23. 12. 2016 – Politikerranking – Top Medienpräsenz vom 16. 12. – 22. 12. 2016

Mattersburg, 23. 12. 2016 –

Die aktuellen Daten zeigen, wer die mediale Bühne von 16.12. bis 22.12.2016 am stärksten nutzen konnte, wer zurückgefallen ist und wer sich gegenüber letzter Woche neu positionieren konnte.

pr

Die stärkste Medienpräsenz verzeichnete vergangene Woche FPÖ-Klubobmann Heinz-Christian Strache.

Für intensive Diskussionen sorgte eine Reise der FPÖ-Spitze nach Moskau, wo Parteichef Strache einen Vertrag mit der Partei von Staatspräsident Wladimir Putin „Einiges Russland“ unterzeichnete. Darin kommen die beiden Parteien unter anderem überein, gemeinsam aktiv zur „Stärkung der Freundschaft und der Erziehung der jungen Generation im Geiste von Patriotismus und Arbeitsfreude“ beizutragen. In Österreich sorgte das Treffen in Moskau für heftige Kritik. Es sei ein „unsensibler Zeitpunkt“ und „grob daneben“, sagte etwa ÖVP-Obmann Reinhold Mitterlehner. SPÖ-Bundesgeschäftsführer Georg Niedermühlbichler sprach von einem „jenseitigen Pakt“. „Offensichtlich ist die Kälte in Moskau den Herren in den Kopf gestiegen“, so Niedermühlbichler.

Strache verteidigte am Dienstag vor Journalisten in Wien das Arbeitsübereinkommen mit der Putin-Partei. „Es ist die Aufgabe eines Politikers, Außenpolitik zu machen“, so Strache. Er feierte den Besuch als außenpolitischen Erfolg. Österreich solle sich als „neutraler Vermittler“ zwischen Russland und den USA positionieren. Anzustreben sei etwa ein Gipfeltreffen zwischen Russlands Präsident Putin und dem neu gewählten US-Präsidenten Donald Trump. Wenig Verständnis zeigt der FPÖ-Obmann für Kritik an dem Moskau-Besuch: Es handle sich um manipulative Berichte. „Man kann das auch als Hetze definieren.“ Strache wies auch Spekulationen zurück, die FPÖ oder andere rechtspopulistische Parteien in Europa würden finanzielle Zuwendungen von Putin erhalten.

Als Neueinsteiger der Woche positionierte sich Sozialminister Stöger (SPÖ) auf Position zehn im Ranking.

In einem Interview mit der „Tiroler Tageszeitung“ sprach sich Stöger aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit für eine Arbeitszeitverkürzung bzw. eine sechste Urlaubswoche aus. „Es geht auch um die Frage, wie wir flexiblere Arbeitsformen zum Vorteil von Arbeitnehmern schaffen können, und nicht darum, dass die Flexibilität immer nur den Unternehmen nutzt“, so Stöger. Eine sechste Urlaubswoche wäre für ein Tourismusland wie Österreich daher „eine attraktive Maßnahme“. Zwölf-Stunden-Arbeitstage schließe er nicht aus, „wenn wir von einer 36-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich sprechen“, so der Arbeits-und Sozialminister. Kritik an den Forderungen Stögers kam von ÖVP und Neos. Wirtschaftsbund-Generalsekretär Peter Haubner betonte, dass durch eine Arbeitszeitverkürzung der Faktor Arbeit „weiter verteuert und somit zusätzliche Arbeitsplätze vernichtet werden“.

 

 

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