Baumwollsack statt Plastikwrack

Eisenstadt, 22. 12. 2016 –

 

Weihnachten nachhaltig feiern: Aktion „Baumwollsack statt Plastikwrack“ zum Schutz von Mensch, Tier & Natur

Naturschutzlandesrätin Eisenkopf initiiert in Kooperation mit der Umweltanwaltschaft Burgenland eine Aktion zur Vermeidung von Plastikmüll

Weihnachten ist nicht nur ein Fest des Friedens und der Besinnlichkeit, sondern auch ein Fest des Überflusses. Reichlich Essen und Geschenke überfüllen nicht nur Mägen und Kinderzimmer, sondern haben auch erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt. Um die Anzahl der Plastiksäcke im Burgenland erheblich zu reduzieren, wurde auf Initiative von Naturschutzlandesrätin Mag.a Astrid Eisenkopf gemeinsam mit der Burgenländischen Umweltanwaltschaft die Aktion „Baumwollsack statt Plastikwrack“ gestartet. „Wir wollen allen Burgenländerinnen und Burgenländern bewusst machen, dass die Umwelt die Konsequenzen trägt, wenn wir unseren Einkauf im Plastiksackerl nach Hause tragen“, so Eisenkopf. Im Rahmen der Aktion wurden im EZE Eisenstadt wiederverwendbare Baumwolltaschen und ein Infobrief mit Tipps für ein nachhaltiges Weihnachtsfest verteilt.

Zwar seien die Burgenländerinnen und Burgenländer mit einer Sammelmenge von über 7.700 Tonnen Leichtverpackungen, also gut 27 kg pro Einwohner, vorbildlich bei der getrennten Sammlung von Abfällen, dennoch sei es ein großes Anliegen, auf diese Problematik hinzuweisen, so Eisenkopf.

Plastiktaschen landen rasch im Müll
„Wenn Lebensmittel noch vor Ablauf der Haltbarkeitsfrist den Weg in die Mülltonne finden, dann wurden die Ressourcen und Energie für die Herstellung umsonst verbraucht“, betont Eisenkopf. Ebenso problematisch sei der sorglose Umgang mit Plastiktaschen. Wenn Plastiktaschen nach einer durchschnittlichen Gebrauchszeit von 25 Minuten zu Hause wieder weggeschmissen werden, stehe ihr geringer Nutzen in keinem Verhältnis zu den Auswirkungen, die sie mit sich brächten. Kunststoff, der in Straßengräben lande, brauche bis zu 400 Jahre, um wieder abgebaut zu werden, so die Naturschutzlandesrätin.

Plastik verschmutzt Landschaften und Ozeane weltweit und gefährdet Menschen und Tiere, wenn es über die Nahrungskette den Weg in den Blutkreislauf findet. Hier setzt die Aktion „Baumwollsack statt Plastikwrack“ an, um die Anzahl der Plastiksäcke im Burgenland erheblich zu reduzieren und somit negative Auswirkungen auf Menschen, Tiere und die Natur zu vermeiden.

Tipps für ein „nachhaltiges“ Weihnachtsfest
Damit ein „umweltfreundliches“ Weihnachtsfest gelingt, sollte man sowohl beim Kauf des Christbaums als auch bei der Geschenkeauswahl auf Regionalität achten. Der Kauf bei regionalen Händlern fördert heimische Arbeitsplätze und spart klimaschädliche Emissionen aufgrund geringerer Transportwege. Bei der  Geschenkauswahl sollte man auf die Sinnhaftigkeit  achten. Nur ein Geschenk, das tatsächlich benutzt wird, anstatt im Müll oder am Dachboden zu landen, ist ein nachhaltiges Geschenk und beschert dem Beschenkten Freude. Sehr schnell den Weg in den Müll findet das Geschenkpapier. Kreative Verpackungen aus Tüchern oder Zeitungspapier bieten hier eine ressourcenschonende Alternative. Die wichtigste Regel ist die sorgfältige  Planung des Lebensmitteleinkaufs.

Schulprojekt „Regional und Saisonal – das lern‘ ich von Oma und Opa“
Parallel zur Aktion starten diverse Aktivitäten wie bespielweise ein online-Videobeitrag über die Auswirkungen von Plastikmüll, bewusstseinsbildende Maßnahmen in Schulen, Gewinnspiele oder auch Filmvorträge, die das Bewusstsein für diese Thematik erhöhen und Alternativen aufzeigen.

Unter dem Motto „Regional und Saisonal – das lern‘ ich von Oma und Opa“ haben zahlreiche burgenländische Schulen unter anderem Projekte zur Verwertung von Lebensmittelabfällen, von gesammelten Kräutern oder Fallobst eingereicht. Die Gewinnerprojekte werden im Jänner 2017 mit dem „Burgenländischen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet“.

„Wir werden im Jahr 2017 auch am Thema der Lebensmittelabfälle dran bleiben und mit verschiedenen Initiativen auf die Thematik der Lebensmittelabfälle aufmerksam machen“ so Eisenkopf.

 

 

 

 

 

 

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