Europäisches Jugendparlament tagt in Eisenstadt

Eisenstadt, 17. 12. 2016 –

 

Das Europäische Jugendparlament (kurz EYP, für European Youth Parliament) ist ein einzigartiges Bildungsprogramm, das Jugendliche aus ganz Europa zusammenbringt, um aktuelle politische Themen in einem parlamentarischen Umfeld zu diskutieren. Erstmals findet die große Plenartagung heute Samstag im Burgenland statt – unter den 48 Jugendmandataren befanden sich 21 BurgenländerInnen. „Wir wollen den Jugendlichen die Möglichkeit bieten, sich im Sinne der europapolitischen Bildung mit europäischen Themen zu beschäftigen. Sprachkenntnisse und Argumentationsfähigkeiten werden ebenso wie Teamfähigkeit, Selbstbewusstsein, Offenheit und interkulturelle Kompetenzen gefördert“, betonen Jugendlandesrätin Astrid Eisenkopf und Landtagspräsident Christian Illedits.

Die Vollversammlung steht unter dem Motto „Europe’s Future: Releasing Youth’s Potential“ und bildet den Höhepunkt des EYP-Jahres. „Mit der Veranstaltung ermöglichen wir Jugendlichen aus dem Burgenland und ganz Österreich, selbst zum ersten Mal in einem politischen Prozess teilzunehmen und ihre Meinung einzubringen. Das schafft Verständnis für Demokratie und Politik und ermöglicht zudem, Kulturen aus ganz Europa kennenzulernen und damit Verständnis für die Wichtigkeit der europäischen Idee und der gemeinsamen Arbeit auf europäischer Ebene zu schaffen,“ erklärt Vorstandsmitglied Markus Kirchschlager. Es gehe immer um aktuelle europäische Themen und darüber was die Jugendlichen für die EU und die EU für die Jugendlichen tun kann.

>>> Regionalität als Schlüssel

Das Konzept sieht vor, dass die Jugendlichen Europa kennen lernen. „Und zwar nicht in Brüssel, sondern vor Ort in den Regionen,“ so Illedits: „Ein funktionierendes Europa erwächst aus der Vernetzung der Regionen. Immerhin haben 70 Prozent der EU-Rechtsvorschriften direkte Auswirkungen auf die lokale und regionale Ebene,“ erklärt Illedits, der das Burgenland im europäischen Ausschuss der Regionen vertritt.

>>> Demokratiepolitische Bildung auf breite Beine stellen

Jugendlandesrätin Eisenkopf betont die Relevanz demokratiepolitischer Bildung: „Einerseits werden den Jugendlichen, die aus allen Bildungsschichten und Schultypen kommen gemeinsame europäische Werte vermittelt, andererseits arbeiten sie aktiv am Diskurs mit.“ Und weiter: „Ziel ist es, europäische Integration zu verwirklichen!“ Die Sensibilisierung darüber, was Demokratie ist, wie sie funktioniert und welch wichtiges Gut sie darstellt, bildet überdies den Kern jener Initiativen, die Illedits als Präsident des Landtages setzt: „Hier geht es nicht darum politische Eliten zu bilden, sondern europäisches Bewusstsein in einer möglichst breiten Basis zu verankern.“

 

 

 

 

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