei junge Männer aus Siget i.d.W. entschieden, ihr musikalisches Talent einzusetzen um ein Benefiz- Weihnachtskonzert zu veranstalten. Nun übergaben sie die beträchtliche Spende von 2256,- Euro an die Volkshilfe Burgenland. Ehrenamtliche Volkshilfe-Präsidentin LRin Verena Dunst nahm die Spende dankend entgegen. „Ich bin stolz auf diese jungen Männer. Durch ihr außergewöhnliches soziales Engagement schenken sie vielen Familien ein wenig Hoffnung“, so LRin Dunst dazu. 

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Patrick Wimmer, Sebastian Tallian, LRin Verena Dunst, Franz Stangl

 

Am 3. Dezember 2016 veranstalteten Sebastian Tallian und Patrick Wimmer ein Benefiz – Weihnachtskonzert in der Mehrzweckhalle Siget / Wart. Um auf das Weihnachtsfest einzustimmen, wurde ein abwechslungsreiches Programm, gespickt mit traditionellen und bekannten Weihnachtsliedern und ergänzt mit Titeln einiger namhafter Künstler, geboten. Untermalt wurde die Veranstaltung durch geistreiche und besinnliche Texte von Franz Stangl. Zahlreiche BesucherInnen folgten der Einladung zum Konzert. Rechtzeitig vor Weihnachten, wurde der Reinerlös der Veranstaltung an die Volkshilfe Burgenland übergeben. Als ehrenamtliche Präsidentin, nahm LRin Verena Dunst den Betrag von 2.256,- Euro entgegen. „Ich freue mich, wenn sich junge Menschen wie Sebastian Tallian und Patrick Wimmer in den Dienst der guten Sache stellen. Die Volkshilfe Burgenland unterstützt zahlreiche Familien im Bezirk Oberwart. Durch diesen großen Spendenbetrag können wir vielen Familien hier vor Ort helfen. Vielen Dank an Sebastian, Patrick und das ganze Team für die Organisation dieses Weihnachtskonzerts!“, so Präsidentin LRin Verena Dunst abschließend.

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